Skifahren in der Tiroler Zugspitz Arena

Knappe 90 Minuten märchenhafte Autofahrt von München entfernt liegt die Tiroler Zugspitz Arena. Um hierher zu kommen, fahre ich zunächst durch ein tiefes, verstecktes Tal, das wie aus einem Sagenbuch entsprungen scheint – genannt: „Niemandsland“. Im Skigebiet Ehrwalder Alm angekommen, geht es anfängerfreundlich und familiär, aber gleichzeitig abwechslungsreich zu. Vor wenigen Jahren habe ich hier Skifahren beziehungsweise Snowboarden gelernt und fühle mich gewissermaßen mit dem Skigebiet verbunden. Aber auch heute, als Fortgeschrittene, komme ich gern für ein Wochenende hierher. Was mir besonders gefällt, wo ich gern zum Mittag einkehre und wie ich meine Abende verbringe, erfahrt ihr im Text.


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Meine Lieblingsabfahrt:

Ich fahre Skipisten am liebsten ganz entspannt und ohne Stress hinunter – vielleicht, weil ich oft und gern mit meinen Freunden blödele. Vor allem genieße ich beim Fahren aber die Aussicht und die Natur um mich herum. Steile schwarze Pisten und wirre Pistenführungen kann ich da gar nicht gebrauchen. Von der Ehrwalder Alm in Tirol aus warten dagegen überschaubare 30 Pistenkilometer auf mich – zwei Drittel davon sind blaue Pisten, was mir also sehr gelegen kommt. Wenn ich hierher komme, dann schätze ich die Gelassenheit im gesamten Skigebiet. Besonders gern fahre ich die blaue Piste 3, da das vermutlich die breiteste Piste im Skigebiet ist.


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Mein Lieblingslift:

Fast schon anmutig finde ich die Fahrt mit dem Issentalkopf-Lift. Sie dauert etwas länger (dank Sitzheizung sehr angenehm!), führt mitten durch die Natur und ist damit wunderschön ruhig. An der Bergstation auf 1.925 Metern angekommen, steige ich so weit oben aus, dass ich jedes Mal kurz überlegen muss, ob ich noch im gleichen Skigebiet bin wie beim Einstieg in den Lift. Die Sicht ist gleich eine ganz andere! Außerdem fahre ich jedes Mal gern mit dem Sechsersesselbahn Ganghofer Blitz. Auf dem Weg nach oben konnte ich schon Wildschweine auf ihrer Weide im Wald beobachten.


Meine Lieblingshütte zum Einkehren:

Zum Mittag fahre ich am liebsten in die – wie sollte die Hütte auch anders heißen? – Ehrwalder Alm im Zentrum des Skigebiets. Obwohl fast alle Pisten im Laufe der Strecke an ihr vorbeiführen und sie nicht die allergrößte ist, habe ich bislang immer ein Plätzchen gefunden. Besonders gern setze ich mich auf die kleine Bank im Eck an der Bar. Hier klappt es mit der Bestellung am schnellsten. Zu empfehlen: eine würzige Griesknödelsuppe mit obligatorischem Germknödel als Nachtisch! Lollis gibt es zur Mahlzeit für jeden dazu – egal, ob jung oder etwas älter.


Der Funpark:

Klein, aber oho! So kann man die Ehrwalder Alm gut und gerne nennen. Denn sogar einen Snowpark gibt es. Auch mir als fortgeschrittener Fahrerin wird hier nicht langweilig. Tatsächlich sind mir einige der Sprünge immer noch zu hoch. Solange ich die also nicht geschafft habe, ist das Skigebiet nicht komplett erobert!


Tolle Aussichten:

Das Skigebiet Ehrwalder Alm liegt nicht in atemberaubender Höhe und besticht daher nur bedingt mit „Aussichten-so-weit-das-Auge-reicht“. Dafür ist die Lage umso gemütlicher. Denn die Berge erscheinen mir ungewöhnlich nah. Faszinierend ist vor allem die Fahrt am Feld des Wettersteingebirges vorbei, das wie eine riesige Felswand direkt neben der Piste aus dem Boden emporragt. Wer auf tolle Aussichten beim Skifahren nicht verzichten möchte, fährt für die zweite Hälfte des Tages mit dem Gratis-Skibus ins Skigebiet Grubigstein/Lermoos, das im Skipass inklusive ist. Von dort aus hat man aus der Wolfratshauser Hütte hinaus einen fantastischen Blick auf die Zugspitze.


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Das Highlight der Tiroler Zugspitz Arena:

Die Tiroler Zugspitz Arena liegt auf der österreichischen Seite der Zugspitze. Klar also für mich, dass ich meinen Trip mit einem Besuch auf der Zugspitze – Deutschlands größtem Berg – verbinde. Mein Ausflug gestaltet sich unkompliziert: Ich steige in eine große Gondel, genieße eine Fahrt mit toller Aussicht (unbedingt am Fenster stehen!) und schon lande ich ohne jeglichen Kletter- oder Wanderaufwand auf 2.962 Metern. Ich befinde mich nun an der deutsch-österreichischen Grenze. Von hier aus kann ich kilometerweit schauen. Ein grenzenloses, aber vor allem unbeschreibliches Gefühl! Weil es extrem kalt und windig hier oben ist, bin ich froh, noch meine Skikleidung zu tragen. Im Inneren der Bergstation erwartet mich zum Aufwärmen ein interessantes Museum mit vielen Bildern vom Bau der Seilbahn. Ungläubig stellt sich mir die Frage: Wie war das 1926 nur schon möglich?


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Mein Lieblingsabend:

Mein persönliches Highlight im Skigebiet der Ehrwalder Alm ist das Nachtrodeln, das jeden Dienstag- und Freitagabend stattfindet. Anders als in anderen Skigebieten, die ich kenne, rodelt man nicht auf einem Forstweg neben der Piste (und wird dabei viel zu schnell für die engen Kurven), sondern ganz entspannt auf der Skipiste! Ohne Skifahrer, versteht sich – dafür aber mit viel Schnee, ganz viel Platz und noch mehr Spaß. Wie oft bin ich schon auf Forstwegen gerodelt, die entweder zugeeist und damit ziemlich gefährlich oder so matschig waren, dass mein Schlitten keinen Meter von selbst gefahren ist? Nicht sehr lustig! Ganze drei Kilometer ist die Rodel-Talabfahrt lang. Vor der dritten und letzten Runde kehre ich noch auf ein Abendessen ins Tirolerhaus ein. Livemusik gibt es gratis dazu!


Links:


Skigebiet Tiroler Zugspitz Arena:http://www.zugspitzarena.com/de

Weitere Informationen zum Nachtrodeln:http://www.zugspitzarena.com/de/urlaubsthemen/noch-mehr-winter/rodeln

Informationen zu den Preisen:http://www.zugspitzarena.com/de/urlaubsthemen/ski-board/skipasspreise

Hier geht es zu meinem Beitrag über die Ehrwalder Alm auf Lilies Diary:http://www.lilies-diary.com/snowboarden-in-tirol/

 

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