Hüttengerichte im Kaloriencheck: So einfach schmelzen die Kaiserschmarrn-Kalorien im Winterurlaub

Kaiserschmarrn, Käsespätzle und heißer Kakao mit Sahne schmecken auf einer Hütte im Schnee gleich doppelt so gut wie zu Hause. Das zeigt auch eine neue Studie* von FeWo-direkt, in der 1.000 Familien aus Deutschland zu ihren Vorlieben im Winterurlaub befragt wurden. Mit eindeutigem Ergebnis: Abseits der Piste gehört das Essen zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten von Familien. Mehr als die Hälfte (53%) gibt an, dass ihnen das gastronomische Angebot im Skiurlaub besonders wichtig ist – wichtiger als Winterwandern, Rodeln und Schlittschuhfahren.

Besonders gerne auf den Tisch kommen Klassiker wie Kaiserschmarrn (51%), Käsespätzle (46%), Apfelstrudel (41%) Schnitzel (34%) und die Brotzeit (34%). Doch all diese Leibspeisen sind nicht nur reich im Geschmack, sondern auch reich an Kalorien. 200 Gramm Kaiserschmarrn kommen auf etwa 500, eine Portion Apfelstrudel auf rund 430 Kilokalorien. Unter den deftigen Gerichten ist die Brotzeit mit 300 bis 400 Kilokalorien die kalorienärmste Speise. Ein Teller mit 250 Gramm Käsespätzle hat dagegen rund 620 Kilokalorien. Mit 850 bis 950 Kilokalorien ist das Schnitzel mit Pommes das Schwergewicht unter den Hüttengerichten.

Darf man sich im Urlaub dennoch die ein oder andere Portion gönnen? Der Leiter des Zentrums für Gesundheit durch Sport und Bewegung an der Deutschen Sporthochschule Köln, Prof. Dr. Ingo Froböse, sieht es so: „Unser Körper verzeiht uns im Urlaub zwei bis drei Mahlzeiten zum Genießen pro Woche. Werden es mehr, sollten wir dies mit einem Pendant an Bewegung ausgleichen.” Welche Aktivitäten die Kaiserschmarrn-Kalorien zum Schmelzen bringen können, hat der Ernährungsexperte für FeWo-direkt ermittelt.

Winterwandern gegen Hüftgold

Wer auf der Hütte ohne Reue schlemmen will, der sollte am besten schon den Weg dorthin zu Fuß bestreiten. Doch man muss schon eine Weile wandern, um einen Kaiserschmarrn oder gar ein Schnitzel abzubauen. „Wie lange genau, kommt auf den Stoffwechsel, das Körpergewicht, den sportlichen Einsatz sowie die Beschaffenheit des Weges an”, sagt der Sportwissenschaftler. „Aber im Schnitt verbraucht man bei einer einstündigen Wanderung im Schnee 320 Kilokalorien.“ Beim Schneeschuhwandern sieht die Bilanz deutlich besser aus, so Froböse: „Bei einer einstündigen Schneeschuhtour durch den Tiefschnee verbrennt man etwa zwischen 10 und 15 Prozent mehr Kalorien als bei einer regulären Winterwanderung.”

Kalorienfresser Langlauf

Noch effektiver im Kampf gegen die Kaiserschmarrn-Kalorien ist der Pistensport. „Wer alpinen Wintersport sehr sportlich betreibt, verbraucht im Schnitt 600 Kilokalorien in einer Stunde”, sagt Froböse. Aber auch diejenigen, die es auf den Skiern oder dem Snowboard etwas gemütlicher angehen lassen, bauen immer noch etwa 400 Kilokalorien ab. Mehr Kalorien verbraucht man nur auf der Loipe: Auf einer einstündigen Tour machen sportliche Langläufer, die sich beispielsweise im Skatingstil fortbewegen, mindestens 620 Kilokalorien wett. Mit einer Stunde Langlauf gleichen Urlauber so locker den Genuss einer 250-Gramm-Portion Käsespätzle mit etwa 620 Kilokalorien wieder aus. Aber Achtung: Wer Langlaufen eher wie Spazierengehen betreibt, der verbraucht entsprechend weniger Energie.

Schneeballschlachten gut für Kalorienhaushalt

Aber auch Familien, die sich im Winterurlaub nicht auf die Bretter schwingen, können die überschüssigen Kalorien wieder ausgleichen. Wer regelmäßig mit dem Nachwuchs im Schnee tobt, ausgelassene Schneeballschlachten veranstaltet oder Schneemänner baut, der kann bis zu 300 Kilokalorien in der Stunde verbrennen. Alternativ bietet sich eine Rodelpartie mit den Kindern an. Dabei verbraucht ein Erwachsener immerhin etwa 350 Kilokalorien pro Stunde – natürlich nur beim Schlitten Hochziehen. Nach einem ereignisreichen Familientag im Schnee mit Winterwanderung und Rodeln fällt der abendliche Hüttenbesuch also buchstäblich nicht mehr allzu sehr ins Gewicht.

Zwischendurch selbst kochen

Dennoch gilt es im Sinne einer ausgewogenen Ernährung laut Prof. Dr. Froböse zu beachten, dass in der Urlaubswoche nicht nur Kaiserschmarrn-Kalorien auf den Tisch kommen. Als Faustregel gilt: „Bunte Gerichte weisen viele verschiedene Nährstoffe auf und sind somit gesund“, sagt der Ernährungsexperte. Da bietet das Ferienhaus den idealen Rahmen, um gemeinsam mit der Familie einen Hüttenpausentag einzulegen und sich ein selbst gekochtes Gemüsegericht schmecken zu lassen.

„Verbringt man seinen Urlaub in einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung hat man einen klaren Vorteil“, sagt Wolfgang Pagl, Director Vacation Rentals bei der Expedia Group. „Man ist nicht auf tägliche Restaurantbesuche angewiesen, sondern kann zwischendurch auch mal selbst zum Kochlöffel greifen. Das schont einerseits bei den gesalzenen Hüttenpreisen den Geldbeutel und bringt andererseits Abwechslung auf den Speiseplan.“ Außerdem verbrennt man auch beim Kochen im Schnitt 110 Kilokalorien in der Stunde – und kann sich so am nächsten Tag mit gutem Gewissen wieder eine Portion Kaiserschmarrn gönnen.

Disclaimer

FeWo-direkt übernimmt keinerlei Haftung für die vom Zentrum für Gesundheit durch Sport und Bewegung an der Deutschen Sporthochschule bereitgestellten Informationen. Bitte wenden Sie sich für individuelle Ernährungstipps an einen Ernährungsexperten Ihrer Wahl.  

* Die Umfrage basiert auf Online-Interviews mit Teilnehmern des YouGov Panel Deutschland und wurde unter 1.033 Eltern mit Kindern unter 18 Jahren vom 31. August bis 7. September 2021 durchgeführt. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für Familien mit Kindern unter 18 Jahren. Mehr Infos im Winter-Kompass von FeWo-direkt.