Skifahren im Zillertal

Mitten im Zillertal hat ein Skigebiet mein Herz besonders erobert: das Skigebiet Mayrhofen – mit Pisten für alle Interessen und Leistungsstufen. Hier traue sogar ich mich zum ersten Mal, mich so richtig in einem Funpark auszutoben. Kommt mit, wenn ich erzähle, wo ich mittags den besten Kaiserschmarrn esse, welche Piste ich am liebsten mag und warum ich mich abends in einem wahren Märchen befinde.


Der Morgen im Skigebiet Mayrhofen: Warmfahren am familiären Ahornberg

Zum Warmfahren geht es für mich direkt auf eine meiner Lieblingspisten in Mayrhofen: die Talabfahrt am Ahornberg. Hier gibt es alle Schwierigkeitsstufen und zwischendrin genieße ich bei ein paar Pausen die Aussicht ins Tal. In diesem Teil des Skigebiets, dem so genannten „Genießerberg“, ist es ruhiger und familiärer als am großen Hang nebenan, dem „Actionberg“ Penken. Dort warten später noch ein riesiger Funpark und die steilste Abfahrt Österreichs auf mich. Die Gondel hoch zum Ahornberg ist übrigens die größte Seilbahn des Landes.


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Der Vormittag im Skigebiet Mayrhofen: Austoben in einem der größten Funparks

Jetzt, nachdem ich ein paar Übungen hinter mir habe, beispielsweise Kreisel fahren und kleine Sprünge mitnehmen, fühle ich mich sicher auf dem Brett und traue mich in das große Skigebiet. Zu Fuß spaziere ich zur Penkenbahn, mit der es noch einmal abenteuerlich wird, denn die Gondel fährt supersteil über ein ganz tief liegendes Tal. Wer nicht schwindelfrei ist und quasi senkrecht fahren möchte, ist in fünf Minuten mit dem Auto bei der (humaneren) Horbergbahn. Über ein paar tolle Pisten finde ich schnell meinen Weg zum Vans Penken Park, einem der größten Funparks in Österreich. Er ist nicht nur einer der größten und imposantesten Parks, sondern hat auch eines der besten Anfängergebiete abgesteckt. Hier übe ich meine ersten Sprünge auf Hindernissen und Kamelhügeln und fühle mich zum ersten Mal richtig wohl dabei – denn hier guckt keiner schief. Wir alle sind Anfänger und wir alle freuen uns über jeden kleinen Erfolg!


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Der Mittag im Skigebiet Mayrhofen: Mittag mit Aussicht auf der Grillhofalm

Stundenlang fahre ich nur noch einen Lift: den kleinen Schlepper hoch zum Anfänger-Snowpark. Am Ende der Strecke treffen sich der große und der kleine Funpark wie auch einige andere Pisten an der Grillhofalm, wo ich mittags einkehre. Hier tobt das Leben: Die Leute liegen auf Sitzsäcken und Sofas oder sitzen gesellig am Biertisch. Auch ich werde sofort angequatscht und komme nett ins Plaudern. Dabei schaue ich den Profis im Funpark zu, die gerade für ihren morgigen Wettbewerb üben. Auch auf die Harakiri hat man von hier aus einen prima Blick: mit 78 Prozent Steigung ist sie die steilste Piste Österreichs.


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Der Nachmittag im Skigebiet Mayrhofen: Die Red7 fahren

Genug Parkfahren für heute! Es geht auf meine Lieblingspiste in Mayrhofen – also auf die, die auf meiner Favoritenliste noch vor der Talabfahrt vom Morgen steht: die Red7. Das ist die rote Piste Nummer 10 auf dem Pistenplan, die früher mal die Nummer 7 trug und heute noch so genannt wird. Man sagt, unter Locals und Profis sei sie so beliebt, dass sich Leute sogar entsprechende Tattoos stechen lassen. Auch wenn es für mich kein Tattoo gibt – nachvollziehen kann ich die Vorliebe schon. Die Abfahrt ist schön lang, breit, extrem variantenreich und man hat stellenweise einen tollen Blick auf das Skigebiet und die Harakiri.


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Der Abend im Skigebiet Mayrhofen: Hüttengaudi beim Klausner auf der Tristenbach-Alm

Nach so viel Sport am Tag darf abends auch richtig geschlemmt werden. Dazu fahre ich auf die Tristenbach-Alm vom Klausner. Hier gibt es richtig gutes traditionelles Essen, das – wie es sich für traditionelle Küche gehört – schön fettig ist. Der Klausner ist ein echter Einsiedler, der ganz allein mit seinem Hund am Ende eines Forstweges mitten im Wald wohnt. Auf der Hinfahrt denke ich schon, wir hätten uns verfahren, so lange sind wir abseits der Straße unterwegs. Anders als man sich einen Einsiedler vorstellt, kann der Klausner aber sprudeln wie ein Wasserfall – und dabei kommen die verrücktesten Geschichten raus. Seine Hütte hat er selbst auf Vordermann gebracht und dabei richtig urig und hübsch dekoriert. Da kommt sogar die alte Buxe vom Opa zum Einsatz! Auch wenn der Trennungsschmerz groß ist – zurück in die Zivilisation geht es zu später Stunde nicht mit dem Auto, sondern stilecht mit dem Schlitten. Dafür macht uns der Klausner für den Weg extra das Licht an. Unten angekommen dürfen wir die Schlitten einfach stehen lassen, er holt sie am nächsten Tag wieder ab. Und ich? Ich fühle mich, als wäre ich gerade in ein Märchenbuch eingetaucht und jetzt zurück im wahren Leben. Das glaubt uns ja keiner, wo wir gerade waren!


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Tag zwei im Skigebiet Mayrhofen: Ausflug nach Hintertux

Mit einem Tag ist es im Zillertal aber nicht getan! Denn ein weiteres Highlight ist für mich der Ausflug auf den Hintertuxer Gletscher. Hier genieße ich auf der Panoramaterrasse (in 3.250 Metern Höhe!) das vermutlich schönste Bergpanorama Österreichs – zumindest, soweit ich es bisher behaupten kann. Danach geht es knapp 30 Meter unter die Erde in eine riesige Gletscherhöhle mit unzählig vielen verschiedenen Räumen, Gängen und Tunneln. Sogar auf einen echten See stoße ich dabei.


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Links:

Mein Besuch im Natur Eis Palast am Hintertuxer Gletscher im Detail auf Lilies Diary:
http://www.lilies-diary.com/natur-eis-palast/

Der Natur Eis Palast:
http://www.hintertuxergletscher.at/de/erlebnis/natur-eis-palast.html

Mein Beitrag über das Skigebiet Mayrhofen auf Lilies Diary:
http://www.lilies-diary.com/skigebiet-mayrhofen/

Der Pistenplan vom Skigebiet Mayrhofen:
http://www.mayrhofner-bergbahnen.com/de/mayrhofen-skigebiet

Vans Penken Funpark:
http://www.mayrhofner-bergbahnen.com/de/highlights/vans-penken-park