Richtig vorbereitet auf lange Autofahrten mit Kindern

Die richtige Vorbereitung ist bei langen Autofahrten mit Kindern entscheidend. Schon für Erwachsene ist es anstrengend, viele Kilometer mit dem Pkw am Stück zu bewältigen. Lange Autofahrten mit Baby, Kleinkind oder größeren Kindern sind da noch einmal eine ganz andere Herausforderung. Ganz gleich, ob Sie ein Ferienhaus an der Ostsee ansteuern, es mit den kleinen Rackern in die bayerischen Berge geht oder sie sogar eine Auslandsstrecke bis nach Bella Italia bewältigen müssen oder in ein Ferienhaus in Südfrankreich ansteuern – damit die Urlaubsfreuden nicht schon bei der Anreise getrübt werden, ist es sinnvoll, sich die Route im Voraus im Detail anzusehen und zu überlegen, wie lange die einzelnen Etappen sein sollen, wann und wo sich Pausen anbieten und welche Utensilien Sie unterwegs zur Hand haben und nicht irgendwo im Koffer verstauen sollten. Haben Sie an Windeln, Feuchttücher, Spucktüten sowie an eine Reiseapotheke mit den wichtigsten Notfallmedikamenten gedacht? Sinnvoll sind auch Spiele für die Autofahrt, um Langeweile zu vermeiden. Klassiker wie „Kennzeichen-Bingo“, „Wer bin ich?“ oder Teekesselchen“ kommen sogar ganz ohne Zubehör aus, sodass das Reisegepäck nicht ins Unermessliche steigt. Seien Sie ruhig kreativ und überlegen Sie sich schon vor der Reise, wie Sie Ihre Kids bei langen Autofahrten bei Laune halten können. Wenn der Magen knurrt, muss schnell etwas zum Knabbern her. Hierbei eignen sich besonders ausgewogene Snacks wie bunt belegte Sandwiches, mundgerecht geschnittenes Obst und Gemüse, Nüsse und ausreichend Flüssigkeit in Form von Wasser, Tee oder Fruchtsaftschorlen. Auf Fettiges und Süßes sollte nach Möglichkeit verzichtet werden, da dies den Magen zu sehr belastet. Gegen ein Stück Schokolade oder ein Eis an der Raststätte zwischendurch ist aber natürlich nichts einzuwenden. Bei heißen Temperaturen empfiehlt sich die Mitnahme einer Kühlbox, damit der Proviant schön frisch bleibt. Auf alle Fälle ist eine Sache ganz wichtig: Versuchen Sie, gelassen zu bleiben – auch wenn es mal nicht nach Plan läuft. Unvorhergesehene Situationen gehören schließlich zum Reisen dazu und machen das Ganze doch auch ein bisschen spannend.

Weitere Tipps für ungetrübte Urlaubsfreuden

Lange Autofahrten mit Kindern müssen anders geplant werden als nur mit Erwachsenen. Überlegen Sie sich beispielsweise, welche schönen Orte sich unterwegs als Zwischenstopp anbieten würden. Halten Sie vielleicht nicht nur an Raststätten oder trostlosen Autobahnparkplätzen, sondern machen Sie ein Picknick an einem See oder an einer kindgerechten Sehenswürdigkeit. Das hält die Kleinen bei Laune und sorgt dafür, dass die anschließende Etappe entspannter wird. Selbstverständlich sollten die einzelnen Etappen bei einer langen Autofahrt mit Kindern kürzer gehalten werden. Machen Sie öfter Pausen oder legen Sie vielleicht sogar eine Zwischenübernachtung ein, wenn es sonst zu viele Kilometer werden würden. Generell lautet die Empfehlung des ADAC, mit Kindern pro Tag nicht mehr als 500 km zu fahren. Je jünger die Kinder, desto kürzer sollten die Autostrecken sein! Berücksichtigen Sie bei der Reiseplanung, dass es vor allem am Anfang der Schulferien zu langen Staus auf den Autobahnen kommen kann. Auch die Abfahrtzeit kann eine große Rolle spielen. Wenn Sie früh morgens losfahren, ist auf den Straßen noch nicht so viel los und im Sommer sind die Temperaturen noch angenehm. Falls Ihnen Nachtfahrten nichts ausmachen, kann auch das eine gute Idee sein. Dann schlafen die Kids leichter ein und Staus sind seltener. Für süße Träume sollten eine Decke, ein Kissen und das Lieblingskuscheltier mit ins Gepäck. So sorgen Sie für eine wohlige Atmosphäre auf dem Rücksitz – beste Bedingungen für einen Ausflug ins Traumland. Noch ein Tipp: Nehmen Sie einen Schlafanzug für die Kids mit. Dadurch schaffen Sie einen guten Übergang von Tag zu Nacht, auch wenn diese nicht im eigenen Bett verbracht wird. Damit dem Fahrer durch Gutenachtgeschichten oder Einschlaflieder nicht ebenfalls die Augen zufallen, sind Kopfhörer eine gute Idee. Wenn auf den hinteren Plätzen himmlische Ruhe herrscht, können Sie die Gunst der Stunde nutzen und getrost längere Strecken am Stück bewältigen. Und wer weiß, wenn die Kinder wieder die Äuglein aufschlagen, ist das Feriendomizil vielleicht schon zum Greifen nah.

Spiele für die Autofahrt – Wundermittel gegen Langeweile

Wann sind wir denn endlich da? Lange Autofahrten mit Kindern können sich ziehen wie Kaugummi. Abhilfe schaffen da Spiele und andere Arten von Unterhaltung. So wird die Fahrt zum Ferienort zum Erlebnis und es kommt nicht so schnell Langeweile auf. Praktisch für unterwegs sind Spiele in Reisegröße, da diese nicht so viel Platz wegnehmen. Klassiker wie „Nummernschilder-Bingo“, „Kofferpacken“ oder „Ich sehe was, was du nicht siehst…“ kommen sogar ganz ohne Zubehör aus und können prima immer wieder zwischendurch gespielt werden. Auch Malbücher eignen sich hervorragend als Zeitvertreib – aber besser keine Filzstifte mitnehmen, die landen sonst gerne mal auf dem Sitzpolster. Spezielle Zaubermaltafeln, bei denen das Gemalte im Handumdrehen wieder weggelöscht werden kann, sind ebenfalls „kleckerfrei“ und praktisch auf Reisen. Für kleine Leseratten gibt es zahlreiche Bücher zum Thema Urlaub. Wenn Ihrem Kind beim Lesen im Auto – oder Ihnen beim Vorlesen – schlecht wird, sind Hörbücher eine gute Alternative. Auch die Lieblingsmusik der Kids (am besten über Kopfhörer) kann die gefühlte Zeit bis zum Ziel verkürzen. Und wenn man einmal gar nicht mehr weiter weiß, wird es entgegen aller guten Vorsätze eben doch ein geeigneter Kinderfilm auf dem Tablet. Im Urlaub darf man schließlich alles und das gilt auch für Eltern.

Lange Autofahrt mit Baby

Manchmal lässt es sich einfach nicht vermeiden, dass man schon mit Baby eine lange Autofahrt antritt. Bei langen Autofahrten mit Baby ist es ganz besonders wichtig, nur kurze Strecken oder Etappen zu fahren und viele Pausen zu machen. Wenn Sie schon einmal mit einem weinenden Baby Auto fahren mussten, verzichten Sie wahrscheinlich sogar freiwillig auf lange Strecken. Kinderärzte empfehlen, mit Babys unter drei Monaten nach Möglichkeit gar keine längeren Autofahrten zu unternehmen. Herkömmliche Babyschalen belasten die kleine Wirbelsäule noch zu sehr und es kann bei der halbliegenden Position mitunter zu Atemproblemen kommen. Neuere Babyschalenmodelle können hier Besserung verschaffen. Achten Sie bei Autofahrten im Sommer darauf, dass Ihr Baby nicht überhitzt. Ist die Babyschale direkter Sonne ausgesetzt, drohen Sonnenstich und Hitzschlag. Eine Sonnenschutzfolie kann da schon viel ausmachen. Lassen Sie Ihr Baby trotzdem nie alleine im Auto, auch wenn Sie im Schatten parken und nur kurz etwas besorgen möchten! Ist Ihr Baby etwas größer, kann man die Fahretappen gut an die Schlafzeiten anpassen und in den Wachphasen eine Pause einlegen, spazieren gehen, spielen oder einen Zwischenstopp mit Übernachtung einlegen. Von der Autofahrt ganz abgesehen sind die meisten Babys nämlich wunderbare Reisebegleiter, die nichts gegen einen Museumsbesuch oder eine Pause in einem netten Café einzuwenden haben.

Lange Autofahrt mit Kleinkind

Ob eine lange Autofahrt mit einem 2-jährigen Kind ganz entspannt oder eine Nervenprobe für die ganze Familie wird, hängt auch ein bisschen davon ab, wie gerne der Knirps Auto fährt. Machen dem Kleinkind Autofahrten nichts aus, kann man mit Ablenkung, Liedern und Spielen gut Strecke machen. Protestiert Ihr kleiner Mitfahrer schon bei der kurzen Fahrt zum Supermarkt, sollten Sie den Roadtrip nach Kroatien lieber noch ein paar Jahre aufschieben. Für Ihre Pausen sollten Sie Raststätten mit Spielplatz wählen, damit sich die Kids wenigstens kurz etwas auspowern können, bevor wieder eine Stunde stillsitzen angesagt ist. Sollten Sie keine geeignete Raststätte finden, sollten Sie mit Ihrem Nachwuchs einige Bewegungsspiele machen: Tiere nachmachen, wer kann am längsten auf einem Bein stehen, einen Raketenstart imitieren, Hüpfspiele um die Kühlbox herum oder einfach ganz wild zum Lieblingslied tanzen. In jedem Fall gilt auch hier: Halten Sie die Autofahrt so kurz wie möglich, Ihre Nerven – und Ihr Kind – werden es Ihnen danken.