Urlaubsplanung 2022: Wann suchen und buchen?

Wie eine aktuelle Umfrage* des Ferienhausportals FeWo-direkt zeigt, möchten 46 Prozent der deutschen Familien ihren Sommerurlaub drei bis fünf Monate im Voraus buchen. 25 Prozent planen sogar einen Vorlauf von sechs bis acht Monaten ein. Dass die Deutschen sich wieder dem Frühbuchen annähern, belegen auch die Suchanfragen der letzten 30 Tage auf FeWo-direkt. Abgesehen von Anfragen für Januar 2022 entfielen die meisten Suchen auf Aufenthalte in den Sommermonaten Juni, Juli und August 2022.

„Wir gehen davon aus, dass sich aufgrund der Erfahrungen in den letzten zwei Pandemiesommern so etwas wie Routine bei deutschen Urlauberinnen und Urlaubern eingestellt hat und der Urlaub deshalb wieder mit mehr Vorlauf geplant wird – auch weil sich Ferienhäuser als Unterkunftsform bewährt haben“, sagt Wolfgang Pagl, Director Vacation Rentals bei der Expedia Group.

Anders als in den vergangenen zwei Jahren beschränkt sich das Interesse jedoch nicht mehr nur auf Deutschland. Neben Klassikern wie Mecklenburg-Vorpommern oder Schleswig-Holstein tauchen auf den vorderen Plätzen der meistgesuchten Reiseziele für Ferienhausaufenthalte im Sommer 2022 auch Destinationen im europäischen Ausland auf, allen voran die Balearen in Spanien und Istrien in Kroatien.

Ferienunterkünfte und Hotels unter der Woche buchen

Wie aus einer Analyse von FeWo-direkt hervorgeht, sind Sonntage generell die beliebtesten Tage für die Urlaubsplanung. Unter der Woche konkurrieren Reisende mit deutlich weniger Interessenten um die verfügbaren Ferienunterkünfte. Das Gleiche gilt für Hotels. Am Wochenende gibt es nicht nur einen größeren Ansturm auf Hotelangebote, sie sind laut einer Preisanalyse des Online-Reisebüros Expedia auch teurer. Wer seinen Hotelaufenthalt im Inland dagegen an einem Montag bucht, kann fast zehn Prozent sparen. Auslandsreisenden empfiehlt Expedia eine Buchung am Donnerstag. Die durchschnittlichen Übernachtungspreise sind an diesem Tag knapp fünf Prozent niedriger als an anderen Wochentagen.

„Ab Ende Januar starten wir in die Hauptbuchungssaison“, sagt Reiseexperte Wolfgang Pagl. „Wer anderen einen Schritt voraus sein möchte, der sollte noch vor dem 30. Januar 2022 mit der Unterkunftsrecherche beginnen. Ab diesem Zeitpunkt haben wir in den Vorjahren deutlich mehr Suchanfragen verzeichnet.“

Skiurlaub noch kurzfristig buchbar

Im Gegensatz zu den Sommerferien planen Familien, die jetzt im Februar oder März in den Schnee fahren wollen, mit deutlich weniger Vorlauf. Einer Umfrage** von YouGov im Auftrag von FeWo-direkt zufolge möchten 40 Prozent ihren Skiurlaub maximal drei Wochen im Voraus buchen. „Viele Familien sind aufgrund des unvorhersehbaren Pandemiegeschehens noch verunsichert“, sagt Wolfgang Pagl. „Wir erwarten aber, dass die Buchungen für die kommenden Wochen noch einmal anziehen. Nach dem Ausfall der letzten Skisaison ist der Nachholbedarf groß.“

Während Österreich im Februar teilweise schon sehr gut gebucht ist, stehen Familien auf deutscher Seite noch deutlich mehr Optionen zur Verfügung. So sind etwa im Berchtesgadener Land im Februar noch rund 60 Prozent der auf FeWo-direkt verfügbaren Ferienunterkünfte frei. Im Oberallgäu sind es um die 50 Prozent. Auch abseits der Alpen werden Familien noch fündig. Im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und im Hochsauerlandkreis liegt die Verfügbarkeit bei rund 65 bzw. 60 Prozent, im Harz sogar bei etwa 70 Prozent. Zum Vergleich: In Tirol sind im gleichen Zeitraum auf FeWo-direkt teilweise nur noch 35 Prozent der Ferienhäuser und -wohnungen verfügbar.

* Die Umfrage im Auftrag von FeWo-direkt wurde von Prodege unter 1.000 deutschen Eltern zwischen dem 29. September 2021 und dem 14. Oktober 2021 durchgeführt.

** Die Umfrage basiert auf Online-Interviews mit Teilnehmern des YouGov Panel Deutschland und wurde unter 1.033 Eltern mit Kindern unter 18 Jahren vom 31. August bis 7. September 2021 durchgeführt. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für Familien mit Kindern unter 18 Jahren. Mehr Infos im Winter-Kompass von FeWo-direkt.