Preisentwicklung: Wie viel muss ich wo bezahlen?

Quellen:

Die in diesem Abschnitt aufgeführten Preise und Rankings basieren auf der Nachfrage und den von deutschen FeWo-direkt-Urlaubern im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 tatsächlich gezahlten Preisen im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahrs.

Die aufgeführten Preise und Rankings für Reisen nach Deutschland basieren auf der Nachfrage und den von allen HomeAway-Urlaubern tatsächlich gezahlten Preisen die zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2018 nach Deutschland gereist sind. Die Daten werden mit dem gleichen Zeitraum im Jahr 2019 verglichen, deutsche FeWo-direkt-Kunden sind ausgenommen.

Alle Preise werden in der Landeswährung angegeben, sodass sich Preisschwankungen ebenso wie die Preisgestaltung von Feriendomizilen nachvollziehen lassen. Alle Preise werden auf den nächstliegenden glatten Eurobetrag und alle Prozentzahlen auf den nächstliegenden Prozentpunkt gerundet.

Rund um den Globus an 100 Reisezielen

FeWo-direkt-Daten belegen, dass deutsche Urlauber 2019 im Vergleich zu 2018 mehr gezahlt haben, um in 86 ihrer Top-100-Reiseziele zu übernachten. An neun Reisezielen waren die Preise gesunken und an fünf stabil geblieben. Die Preise sind insgesamt jedoch sehr wettbewerbsfähig geblieben, denn für fast 80 Prozent der Top-100-Reiseziele wurde ein Durchschnittspreis von maximal 50 € pro Person und Nacht erfasst.

Wo FeWo-direkt-Urlauber bei Auslandsreisezielen am meisten bezahlt haben

Bei Betrachtung der höchsten Preise, die 2019 an den 100 beliebtesten Auslandsreisezielen für Feriendomizile gezahlt wurden, zeigen die FeWo-direkt-Daten, dass Amsterdam – mit einem Preisanstieg um sieben Prozent auf 74 € pro Person und Nacht – ganz oben rangiert. Die Einschränkungen bei Hotels und Ferienwohnungen haben in Amsterdam in den letzten Jahren zu einem Preisanstieg von sieben Prozent auf 74 € geführt. Der Tourismus in Frankreich scheint sich nach den weltweiten Meldungen über die Gelbwestenproteste zu erholen, weshalb weitere sieben Ränge der Top 10 auf Reiseziele in Frankreich entfielen, insbesondere die Riviera, wo die Durchschnittspreise in Cavalaire-sur-Mer am Golf von Saint-Tropez um zwölf Prozent auf 61 € und im benachbarten Grimaud um zehn Prozent auf 60 € stiegen. Paris verzeichnete einen Anstieg um neun Prozent auf 55 €. Ein weiterer Küstenort aus den Top 100 war Bergen in Nordholland, wo der Durchschnittspreis um zehn Prozent auf 55 € stieg. Spanien, das aufgrund des Wetters und der Strände ein Dauerbrenner bei den beliebtesten Reisezielen für Familienurlaube ist, bleibt weiter preiswert. Nur ein Ziel kam unter die Top 10: Palma de Mallorca auf Mallorca mit einem Preisanstieg um fünf Prozent auf 54 €. Die Zahl der Besucher des Landes stieg in den ersten elf Monaten von 2019 um ein Prozent, obwohl die Zahl der deutschen Besucher um zwei Prozent fiel.

Unterkünfte für weniger als 35 € pro Nacht an Reisezielen weltweit

Es gab 2019 in ganz Europa eine gute Auswahl an Reisezielen, an denen FeWo-direkt-Urlauber weniger als 35 € pro Person und Nacht zahlten. Zwischen den höchsten und niedrigsten Preisen, die an den 100 beliebtesten Reisezielen gezahlt wurden, klaffte eine Lücke von 50 €. Deutsche Urlauber, die ihr Feriendomizil auf FeWo-direkt gebucht haben, hätten daher zu dem Preis, der im hochpreisigen Amsterdam zu berappen war, dreimal so lange im österreichischen Tirol urlauben können und hätten dann sogar noch etwas für Speckknödel übrig gehabt. Tirol schlug mit dem niedrigsten gezahlten Durchschnittspreis von 24 € pro Person und Nacht zu Buche und in Sydals in Dänemark lag der Preis mit 25 € nur 1 € höher. Trotz einer sechsprozentigen Preiserhöhung war auch Xonrupt-Longemer in den französischen Hochvogesen mit 27 € immer noch sehr preiswert. Preise unter 35 € waren auch in den Niederlanden, Polen, Ungarn, Italien, Belgien und Kroatien zu finden, beispielsweise bei einem Städtetrip nach Budapest oder einem Strandurlaub mit der Familie in Palermo auf Sizilien für jeweils 31 € oder einer Reise in die Vergangenheit der ehemals römischen Stadt Pula in Kroatien für 34 €.

Die größten Preisrückgänge 2019

Der Bericht weist für mehrere Reiseziele niedrigere gezahlte Preise auf als für 2018, wodurch beliebte Urlaubsziele besonders für deutsche Familien erschwinglicher wurden. In Italien verzeichnete Bardolino mit minus fünf Prozent die größte Preissenkung und steht damit bei 42 €, gefolgt von Tignale mit minus vier Prozent und 37 €. Can Picafort auf Mallorca schlägt mit 35 € zu Buche, was der gleichen Preissenkung entspricht. Etwas geringere Preissenkungen – jeweils um drei Prozent – wurden in Arco da Calheta auf Madeira und Las Croix-Valmer am Golf von Saint-Tropez beobachtet, wo der Durchschnittspreis bei 37 € bzw. 57 € lag. Im österreichischen Tirol, wo 2019 die beliebtesten Ziele für FeWo-direkt-Vermietungen lagen, ging der Durchschnittspreis um zwei Prozent auf 24 € zurück.

Die größten Preiserhöhungen 2019

Zwar sind die gezahlten Preise an vielen der beliebtesten Reiseziele gestiegen, jedoch sind sie weiterhin wettbewerbsfähig. La Bresse, ein beliebtes Skigebiet in den Hochvogesen in Frankreich, verzeichnete mit 27 Prozent den höchsten Preisanstieg, liegt aber trotzdem nur bei 33 € pro Person und Nacht. Unter den Top 10 gibt es drei weitere französische Überflieger, die alle an der Mittelmeerküste liegen und auch die renommierten Orte Saint-Raphaël (+15% auf 51 €) und Cannes (+14% auf 59 €) beinhalten. Unter den Orten mit gestiegenen Durchschnittspreisen finden sich noch weitere beliebte Urlaubsorte. Manacor auf Mallorca mit einem Preisanstieg von 18 Prozent auf 54 €, Kamperland in den Niederlanden mit 19 Prozent auf 38 € und Villasimius auf Sardinien mit 15 Prozent auf 41 €.

Die beliebtesten Auslandsreiseziele von FeWo-direkt-Urlaubern

Die meisten deutschen Urlauber, die sich 2019 ein Objekt gemietet haben, taten dies innerhalb Europas. Daher sind die Top 10 Reiseziele sozusagen ein Heimspiel für Europa. Attraktive Preise von unter 50 € pro Person und Nacht haben dazu beigetragen, dass es fünf Reiseziele unter die beliebtesten geschafft haben. Doch die Kosten waren nicht immer ausschlaggebend bei der Wahl des Urlaubsortes, denn zwei eher hochpreisige Favoriten haben nichts an Beliebtheit eingebüßt. Dies sind Amsterdam auf Platz sieben mit 74 €, gefolgt von Paris auf dem zweiten Platz mit 55 €. Das österreichische Tirol war der Gesamtsieger, was zum Teil wohl auch dem erschwinglichen Durchschnittpreis von 24 € geschuldet ist, der sogar noch zwei Prozent niedriger als im Vorjahr ist. Die Hauptstadt Wien belegt mit 42 € den dritten Platz. Die nächsten vier Plätze entfallen auf Topziele für einen Kurztrip innerhalb Europas, nämlich London, Lissabon, Venedig und Amsterdam. Alcúdia auf Mallorca war der beliebteste Badeort in den Top 10, wo er Platz 8 belegt, während der mallorquinische Ort Sóller auf Platz 10 zu finden ist.

Liste der internationalen Favoriten der Deutschen

Die Beliebtheit von Reisezielen ist aus verschiedenen Gründen zum Teil großen Schwankungen unterworfen. Und selbst bei Klassikern kann es zu plötzlichen Nachfragespitzen kommen, was sich nicht automatisch in einem sofortigen Preisanstieg niederschlägt. Die Favoritenliste für 2019 enthält einige der internationalen Spitzenreiter, bei denen die Nachfrage auf FeWo-direkt am stärksten gestiegen ist. Insgesamt gibt es aber sowohl Neuzugänge als auch Langzeitfavoriten. Der Skiort La Bresse in den französischen Hochvogesen kletterte auf der Beliebtheitsskala am weitesten nach oben: um ganze 34 Plätze auf Rang 51. Ein weiteres französisches Reiseziel schaffte es ebenfalls unter die zehn Reiseziele mit dem kräftigsten Beliebtheitsschub: Wissant an der Nordseeküste machte 19 Plätze gut und kam auf Platz 82. Die Niederlande sind mit gleich drei Orten vertreten. Sint Maartensvlotbrug stieg um 28 Plätze auf Rang 33, während sich Ouddorp um 20 Plätze auf Rang 23 und Renesse um 17 Plätze auf Rang 25 verbesserten und damit unter die Top 30 kamen. Drei weitere Reiseziele machten mehr als 20 Plätze gut. So kam Hvide Sande in Dänemark auf Rang 70 (27 Plätze nach oben) und Prag auf Rang 65 (23 Plätze nach oben). Auch Swinemünde in Polen schaffte es in die Top 100, nämlich auf Rang 96 (21 Plätze nach oben).

Fokus auf Deutschland

Höchste Preise, die von deutschen Urlaubern 2019 in Deutschland gezahlt wurden

Deutsche Urlauber zahlten 2019 an 89 der 100 beliebtesten Inlandsreisezielen mehr als im Vorjahr, an zweien war der Preis stabil und an neun Reisezielen gefallen. Viele der prozentualen Preissteigerungen lagen im zweistelligen Bereich, aber 60 Prozent der Top 100 boten noch immer sehr erschwingliche Durchschnittspreise von weniger als 40 € pro Person und Nacht. Wenn man sich anschaut, wo FeWo-direkt-Inlandsurlauber 2019 bereit waren, etwas mehr zu zahlen, liegen die Inseln vorn. Die Top-10-Liste der höchsten von FeWo-direkt-Urlaubern gezahlten Preise wurde von Badeorten an der nordfriesischen Küste angeführt, denn sie umfasst die drei Ziele Sylt gesamt – mit 58 € zudem Spitzenreiter –, Juist mit 57 € und Wyk auf Föhr mit 49€.

Die Reihe der Inselorte endet damit jedoch nicht. Juist rangiert mit 57 € auf Rang zwei und nur etwas weiter unten in der Liste finden sich Norderney mit 52 €, Langeoog mit 51 € und Binz auf Rügen mit 46 € wieder. Die letzten drei Plätze belegen die einzigen Orte auf dem Festland, nämlich Rostock-Warnemünde an der Ostsee sowie Hamburg und Heidelberg mit jeweils 45 €.

Die beliebtesten Inlandsreiseziele der deutschen FeWo-direkt-Urlauber 2019

Die Rekordtemperaturen im Sommer 2019 in Deutschland und der steigende Inlandstourismus schlagen sich auch in den FeWo-direkt-Daten nieder. Sie zeigen, dass Reiseziele für einen Strandurlaub im Inland besonders beliebt waren, denn die ersten zehn Plätze gingen überwiegend an bekannte und familienfreundliche Urlaubsorte am Meer. Drei größere Städte schafften es ebenfalls unter die ersten zehn. Cuxhaven, einer der bekanntesten deutschen Urlaubsorte, überholte sogar Berlin und führt damit 2019 die Favoritenlisten an. Dies ist sicher nicht zuletzt dem guten Wetter und dem sehr erschwinglichen Durchschnittspreis von 34 € pro Person und Nacht geschuldet, wodurch die Hauptstadt mit 41 € schließlich auf den zweiten Platz verwiesen wurde. Heringsdorf belegte mit 43 € den dritten Platz und Kühlungsborn mit 40 € den vierten – trotz einer Preissteigerung von zehn Prozent, die innerhalb der Top 10 den Spitzenwert dargestellt. Sylt auf Platz 7 hat innerhalb der Top 10 nach einer vierprozentigen Preissteigerung mit 58 € den höchsten Durchschnittspreis, während Sankt Peter-Ording auf Platz 10 mit 41 € erschwinglicher ist. Berlin auf Platz 2, Hamburg auf Platz 8 und Dresden auf Platz 9 waren die einzigen Großstädte, die es in die Top 10 geschafft haben.

Wo Inlandsurlauber 2019 für weniger als 30 € pro Person und Nacht übernachtet haben

Die Liste der Reiseziele in Deutschland für weniger als 30 € pro Nacht war reich an Orten mit erstaunlich gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, sowohl am Meer als auch in den Bergen. Am erschwinglichsten war Wilhelmshaven mit nur 21 € pro Person und Nacht. Zwischen den höchsten und niedrigsten Preisen, die an den 100 beliebtesten Inlandsreisezielen gezahlt wurden, klaffte eine Lücke von 46 € pro Person und Nacht. Deutsche Urlauber, die ihr Feriendomizil auf FeWo-direkt gebucht haben, hätten daher zu dem Preis von 58 €, der auf Sylt zu berappen war, doppelt so lange im vergleichsweise niedrigpreisigen Wilhelmshaven urlauben können und hätten sogar noch etwas für Eisbecher und Sonnenliegen übrig gehabt. Niedersachsen wartet in dieser Kategorie gleich mit drei Orten auf, nämlich Aurich zu 26 €, Dornumersiel zu 27 € und Dornum zu 28 €, während es das Wangerland im Landkreis Friesland und Bad Harzburg im Harz mit 29 € auch noch knapp in die Liste schafften. Sachsen und Niedersachsen bieten in weiteren drei Urlaubsorten erschwingliche Feriendomizile, nämlich in Altenau mit 25 €, Pirna mit 27 € und Braunlage mit 28 € pro Person und Nacht.

Größte prozentuale Steigerungen bei den von FeWo-direkt-Inlandsurlaubern 2019 gezahlten Preisen

Wegen des traumhaften Sommerwetters und der allgemeinen Beliebtheit der deutschen Badeorte profitierten 2019 viele Reiseziele von steigenden Preisen an 89 der beliebtesten 100 Inlandsreiseziele. Seebäder dominierten die Liste der Überflieger im Jahr 2019. Beispielsweise betrug der Preisanstieg in Dahme im Kreis Ostholstein 22 Prozent, wenngleich der Durchschnittspreis mit 37 € pro Person und Nacht erschwinglich blieb. Dies war der einzige Preisanstieg von mehr als 20 Prozent. In Prerow waren es noch 19 Prozent auf 39 €, in Göhren-Lebbin 18 Prozent auf 45 € und in Wilhelmshaven 16 Prozent auf immer noch sehr preiswerte 33 €. Ein Ausreißer in der Liste der Küstenorte ist Oberstdorf in den Alpen, ein Klassiker bei Ski- und Wanderfreunden. Und dann ist da noch das meeresnahe, an einem Fluss gelegene Carolinensiel. Bei beiden betrug die Preiserhöhung 14 Prozent, im ersten Fall auf 44 €, im zweiten auf 31 €.

Größte prozentuale Rückgänge bei den von FeWo-direkt-Inlandsurlaubern 2019 gezahlten Preisen

Den FeWo-direkt-Daten zufolge wurden deutsche Urlauber auf der Suche nach niedrigpreisigen Angeboten 2019 an mehreren beliebten Reisezielen fündig. Dies gilt insbesondere für die Nordostküste, wo der Durchschnittspreis in Stralsund um sieben Prozent auf 35 € und in Kappeln um fünf Prozent auf 44 € sank, während es in Warnemünde drei Prozent und 45 € waren. Der Kurort Waren im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte verzeichnete einen Preisrückgang von drei Prozent auf 39 €. Köln dagegen war die einzige Großstadt, in der die Preise rückläufig waren: um drei Prozent auf 38 €.

Angesagte Inlandsreiseziele in Deutschland

Deutschlandweit gab es ein paar echte Renner unter den Top 100 der Inlandsreiseziele, denn sie verzeichneten 2019 eine besonders hohe Zunahme bei der Beliebtheit. Zudem lagen die Durchschnittspreise bei acht der Top 10 angesagtesten, innderdeutschen Reiseziele bei weniger als 40 €. Graal-Müritz, das Seeheilbad nahe Rostock, schoss 62 Plätze nach vorn auf Rang 32, die Hansestadt Greifswald machte 60 Plätze gut und erreichte Rang 49, während Göhren-Lebbin am Ufer des Fleesensees 57 Plätze übersprang und somit auf Rang 44 rangierte. Wyk auf Föhr, die einzige Stadt auf der zweitgrößten der nordfriesischen Inseln, kletterte 55 Plätze nach oben auf Platz 44, während Dahme und Grömitz im Kreis Ostholstein 51 Plätze auf Rang 89 bzw. 36 Plätze auf Rang 17 kletterten. In Niedersachsen übersprang Esens 45 Plätze auf Rang 46 und Aurich 37 Plätze auf Rang 14.

Höchste Preise, die von ausländischen HomeAway-Urlaubern 2019 in Deutschland gezahlt wurden

Ausländische Urlauber zahlten 2019 an 35 der 40 beliebtesten Reiseziele mehr als im Vorjahr, an zweien war der Preis stabil und an dreien gefallen. Viele der prozentualen Preissteigerungen lagen im zweistelligen Bereich, aber fast die Hälfte der Top 40 bot noch immer sehr erschwingliche Durchschnittspreise von 40 € oder weniger pro Person und Nacht. Die bei weitem höchsten Durchschnittspreise wurden in den deutschen Großstädten gezahlt, allen voran München mit 72 €, gefolgt von Stuttgart mit 60 € und Düsseldorf mit 56 €. Nicht weit dahinter Hamburg mit 53 € und Frankfurt mit 52 €, während allein Berlin mit 49 € noch unter der 50-Euro-Marke liegt. Kleinere Städte mit den höchsten Preisen waren Friedrichshafen mit 56 €, Oberammergau mit 55 € (nach einem Preisanstieg von 68%), Heidelberg mit 52 € und Tübingen mit 51 €.

Beliebte deutsche Reiseziele bei ausländischen HomeAway-Urlaubern 2019

Trotz steigender Besucherzahlen im Land scheinen die Reize der deutschen Seebäder und Küstenorte außerhalb der Landesgrenze weniger bekannt zu sein, denn die Liste der zehn beliebtesten Reiseziele ausländischer FeWo-direkt-Urlauber bestand 2019 aus Großstädten, Wintersportorten und historischen Städten, was einen deutlichen Kontrast zu den Favoriten der Deutschen bildet. Berlin belegte bei der Beliebtheit den ersten Platz und schlug mit 49 € pro Person und Nacht zu Buche. Den zweiten Platz belegte das Reiseziel mit dem höchsten Preis in den Top 10, nämlich München mit 72 €. Weitere Topziele waren Hamburg auf dem vierten Platz mit 53 €, Köln auf dem sechsten Platz mit 41 €, Nürnberg einen Platz darunter mit 47 € und Dresden auf Platz 10 mit 35 €, dem niedrigsten Durchschnittspreis in den Top 10 gemeinsam mit Winterberg. Der Wintersportort Garmisch-Partenkirchen in den Alpen mit 47 € und Winterberg im Hochsauerland mit nur 35 € belegten den dritten bzw. fünften Platz, Heidelberg mit 52 € den neunten Platz, während die historische Stadt Monschau den größten Preisanstieg innerhalb der Top 10 erlebte und mit einem Plus von 15 Prozent auf 40 € kam.

Wo ausländische Urlauber 2019 für maximal 35 € pro Person und Nacht übernachtet haben

Die Liste der deutschen Reiseziele, an denen ausländische Urlauber maximal 35 € pro Person und Nacht gezahlt haben, war voller attraktiver Angebote. Oberried, wo sich der Barbarastollen befindet, der zentrale Bergungsort für den Kulturgutschutz des Landes, bot mit 23 € pro Person und Nacht den niedrigsten Preis. Zwischen den höchsten und niedrigsten gezahlten Preisen an den 100 beliebtesten Reisezielen ausländischer Besucher tat sich eine Differenz von 49 € auf. Es lohnt sich daher, vor dem Buchen eines Objekts genau zu recherchieren, um die Reisekasse zu schonen. Die niedrigsten gezahlten Preise waren über das Land verteilt und sowohl in kleinen als auch in größeren Städten zu finden. Sie reichten von Medebach im Hochsauerland mit 26 € und Simmerath nahe Aachen mit 28 € bis zu Dresden und Trier mit jeweils 35 €.

Größte prozentuale Änderung der von ausländischen HomeAway-Urlaubern 2019 gezahlten Preise

FeWo-direkt-Daten haben gezeigt, dass ausländische Besucher in 35 der 40 gefragtesten Reiseziele in Deutschland gegenüber dem Vorjahr mehr für ihre Unterkunft gezahlt haben, während die Preise an zweien stabil geblieben und an dreien gefallen waren. Allerdings lag fast die Hälfte der Durchschnittspreise bei maximal 40 €. Erschwingliche Feriendomizile waren also vorhanden. Bei den Preiserhöhungen ließ sich kein Muster feststellen, da sie landesweit von der Ostsee bis zu den Alpen vertreten waren. Oberammergau verzeichnete mit einem Plus von 68 Prozent auf 55 € den höchsten Preisanstieg, während Tübingen 30 Prozent aufschlug und bei 51 € lag. In Titisee-Neustadt und Füssen betrugen die Aufschläge ebenfalls 20 Prozent und mehr. Anderswo waren die Preiserhöhungen moderater: in Leipzig um 19 Prozent auf 39 €, in Freiburg um 17 Prozent auf 40 € und in Lübeck um 14 Prozent auf 43 €. Piesport an der Mosel ist trotz eines Anstiegs von 16 Prozent mit einem Durchschnittspreis von 29 € noch immer sehr preiswert. Die drei Reiseziele mit gefallenen Durchschnittspreisen waren Cochem mit minus vier Prozent auf 42 €, Köln mit minus drei Prozent auf 41 € und Frankfurt mit minus einem Prozent auf 52 €.

Bei ausländischen Besuchern beliebte deutsche Reiseziele 2019

Die FeWo-direkt-Liste, die eine Auswahl aus den Top 40 der beliebtesten Reiseziele in Deutschland darstellt, liefert ausländischen Besuchern Anhaltspunkte, welche der Top-100-Reiseziele besonders im Trend liegen. Einige kletterten im Ranking ordentlich hinauf. Einen Sprung um 21 Plätze auf Rang 14 tat Oberammergau und verbesserte damit seine Position gegenüber 2018 am stärksten, gefolgt von Goslar (18 Plätze nach oben auf Rang 24) und Titisee-Neustadt im Naturpark Südschwarzwald (15 Plätze nach oben auf Rang 28). Die Liste war recht gemischt und enthielt Reiseziele aus dem ganzen Land, ohne einen identifizierbaren Trend aufzudecken. Die Weinbaugemeinde Bernkastel-Kues verbesserte sich um 13 Plätze auf Rang 20, Braunlage im Harz um elf Plätze auf Rang 29, Flensburg an der dänischen Grenze um sieben Plätze auf Rang 19 und Berchtesgaden in Bayern um sieben Plätze auf Rang 32. Ein paar Großstädte waren auch unter den Gewinnern: Düsseldorf klettere zehn Plätze auf Rang 15 und Leipzig acht Plätze auf Rang 16.

Wo das Geld locker sitzt – Wer gibt was wo aus?

Wenn man sich ansieht, aus welchen Ländern die Urlauber kommen, die auf Seiten des HomeAway-Netzwerks am meisten für Unterkünfte in Deutschland ausgeben, sind es im Allgemeinen jene, die von weit her kommen. Dies geht zumindest aus den Daten hervor, bei denen die USA mit 51 € pro Person und Nacht die Liste anführen, gefolgt von Kanada mit 47 € und Australien mit 46 €. Die Angehörigen von zehn der zwölf Länder, die im Bericht berücksichtigt wurden, zahlten 2019 mehr für eine Unterkunft in Deutschland, was gute Nachrichten für deutsche Vermieter von Feriendomizilen sind. Die Deutschen selbst zahlten etwa fünf Prozent mehr für einen Aufenthalt im Inland, der Durchschnittspreis lag bei 35 €. Zwischen den Staatsangehörigen, die am meisten ausgaben, und denen, die am wenigsten tief in die Tasche griffen, lag eine Differenz von 20 €. Die Niederländer wendeten durchschnittlich 31 € pro Person und Nacht auf, gefolgt von den Spaniern mit 32 €, was allerdings einem Anstieg von elf Prozent gegenüber 2018 entspricht. Zusammen mit den Franzosen, die 34 € ausgaben, sind dies die drei Nationalitäten, die am wenigsten für die Unterkunft bezahlten. Nur die Briten zahlten 2019 weniger und lagen mit drei Prozent bei 38 €. Damit sind sie aber weiterhin die Europäer, die am tiefsten in die Tasche greifen, gefolgt von den Österreichern, die unverändert bei 36 € liegen.

Umsatzaussichten

Die Nachfrage nach Mietobjekten für Urlauber ist in Deutschland höher denn je. Daher können Vermieter ihre Erträge durch Kurzzeitvermietungen maximieren, und zwar auch dann, wenn sie das Objekt nur vermieten, wenn sie es nicht selbst nutzen. Es gibt viele Faktoren, die den Ertrag eines Objekts beeinflussen, zum Beispiel die Größe, die Lage, die Einrichtung usw. Die analysierten FeWo-direkt-Daten legen die durchschnittlichen Umsätze mit Objekten in Deutschland im Zeitraum 2019 offen und können ein Anhaltspunkt dafür sein, was Vermieter für 2020 erwarten können. Die Top 10 der höchsten Durchschnittspreise sind auf Standorte im ganzen Land verteilt. Dabei verzeichnete München mit 173 € den höchsten Durchschnittpreis pro Objekt und Nacht und liegt damit ein gutes Stück vor dem Landkreis Nordsachsen mit 147 €. Berlin schaffte es mit 115 € nicht in die Top 10, ein paar Landkreise außerhalb der Hauptstadt jedoch schon. Der Landkreis Märkisch-Oderland kam auf einen Durchschnittswert von 140 € und der Landkreis Oder-Spree auf 128 €. Ein weiteres Cluster zeichnete sich um Hamburg ab: Die Stadt selbst hatte einen Durchschnittspreis von 123 €, während es im Landkreis Nordfriesland und in Scharbeutz 121 € waren. In Starnberg, etwas südlich von München, lag das Umsatzpotenzial bei 132 € und der Hochsauerlandkreis östlich der Ruhr kam auf 127 €.

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