Richtlinie für unvorhersehbare Umstände
Zusammenfassung
Wenn weitreichende Reiseunterbrechungen Gäste daran hindern oder es ihnen verbieten, ihren Aufenthalt abzuschließen, kann FeWo-direkt die Richtlinie für unvorhersehbare Umstände aktivieren. Sie ermöglicht es Gästen, zu stornieren und eine Rückerstattung zu erhalten, und ermöglicht Gastgebern eine Stornierung ohne anfallende Stornierungsgebühren oder andere nachteilige Folgen. In diesem Artikel erfährst du mehr darüber.
Was fällt unter diese Richtlinie?
Im Folgenden findest du eine detaillierte Aufschlüsselung aller Arten von Ereignissen, die unter unsere Richtlinie für unvorhersehbare Umstände fallen. Wenn wir die Richtlinie aktivieren, müssen Gastgeber dem Erstattungsantrag eines Gastes nachkommen, und zwar unabhängig von ihren eigenen Stornobedingungen.
Wenn die Gäste noch nicht eingecheckt haben, müssen die Gastgeber ihnen den vollen Betrag erstatten. Wenn die Gäste ihren Aufenthalt bereits begonnen haben, müssen die Gastgeber eine Teilrückerstattung für den Teil des Aufenthalts anbieten, der nicht abgeschlossen werden kann. In beiden Fällen erstattet FeWo-direkt den Gästen die volle Servicegebühr.
Hinweis für Gastgeber: Stornierungen durch Gastgeber, die unter diese Richtlinie fallen, haben Anspruch auf einen Kostenschutz, der Gastgeber von Stornierungsgebühren oder anderen nachteiligen Auswirkungen befreit, beispielsweise dem Verlust des Premium-Gastgeber-Status. Es liegt an den Gastgebern, diesen Kostenschutz zu beantragen oder FeWo-direkt zu informieren. Mehr über Stornierungsverzichte erfahren.
Wir empfehlen Gästen, sich über ihr Reiseziel zu informieren und sich auf bekannte oder vorhersehbare Störungen vorzubereiten und ggf. eine entsprechende Versicherung abzuschließen.
Die folgenden Ereignisse sind möglicherweise von dieser Richtlinie abgedeckt, wenn sie sich auf den Ort der Reservierung auswirken, die Gäste daran hindern oder ihnen verbieten, ihren Aufenthalt abzuschließen, und nach dem Zeitpunkt der Buchung eintreten:
Naturkatastrophen und außergewöhnliche Wetterereignisse
Erdbeben, Tsunamis, Vulkanausbrüche, Erdrutsche, Tornados, Überschwemmungen, Waldbrände und andere unvorhersehbare Unwetterereignisse haben Anspruch auf Deckungsschutz durch die Richtlinie.
Vorhersehbare saisonale Wetterereignisse wie Hurrikane, Wirbelstürme und extreme Winterstürme in bestimmten Regionen sind nur dann durch diese Richtlinie abgedeckt, wenn sie ein anderes unter die Richtlinie fallendes Ereignis verursachen, das den Abschluss einer Reservierung verhindert. Zum Beispiel kann ein saisonaler Hurrikan unter diese Richtlinie fallen, der bei der überwiegenden Mehrheit der Haushalte in einer größeren Region oder Stadt längere Ausfälle bei öffentlichen Versorgungsunternehmen verursacht.
Weiter unten findest du eine detaillierte Liste der saisonalen Wetterereignisse, die nicht unter diese Richtlinie fallen, es sei denn, sie treffen mit einem anderen Ereignis zusammen, das unter diese Richtlinie fällt.
Deklarierte gesundheitliche Notlagen
Epidemien oder andere Notfälle im Bereich der öffentlichen Gesundheit, die von nationalen oder lokalen Regierungs- oder Aufsichtsbehörden bekanntgegeben wurden, haben Anspruch auf Deckungsschutz durch die Richtlinie.
Dazu gehören auch neue nationale oder lokale von der Regierung ausgerufene Pandemien. Nicht eingeschlossen ist eine Pandemie, die ein bekanntes Ereignis ist, wie z. B. COVID-19; im Falle eines bekannten Ereignisses gelten die normalen Stornobedingungen.
Kriege, Terroranschläge und andere Kampfhandlungen
Krieg, Terroranschläge, Aufstände, weiträumige politische Unruhen und andere Kampfhandlungen, die es für einen Gast unmöglich oder illegal machen, an einen Ort zu reisen, oder für einen Gastgeber, einen Gast unterzubringen, fallen unter diese Richtlinie.
Reisebeschränkungen der Regierung
Nationale oder lokale Reisebeschränkungen, die es für einen Gast unmöglich oder illegal machen, an einen Ort zu reisen, oder die es für einen Gastgeber unmöglich oder illegal machen, einen Gast unterzubringen, fallen unter diese Richtlinie.
Infrastruktur-Ausfälle und Reisebeschränkungen
Längere Ausfälle wichtiger öffentlicher Versorgungsleistungen für die meisten Haushalte in einer Region fallen unter diese Richtlinie. Dazu zählen Reiseunterbrechungen, die durch weitreichende Einschränkungen oder Ausfälle wichtiger Reiseinfrastrukturen verursacht werden, durch die es für den Gast unmöglich oder undurchführbar ist, das Reiseziel zu erreichen, wenn die Einschränkung oder der Ausfall auf ein anderes unter die Richtlinie fallendes Ereignis in der Nähe dieses Ortes zurückzuführen ist. Ein Beispiel dafür ist etwa ein Vulkanausbruch in der Nähe des Ortes, der dazu führt, dass die Flüge des Gastes gestrichen werden. (Rückerstattungen für stornierte Flüge unterliegen den Richtlinien der Fluggesellschaft und liegen in der Verantwortung des Gastes).
Änderungen der Pass- oder Visabestimmungen
Unerwartete behördliche Änderungen der Pass- oder Visabestimmungen, nachdem die Gäste ihren Aufenthalt bestätigt haben, fallen unter diese Richtlinie, vorausgesetzt, die Änderungen können nicht vor dem Reisedatum angemessen erfüllt werden und machen die Reise an diesen Ort für die Gäste illegal.
Was fällt nicht unter diese Richtlinie?
Ereignisse, die vor der Buchung eintreten
Ein anderweitig unter diese Richtlinie fallendes Ereignis, das vor der Buchung eingetreten ist, aber anschließend an Auswirkungen zugenommen hat (z. B. Überschwemmungen, die sich verschlimmern), ist nicht durch die Richtlinie abgedeckt.
Krankheiten, die in einer Region endemisch oder häufig sind
Jede Krankheit, die von den Gesundheitsbehörden in einer Region gemeldet wird, wie z.B. Malaria in Teilen Afrikas, gilt als bekanntes Ereignis. COVID-19 fällt nicht unter die Richtlinie, da es ein bekanntes Ereignis ist. Wenn ein unter die Richtlinie fallendes Ereignis zum Zeitpunkt der Buchung bekannt ist, fallen neue, unerwartete Aktualisierungen der diesbezüglichen Regierungsvorschriften nicht unter diese Richtlinie. Dazu gehören möglicherweise Quarantäneregelungen, PCR-Tests oder Pflichtimpfungen.
Lokale Demonstrationen oder lokale Unruhen
Demonstrationen oder zivile Unruhen, die die Gäste nicht daran hindern, ihre Unterkunft zu erreichen, oder einen Gastgeber daran hindern, einen Gast zu beherbergen, fallen nicht unter diese Richtlinie.
Unverbindliche Reisehinweise der Regierung
Staatliche Richtlinien, die keine Reisebeschränkungen vorsehen, fallen nicht unter diese Richtlinie. Reisebeschränkungen, die zum Zeitpunkt der Buchung noch nicht in Kraft waren, aber zu diesem Zeitpunkt vorhersehbar waren oder erwartet wurden, fallen ebenfalls nicht unter die Richtlinie.
Transportunterbrechungen, die nicht durch ein unter die Richtlinie fallendes Ereignis verursacht werden
Annullierte Flüge aufgrund von technischen Problemen oder Streiks der Beschäftigten, örtliche Straßensperrungen oder Unterbrechungen des Schiffs- oder Bahnfahrplans fallen nicht unter diese Richtlinie.
Veröffentlichte Änderungen der Pass- oder Visabestimmungen
Änderungen der Pass- oder Visabestimmungen, die zum Zeitpunkt der Reservierung bereits bekannt waren, aber erst nach der Bestätigung der Reservierung in Kraft treten, fallen nicht unter diese Richtlinie. Verlorene oder abgelaufene Pässe, Visa oder andere Reisedokumente und das Versäumnis, ein erforderliches Reisedokument vor der Buchung in angemessener Weise zu beschaffen, fallen nicht unter diese Richtlinie, unabhängig davon, ob diese Anforderungen zum Zeitpunkt der Buchung zu erwarten waren oder nicht.
Die persönlichen Umstände der Gäste
Eine Änderung der eigenen Lebensumstände oder Präferenzen der Gäste, wie z. B. Krankheit oder Verletzungen, behördliche Verpflichtungen wie Geschworenenpflichten oder Militärdienst oder die Stornierung/Verschiebung einer Veranstaltung, zu der diese anreisen wollten, fällt nicht unter diese Richtlinie.
Saisonale Wetterereignisse
Vorhersehbare saisonale Wetterereignisse, die kein anderes unter die Richtlinie fallendes Ereignis verursachen, fallen nicht unter diese Richtlinie. Dazu gehören zum Beispiel Hurrikane während der Hurrikansaison an der Atlantikküste oder Winterstürme in der nördlichen Hemisphäre. Nachfolgend findest du konkrete Beispiele für saisonale Wetterereignisse, die nicht unter diese Richtlinie fallen.
Golf von Mexiko und Karibik Wetterereignis: Tropischer Sturm, Taifun, Wirbelsturm oder Hurrikan Saison: Juni‐November Betroffene Regionen: Anguilla, Antigua und Barbuda, Bahamas, Barbados, Belize, Britische Jungferninseln, Kaimaninseln, Kolumbien, Kuba, Dominica, Dominikanische Republik, Grenada, Guadeloupe, Haiti, Honduras, Jamaika, Martinique, Mexiko, Montserrat, Nicaragua, Puerto Rico, Saba, Saint Barthelemy, Saint-Martin, Sint Eustatius, Sint Maarten, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, USA (Alabama, Florida, Louisiana, Mississippi und Texas), Amerikanische Jungferninseln, Venezuela
Nordatlantik Wetterereignisse: Tropischer Sturm, Taifun, Wirbelsturm oder Hurrikan Saison: Juni–November Betroffene Regionen: Delaware, Florida, Georgia, Maryland, New Jersey, New York, North Carolina, South Carolina, Virginia Östlicher Pazifik Wetterereignisse: Tropischer Sturm, Taifun, Wirbelsturm oder Hurrikan Saison: Mai–November Betroffene Regionen: Mexiko, Guatemala, Hawaii Westlicher Pazifik Wetterereignisse: Tropischer Sturm, Taifun, Wirbelsturm oder Hurrikan Saison: Mai–November Betroffene Regionen: Hongkong, Macau, Taiwan, Japan, Philippinen, Südkorea, China, Vietnam Indischer Ozean Wetterereignisse: Tropischer Sturm, Taifun, Wirbelsturm oder Hurrikan Saison: April–Juni; Oktober–Dezember Betroffene Regionen: Bangladesch, Küstenregionen von Indien, Madagaskar, Mauritius, Mosambik, Myanmar, Pakistan, Sri Lanka, La Réunion, Thailand Südpazifik Wetterereignisse: Tropischer Sturm, Taifun, Wirbelsturm oder Hurrikan Saison: November–April Betroffene Regionen: Amerikanisch-Samoa, Australien (Northern Territory, Queensland, Westaustralien), Fidschi, Neukaledonien, Neuseeland (Nordinsel), Samoa, Salomonen, Tonga, Vanuatu Nördliche Hemisphäre Wetterereignisse: Winterstürme Saison: Dezember–Februar Betroffene Regionen: Nordamerika: Große Teile der USA (Alaska, Arizona, Arkansas, Kalifornien, Colorado, Connecticut, Delaware, D.C, Idaho, Indiana, Illinois, Kansas, Kentucky, Maine, Maryland, Massachusetts, Michigan, Minnesota, Missouri, Montana, Nebraska, Nevada, New Hampshire, New Jersey, New Mexico, New York, North Carolina, North Dakota, Ohio, Oklahoma, Oregon, Pennsylvania, Tennessee, Texas, Utah, Vermont, Virginia, Washington, West Virginia, Wisconsin, Wyoming), Kanada Europa & Zentralasien: Afghanistan, Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Grönland, Irland, Island, Italien, Kasachstan, Niederlande, Norwegen, Österreich, Pakistan, Polen, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Tschechien, Türkei, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Ukraine Japan: Chūbu, Chūgoku, Hokkaidō, Kansai, Kantō, Koshinetsu, Kyūshū, Shikoku, Tōhoku Restliches Asien: Indien (nördliche Staaten wie Jammu und Kaschmir, Himachal Pradesh und Uttarakhand), Mongolei, Nepal Südliche Hemisphäre Wetterereignisse: Winterstürme Saison: Juni–September Betroffene Regionen: Argentinien, Chile und Neuseeland (zentrales Gebiet der Nordinsel, Süden und Osten der Südinsel und bergige Gebiete)
Durchsetzung
Wenn die Richtlinie aktiviert wurde, müssen Gastgeber Gästen die Kosten für Reservierungen erstatten, die aufgrund von unvorhersehbaren Umständen storniert wurden, die unter diese Richtlinie fallen. Dies gilt unabhängig von den Stornierungsbedingungen der Unterkunft. Gastgeber, die Gästen für unter diese Richtlinie fallende Buchungen keine Erstattung gewähren, müssen mit Konsequenzen für den Marktplatz rechnen, wie z. B. Sperrung oder Gebühren.
Wenn ein Ereignis nicht unter die Richtlinie fällt, gelten die Stornobedingungen der jeweiligen Reservierung.
Was kannst du tun, wenn du betroffen bist?
Gäste sollten sich an ihren Gastgeber wenden, wenn sie ihre Reservierung aufgrund eines unter die Richtlinie fallenden Ereignisses nicht abschließen können, und um eine Rückerstattung bitten. Wenn du Probleme hast, die Rückerstattung zu erhalten oder wenn die Richtlinie vom Gastgeber nicht eingehalten wird, wende dich an den FeWo-direkt-Kundenservice.
Gastgeber sollten sich mit den Gästen in Verbindung setzen, wenn sie die Reservierung aufgrund eines unter die Richtlinie fallenden Ereignisses nicht abschließen können, und eine Rückerstattung initiieren. Wenn du deine Gäste nicht erreichen kannst oder andere Fragen hast, wende dich an den Partner Support von FeWo-direkt.
Bitte beachte: Bestimmte Elemente dieser Richtlinie, wie z. B. das Rückerstattungsverfahren, können den lokalen behördlichen Anforderungen unterliegen.
Siehe
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