Kreta mit dem Auto: 6 Tipps für die Insel

Diesen Sommer habe ich meinen bislang wohl eindrucksvollsten Urlaub erlebt. Ich war nicht in Mexiko, nicht auf den Malediven und auch nicht auf Hawaii – sondern auf Kreta. Warum mich die Insel so fasziniert hat? Weil sie so wahnsinnig vielseitig ist und eine atemberaubende Landschaft bietet. Im einen Augenblick dachte ich, ich wäre auf Island, im nächsten sah alles um mich herum aus wie in Tibet. Als ich dann am nächsten Tag dachte, ich sei in Afrika, habe ich begriffen, dass ich wohl einfach nur auf Kreta bin, der größten und großartigsten griechischen Insel im Mittelmeer.

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Wie ich Kreta von dieser wundervollen Seite kennengelernt habe? Ich bin jeden Tag mit dem Auto losgefahren! Ich habe mich von keinem Schotterweg abhalten lassen und bin die kurvigsten Serpentinen rauf und runter gedüst. Was ich hier gesehen habe, hat mich einfach nur sprachlos gemacht. Ich habe Ecken von Kreta kennengelernt, die der begnadetste Griechenlandurlauber noch nicht gesehen hat! Wie jeder normale Tourist habe ich am Anfang noch die schöne Blume am Straßenrand fotografiert oder habe die Aussicht vom Rastplatz genossen. Aber schon am ersten Nachmittag waren solche Bilder fast wieder vergessen – weggedrängt von lauten „Oh“- und „Ah“- Rufen und weggedrängt von lauter wunderschönen, ganz neuen Landschaftsaufnahmen auf meiner Kamera.

Damit alle das wahre Kreta (im wahrsten Sinne des Wortes) erfahren können, möchte ich hier ein paar Tipps geben, was man auf der griechischen Mittelmeerinsel unbedingt gesehen haben muss. Legt das Handtuch zusammen und gebt den Cocktail zurück, wir begeben uns auf einen Roadtrip!


Kreta mit dem Auto: 1. Die Lasithi-Hochebene ist ein Muss!

Meine Lieblingstour führt mich in nur wenigen Kilometern von der Küste ins Landesinnere. Zügig geht es serpentinenreiche Straßen hinauf, denn wir erklimmen einen schroffen Berg. Der Blick von oben auf die zurückgelegte Strecke mit dem Meer am Horizont lohnt sich. Noch viel mehr aber lohnt der Blick hinter diesen Berg. Denn hier tut sich die Lasithi-Hochebene vor mir auf und entlockt mir ein erstauntes „Woooooow!“. Nie und nimmer hätte ich auf Kreta mit so einer Aussicht gerechnet. Es würde mich nicht wundern, wenn im nächsten Augenblick ein Elefant um die Ecke getrottet käme, eine Giraffe durchs Bild stolzieren oder eine Löwin gemütlich im Schatten relaxen würde.

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Kreta mit dem Auto: 2. Wer suchet der findet... Schnee auf Kreta.

11 Uhr morgens auf Kreta und ich – Hauttyp 2 – creme mich bereits zum zweiten Mal für heute mit der LSF-50-Sonnencreme ein. Meine Freundin war schon vor dem Frühstück im Meer baden und auch insgesamt lässt sich sagen, dass dies ein besonders warmer Tag auf der Insel ist. Dennoch entdecken wir etwas, von dem wir nie geglaubt hätten, es gerade hier zu finden: Schnee! In Griechenland! Etwas fahl, aber klar und deutlich vor uns. Nämlich genau in der Mitte der Insel, im Idagebirge: auf dem Psiloritis-Massiv in 2.456 Metern Höhe. Wahnsinn!

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Kreta mit dem Auto: 3. Durch eine Felsschlucht fahren.

Ein echter Geheimtipp ist die Tripiti-Schlucht. Sie ist so versteckt, dass man beinahe die Schlucht vor lauter Felswand nicht sieht. Der Fels liegt schützend hinter dem weiten Tripiti-Strand an der Südküste Kretas. Genau dort, wo man glaubt, gar keinen Weg mehr zu wissen, schlängelt sich ein trockenes Flussbett seinen Weg durch die Felswand. Und dieser Weg ist tatsächlich breit genug, um mit dem Auto durchzufahren. Was man auch unbedingt sollte!

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Kreta mit dem Auto: 4. Fahr mit mir ans Ende Europas!

Mein Kreta-Roadtrip führt mich auch an den südöstlichsten Punkt Europas: Kato Zakros. Ausgrabungen zeigen, dass an diesem Ort die allererste Zivilisation Europa erreicht, sich niedergelassen und von hier den Rest des Kontinents besiedelt haben soll. Hätten sie doch bloß die tollen griechischen Tomaten mitgebracht! Denn hier im Ort gibt es wirklich fantastisches einheimisches Essen.

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Kreta mit dem Auto: 5. In griechischen Tavernen Essen.

Urlaub im Ferienhaus ist für mich Urlaub wie zu Hause. Das heißt, ich koche auch gern selbst. Auf Kreta sollte man aber unbedingt auch mal echt griechisch essen gehen! Zum Beispiel wie ich an der Strandpromenade von Kato Zakros in einer landestypischen Taverne. Bevor ich überhaupt das Hauptgericht bestellen kann, werde ich schon zur Vorspeise mit allen möglichen Leckereien betört. Alles schmeckt zehnmal intensiver und zum ersten Mal wird mir bewusst, dass Weinblätter wirklich Blätter vom Weinbaum sind! Wer in Deutschland gern griechisch essen geht, wird das Essen in Griechenland lieben!

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Kreta mit dem Auto: 6. Einen einsamen Strand suchen.

Meine Devise bei einem Roadtrip auf Kreta: Fahr bis zum Ende und noch weiter! Von Schotterwegen habe ich mich nicht aufhalten lassen. Denn nur, indem ich meinem Instinkt und einem holprigen Weg gefolgt bin, der irgendwie noch befahrbar war, bin ich an diesen wundervollen entlegenen Strand in der Lendas-Region gekommen, an dem ich ganz alleine war.


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Fazit:

Wer Urlaub auf Kreta macht, sollte die Insel unbedingt mit dem Auto erkunden. Denn erst so konnte sich mir die Insel von ihrer ganzen Schönheit und Vielfalt zeigen. Während der Fahrt habe ich am liebsten griechische Musik gehört, dazu habe ich das Fenster runtergekurbelt – so riecht man den Duft der Olivenbäume viel besser –, auf dem Sitz getanzt und den griechischen Omis zugewinkt. Es war ein toller Urlaub!

Beitrag auf Lilies-Diary.com: http://www.lilies-diary.com/roadtrip-auf-kreta/

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