Die besten Mallorca-Tipps für Nicht-Ballermann-Urlauber

Weite Straßen, Pinienwälder und Orangen am Straßenrand. Das klingt nach der Provence, nach Italien, aber nicht gerade nach Mallorca... oder? Falsch gedacht! Denn das ewige Bild des Ballermanns verschwindet ganz schnell aus dem Kopf, wenn man an die wunderschöne Seite der Insel Mallorca denkt. Ich war da und habe mich unsterblich in das spanische Eiland verliebt. Zusammen mit elf Freundinnen bin ich auf der Insel, um einen Junggesellinnenabschied in einer Ferienwohnung zu feiern. Unser Ziel? Weit weg von El Arenal und verdammt nah an der Natur. Das haben wir auf jeden Fall geschafft! Mallorca hat wunderschöne Seiten, traumhafte, sangriafreie Strände und vor allem eine idyllische Landschaft, die es so wohl auf keiner anderen Insel gibt. Pinienbäume, geheimnisvolle Felsen, Schotterstraßen und – man mag es kaum glauben – türkisfarbenes Meer und weißen Sand. Wer ein bisschen um die Ecke schaut, der findet das Mallorca, bei dem einem der Atem stockt.


Eine echte Oase: der Strand von Es Trenc

Von unserer Ferienwohnung aus laufen wir gerade einmal fünf Minuten, bis unsere Zehen sich in den weißen Sand bohren und das Haar schon ganz salzig ist vom Meer. Oh, herzlich Willkommen am Strand von Es Trenc! Einem Strand mit einem hölzernen Weg, der uns von der Straße bis ins Meer führt. Vor uns liegt türkisfarbenes Wasser. Eine Siesta im Schatten gönnt man sich am besten in der kleinen Strandbar, die rechts vom Strandaufgang liegt. Meine Empfehlung? Einen Cava-Sangria bestellen – der übrigens nicht in einem Plastikeimer kommt, sondern mit Erdbeeren dekoriert in einer Glaskaraffe serviert wird – und dabei den Blick auf das weite Meer genießen.


Ein Abend in Palma

Palma ist die Hauptstadt von Mallorca und eine wunderschöne Stadt, die jeden Besucher geradezu zwingt, durch die Gassen zu spazieren und Menschen auf den großen Plätzen zu beobachten. Mein ganz besonderes Highlight in Palma war ein Restaurant, das über dem Stadtzentrum liegt: das Restaurant Es Baluard. Es thront weit oben in einem Gemäuer, das aussieht, als wäre es ein Museum. Innendrin befindet sich aber ein modernes Restaurant. Hier wird die Pasta in Parmesankäse gewälzt und die Paella kiloweise ausgegeben. Absolut empfehlenswert!


Mit dem Auto durch das traumhafte Tramuntana-Gebirge

Valldemossa – ein Ort, der schon immer auf meiner To-do-Liste stand. Schon immer wollte ich hier hin, durch die kleinen Gassen spazieren und die Blumentöpfe an den Häuserwänden zählen. Jetzt sitze ich hier, im Auto und bin auf dem Weg in genau dieses kleine Dörfchen. Die Fahrt nach Valldemossa führt uns durch das wunderschöne Tramuntana-Gebirge. Hier wachsen Orangenbäume an der Straße, Ziegen grasen im Hintergrund und jedes einzelne Haus wirkt wie ein absolutes Traumhaus. Die meisten befinden sich auf einem Feld, haben eine riesige Auffahrt und ihre eigene Orangenplantage. So etwas hätte ich auch gern.

Unser erster Stopp, noch vor Valldemossa, ist das kleine Örtchen Fornalutx. Schon der Parkplatz hat den wohl besten Ausblick der Insel. Von hier aus schlendern wir auf den kleinen Wegen, die mal ganz steil nach oben, mal ganz steil nach unten führen. In der hintersten Ecke einer Gasse befindet sich ein Brunnen, rechts daneben stellt eine ältere Dame gerade Orangen zum Verkauf auf die Straße. Eine Traumidylle. Zur Siesta treffen sich die Bewohner des kleinen Örtchens auf dem zentralen Platz. Wir gesellen uns einfach dazu und testen schon mal, wie es wäre, hier wirklich zu wohnen. Fazit: Oliven, hausgemachtes Bier und Sonne. Ja, das passt...

Danach geht es dann direkt nach Valldemossa. Mit direkt meine ich: direkt die schroffen Küstenstraßen entlang, die Berge hoch, die Berge runter. Wir passieren enge Kurven, fahren so nah am Abhang, dass ich denke, wir würden jeden Moment abstürzen, und haben einen wunderschönen Ausblick über die tolle Landschaft der Insel.


Die Haare vom Winde verweht – ein Bootstrip vor Es Trenc

Die schönste Art und Weise, eine Insel zu erleben, ist vom Boot aus. Deswegen machen wir an unserem letzten Tag eine Katamaran-Tour durch die Gewässer, die vor Mallorca und vor allem vor dem strahlend weißen Strand von Es Trenc liegen. Langsam schippern wir über das Meer, spüren das Salz auf der Zunge. Im Hintergrund werden entspannte Songs gespielt. Der Strand von Es Trenc zieht an uns vorbei und mit ihm zieht El Arenal noch weiter. Wir haben dieses „Malle“ nicht einmal ansatzweise gemerkt, sondern sind kollektiv fasziniert von dem, was uns die letzten vier Tage umgeben hat. Mallorca kann eben auch anders – und vor allem kann es wunderschön sein.

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