Skifahren auf den fünf Tiroler Gletschern

Ich liebe den Wintersport! Um ihn bestmöglich auszunutzen, bin ich bereits ab Oktober in den Bergen. Da mag im Tal noch kein Schnee liegen – auf den Gletschern dafür aber umso mehr. Auf über 3.000 Metern finde ich nicht nur Schnee en masse, sondern bin auch so hoch über den Wolken, dass meist die Sonne scheint. Dann genieße ich eine atemberaubende Aussicht auf fantastische Bergpanoramen und sehe bis zum Horizont nur Gipfel. Ob also in der Neben- oder Hauptsaison: Gletscherskigebiete sind fantastisch!


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Damit ihr einschätzen könnt, welche der fünf Tiroler Gletscher etwas für euch sind, zeige ich euch hier meine besonderen Highlights. Alle sind von München aus in zwei bis drei Stunden Autofahrt erreicht – von Innsbruck aus entsprechend kürzer.

 


Stubai: Gute Laune und Berge, soweit das Auge reicht

Stubai ist das größte Gletscherskigebiet Österreichs. Bereits in der Gondel beginnt das Aben-teuer Ausblick. Oben angekommen hat man dann ein atemberaubendes Bergpanorama in allen Richtungen, während es bei den anderen Gletscherskigebieten oft auf eine oder zwei Him-melsrichtungen begrenzt ist. Die Pistenaufteilungen sind in Stubai so, dass ich prima trennen kann, ob ich heute eher im Flachen oder im Steilen fahren möchte.
Zum Mittagessen gehe ich meist ins Restaurant Jochdohle, von wo aus ich aus 3.200 Höhen-metern den Profis im Funpark bei ihren spektakulären Sprüngen zuschaue.
Müsste ich mich für einen der fünf Gletscher entscheiden, wäre Stubai wohl mein Lieblings-gletscher.

Pistenkilometer: insgesamt 104 Kilometer


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Hintertux: Ganzjahresskigebiet und Lieblingsfoto-Spot

In Hintertux kommt jeder Fahrer 365 Tage im Jahr auf seine Kosten, da es hier zwölf Monate im Jahr alles von allem gibt. Mein erster Anlaufpunkt am Hintertuxer Gletscher ist stets die Panoramaterrasse auf 3.250 Höhenmetern, von wo aus ich regelmäßig mein Lieblingsfoto der Saison schieße: Das Bergpanorama ist einfach umwerfend und schier unendlich! Zum Mittag-essen kehre ich in das vermutlich Gemütlichste aller Gletscherrestaurants ein: das Tuxer Fer-nerhaus. Bei gutem Wetter geht es danach für ein Nickerchen auf die Sonnenterrasse.
Wer dann noch Zeit hat, sollte unbedingt mal einen Blick in den Natur Eis Palast werfen – ei-ne riesige, zufällig entdeckte Gletscherhöhle, in der sich 25 Meter unter der Piste sogar ein kleiner See befindet. Darauf bin ich sogar schon Boot gefahren!

Pistenkilometer: insgesamt 51 Kilometer


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Sölden: Breite Pisten und weite Aussichten

Der Gletscher in Sölden zeichnet sich durch viele flache, besonders breite Pisten aus, bei de-nen bei mir richtig Fahrspaß aufkommt. Auch mit wunderschönen Aussichten spart Sölden nicht: Bei jeder Liftstation halte ich vor der Abfahrt inne und möchte am liebsten schon wie-der die Kamera rausholen. Vermutlich habe ich am Ende des Tages genauso viel in die Ferne geschaut wie ich auf der Piste gefahren bin. Für Aussichts-Junkies wie mich hat Sölden au-ßerdem extra die BIG3-Aussichtsplattform errichtet und mehrere besondere Aussichtspunkte gekennzeichnet.
Mein weiteres Highlight in Sölden ist ein Skitunnel, der die Schattenseite des Gletschers mit der Sonnenseite verbindet und so für maximal kurze Wege sorgt. Alljährlich findet hier der Skiweltcup statt, auf dessen Piste man selbst auch fahren kann.

Pistenkilometer: insgesamt 34,5 Kilometer


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Kaunertal: Lieblings-Talabfahrt und familiäres Feeling

Der Kaunertaler Gletscher ist das kleinste der fünf Skigebiete und brilliert erstmals nicht durch atemberaubende Aussichten. Dennoch hat er einen Platz in meiner Favoritenliste – dank einer variantenreichen und aufregenden Abfahrt von ganz oben am Berg auf 3.260 Höhenme-tern bis runter zum Parkplatz einen ganzen Höhenkilometer weiter unten. Bei frischem Schnee gibt es hier außerdem tolle Hänge für erste Versuche im Powder.
Sehr empfehlenswert ist der Weg zum Kaunertaler Gletscher selbst: eine romantische Fahrt ins tiefste Hinterland, wie sie uriger wohl nicht sein könnte! Klein, aber oho ist hier wirklich Programm.

Pistenkilometer: insgesamt 32,5 Kilometer


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Pitztal: Abwechslungsreich mit der höchsten Konditorei Österreichs

Auch am Pitztaler Gletscher finde ich steilere Abfahrten neben flachen, bei denen ich mich gut aufs Carven konzentrieren kann. Als Süßspeisenliebhaber kann ich mir hier das Café 3440 nicht entgehen lassen: Während ich mir ein köstliches Stück Sachertorte einverleibe, genieße ich den Blick auf den höchsten Berg Österreichs. Das ist nichts Gewöhnliches, denn norma-lerweise gelingen in dieser Höhe wegen der dünnen Luft viele (Süß)Speisen nicht so gut wie unten im Tal. Diese Tücken konnte man im Café 3440 aber mit Liebe, Ruhe, vielen Versuchen und Tricks beheben. Eine großartige Kunst!

Pistenkilometer: insgesamt 40,6 Kilometer

Kurz gesagt: Jeder der Tiroler Gletscher ist eine Reise wert! Geöffnet haben die Gebiete meist von Ende September bis Mai. In den Herbstmonaten bieten die Gletscher außerdem häufig Gratis-Produkttests an, die ich jedem nur empfehlen kann: Man kann zum Beispiel Skier, Snowboards, Brillen und Helme stundenlang live vor Ort und unter echten Bedingungen tes-ten.
 

Links:

Mein Besuch im Natur Eis Palast auf Lilies Diary: http://www.lilies-diary.com/natur-eis-palast/

Die Highlights des Tiroler Gletschers auf Lilies Diary: http://www.lilies-diary.com/tiroler-gletscher/

Ein Tag im Skigebiet Sölden auf Fewo-direkt.de: https://www.fewo-direkt.de/info/unterkunft-buchen/urlaubstipps/reise-experten/gesa/skigebiet-soelden#.Vq8s3YTl7Sg

Seite des Gletschers in Stubai: www.stubaier-gletscher.com
Seite des Gletschers in Hintertux: www.hintertuxergletscher.at
Seite des Gletschers in Sölden: www.soelden.com/gletscher-skilauf
Seite des Gletschers im Kaunertal: www.kaunertaler-gletscher.at
Seite des Gletschers im Pitztal: www.pitztaler-gletscher.at/de
Seite des Natur Eis Palast in Hintertux: http://www.hintertuxergletscher.at/de/erlebnis/natur-eis-palast.html