Skifahren im Skigebiet Obertauern

Obertauern! Ein Skidorf in Österreich, das mich schon auf den ersten Blick verzaubert. Zumindest optisch. Denn wie ich so in das Dorf hineinfahre, hat es den Anschein, als würde ich in ein Bilderbuch eintauchen. Zum ersten Mal in meiner Skilaufbahn werde ich nicht von riesigen, überfüllten Parkplätzen und großen Gondelhallen, die zur Massenabfertigung bereitstehen, begrüßt. Stattdessen sehe ich links und rechts, entlang der Straße, schon die Skifahrer: Sie sind zum Greifen nah. Ich möchte rausspringen und losfahren! Erfahrt hier, wie mein Tag im Skigebiet Obertauern aussieht und warum Après-Ski in diesem Ort ganz groß geschrieben wird:


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Der Morgen im Skigebiet Obertauern – mit einem Katzensprung auf der Piste

Der Morgen im Skigebiet Obertauern – mit einem Katzensprung auf der Piste Eines der Highlights von Obertauern beginnt schon am Morgen: Ich brauche mich nicht zu stressen. Ich muss schließlich keinen Skibus erhaschen, der nur alle halbe Stunde fährt, und ich muss auch nicht darum bangen, auf dem Weg ins Skigebiet im Stau zu landen. Denn der Lift steht direkt vor der Tür. Auch gibt es keine Gondel, mit der ich erst 1.000 Meter höher ins Skigebiet fahren werden muss. Nein, die Skipisten liegen direkt hinter dem Haus!

Für mich ist die Nähe der Pisten zur Wohnung echter Luxus. Wie oft habe ich erst auf dem Berg gemerkt, dass ich etwas vergessen habe? Am schlimmsten war es, als ich ohne Geld für meinen geliebten Kaiserschmarrn am Mittag unterwegs war! In Obertauern kein Problem. Ich fahre einfach kurz auf Skiern an meiner Ferienwohnung vorbei. Weil die Pisten alle ins Dorf führen – das, genau genommen, nur aus einer großen Straße und ein paar Gassen besteht – ist hier eigentlich keine Unterkunft weit davon entfernt.


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Der Vormittag im Skigebiet Obertauern – eine Rundreise

Mein heutiges Ziel ist es, einmal um das Dorf zu fahren. Man kann sich das so vorstellen, dass Obertauern unten an der Spitze eines Trichters liegt: Die Pisten sind die Trichterwände. Meine Rundreise führt mich nacheinander auf die sieben höchsten Gipfel im Skigebiet. Ich fahre mit dem Lift hoch, auf Skiern runter ins Tal, mit dem nächsten Lift hoch und wieder auf Skiern runter ins Tal. Jede Abfahrt ist dabei eine andere. Am Ende schaue ich stolz und zufrieden auf den Hang, von dem aus ich in der Früh gestartet bin: Ich bin einmal um das ganze Dorf gefahren. Toll!

Das Praktische an diesem trichterförmigen Aufbau von Obertauern: Keiner geht verloren. Auch die Wege sind nicht weit. Es gibt doch nichts Schlimmeres im Skigebiet als ein „Wo bist du? (...) Was??? Da brauche ich ja ewig hin!“ am Telefon. In Obertauern muss ich nicht erst zehn Lifte fahren, um an einen bestimmten Punkt zu kommen. Ich treffe mich einfach im Tal, zum Beispiel an einer der vielen Hütten.


Der Mittag im Skigebiet Obertauern – Gröstl auf der Kringsalm

Mittags fahre ich auf die Kringsalm. Zu empfehlen ist die Tiroler Spezialität Gröstl: gebratene Kartoffeln mit Speck und einem Spiegelei darauf – schön würzig und genau das Richtige zur Stärkung am Mittag. Auch hier schätze ich wieder die kurzen Wege in Obertauern: Sarah, meine Freundin, die gestern beim Après-Ski etwas über die Stränge geschlagen hat, will heute zwar nicht Skifahren, auf die Kringsalm hinter dem Haus schafft sie es aber doch.


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Der Nachmittag im Skigebiet Obertauern – Extremsport Snowkiten

Für den Nachmittag habe ich etwas Verrücktes gebucht: einen Schnupperkurs im Snowkiten. Diesen Sport kenne ich bislang nur auf dem Meer und selbst dort habe ich nur zugeschaut. Bei meiner Schnupperstunde im Schnee bekomme ich noch kein Brett unter die Füße geschnallt – sonst würde ich vermutlich sofort wegfliegen –, denn schon zu Fuß kostet mich der Schirm einiges an Kraft, um auf dem Boden zu bleiben. Als die Stunde vorbei ist, habe ich den Schirm kein einziges Mal zu Boden gehen lassen! Talentiert nennt mich der Lehrer anerkennend.


Der Abend im Skigebiet Obertauern – das Après-Ski-Paradies

Wo Ski gefahren wird, gibt es auch Après-Ski! Nach dem Kiten kehren wir in eine von Obertauerns unzähligen Hütten ein. Damit gehen wir es zivilisiert an. Andere feiern schon seit den Mittagsstunden. Tatsächlich ist Obertauern das Mekka des Après-Ski. Es soll sogar Urlauber geben, die ausschließlich zum Partymachen in diesen Ort kommen und kein einziges Mal auf Skiern stehen. Verrückt!


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Fazit zum Skigebiet Obertauern

Aufgrund der Nähe zu den Liften, den kurzen Wegen und der ausgeprägten Hütten- und Après- Ski-Kultur in Obertauern, ernenne ich das Skigebiet zum idealen Ort für Gruppen- und Familienreisen. Hier kann ich gemütlich in den Tag starten oder am Abend mal die Après-Ski-Party ausnutzen, ohne gleich ein schlechtes Gewissen zu bekommen, wenn ich mal einen Tag nicht auf der Piste war. Und wer nicht auf Après-Ski steht, der geht einfach nicht hin.

Einziges Manko des Skigebiets: Die Skipisten sind durch viele flache Ziehwege verbunden. Als Snowboarder muss ich also oft abschnallen. Bei meinem nächsten Besuch werde ich daher Ski fahren.


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