Dresden

Sachsens Kulturhauptstadt erleben



Detlef PlasierDetlef Plaisier
FeWo-direkt Reiseexperte

 

Dresden entdecken: Hochkultur und Kreativität

Dresden ist die Hochburg für Kunst und Kultur in Sachsen. Mit weltbekannten Bauwerken wie der Frauenkirche, dem Theaterplatz mit Semperoper, Zwinger und der altstädtischen Hauptwache zieht die sächsische Landeshauptstadt zahlreiche Besucher aus aller Welt an. Dresden hat zudem eine lebhafte Szene, die sich jenseits der Touristenattraktionen entwickelt. Besuchen Sie die kleinen, innovativen und ausgesprochen kreativen Parallelwelten der Metropole Dresden.

Kunst und Kultur abseits der großen Bühnen

Das Alte Wettbüro in der Antonstraße 8 ist irgendwie alles: Gartencafé und Snackbar mit gesunder und origineller Küche, Tanzschuppen und Schallplattenladen, außergewöhnlicher Ausstellungsraum und Ort für Live-Konzerte aller Art. An jedem Abend der Woche legen DJs auf oder es spielen mehr oder weniger bekannte Bands. Dresdener Künstler präsentieren Videoinstallationen, Skulpturen oder Bilder. Das Publikum ist bunt gemischt: Szeneleute, Kunstinteressierte und Musikfans aller Altersklassen treffen sich hier. Wenn Sie für den Besuch des Alten Wettbüros trendige und individuelle Kleidung suchen: Die Nikkifaktur in der Lößnitzstraße 14 fertigt T-Shirts und Sweatshirts als Einzelstücke und Kleinstauflagen an. Das Haus 7 des schönen alten Gewerbehofes ist Sitz der Nikkifaktur mit Produktion und Verkaufsräumen für Shirts von Dresdener Designern. Zu Textildruckworkshops, zu Lesungen und Konzerten, Ausstellungen und Modenschauen sind Sie herzlich eingeladen.

Moderne Kunst hinter alten Gemäuern

Ein Kunsterlebnis der ganz besonderen Art erwartet Sie im Asisi Panometer im denkmalgeschützten Gasometer in der Gasanstaltstraße 8b. Der persische Architekt, Zeichner und Maler Yadegar Asisi erstellt mit unterschiedlichen Techniken riesige Panoramabilder. Diese druckt er auf rund 100 Meter mal 30 Meter große Stoffbahnen, die er im 360-Grad-Rund des Gasometers in Szene setzt. Bisherige Themen waren unter anderem Leipzig zur Völkerschlacht 1813, Rom um 312 und Dresden um 1756. Geplant sind für die nahe Zukunft Panoramen rund um die Titanic, um das Great Barrier Reef sowie Ground Zero. Der Detailreichtum der Bilder, ihre Tiefe und Klarheit erstaunen immer wieder.

Der Lipsiusbau, wie das Ensemble der Kunstakademie zu Dresden eigentlich heißt, ist gleich doppelt sehenswert. Der Bau an der Brühlschen Terrasse ist ein Paradebeispiel für die Stilepochen des Manierismus, Neobarocks und der Neorenaissance mit einer überaus kunstvoll verzierten Fassade. Bei Sanierungen und Restaurierungen ging die Stadt äußerst sensibel vor. Deswegen sind auch Spuren von Zeit und Kriegen nach wie vor sichtbar. Außerdem dient die Kunsthalle im Lipsiusbau als Ausstellungsraum für zeitgenössische Fotografen. Der Kontrast zwischen geschichtsträchtigem Bau und moderner Bildkunst könnte eindrucksvoller nicht sein. Erstaunliche, überraschende und unvergessliche Eindrücke vermittelt Ihnen auch das Deutsche Hygienemuseum.

Vergnügliche Reise durch den Menschen und seine Eigenheiten

Ein Geheimtipp ist das Deutsche Hygienemuseum am Lingnerplatz 1 nicht. Sie werden jedoch zahlreichen Geheimnissen des menschlichen Körpers und Verhaltens auf die Spur kommen. In sieben Themenbereichen erfahren Sie auf spannende, verständliche und oft humorvolle Weise, warum wir so handeln, wie wir handeln. Zusammenhänge von Umwelt und Mensch, Ernährung und Hirnleistung sowie Menschenbilder aus Sicht der Wissenschaft sorgen für viele Aha-Effekte. Sie lernen Ihren Körper besser kennen und seine Funktionen verstehen. Vor allem für Familien mit Kindern ist das Hygienemuseum ein ideales Ziel für einen Tagesausflug. Kinder zwischen vier und zwölf Jahren haben im Kindermuseum unglaublich viel Spaß, mit allen Sinnen neue Welten zu entdecken.