Ferien in Dänemark!



Haus in Dänemark

Typisch Dänemark: Man ist noch keine 24 Stunden hier und schon fühlt es sich so an, als hätte man nie woanders sein sollen. Wir sind in Holstebro, einem kleinen Feriendorf im Nordwesten Dänemarks, direkt am Limfjord. Seit wir hier sind, hat sich Freude und Gelassenheit im Haus verbreitet: Allen ist ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht geschrieben. Und das, obwohl wir von München eine gefühlte Ewigkeit hierher gebraucht haben. Franzi und ich liegen im Bikini im Garten, blättern durch bunte Zeitschriften und lassen uns entspannt die Sonne auf den Rücken scheinen. Am Nachmittag wollen wir runter zum Strand baden gehen. Hinten im Garten spielen Lena und Max schon den ganzen Vormittag Beachball und die anderen Jungs sind gerade einkaufen - heute Abend wollen wir grillen. Die Terrasse ist auf jeden Fall groß genug für alle! Und Sina? Die ist seit gestern nur noch am Muscheln sammeln. Irgendwie fühlt es sich an, als wären wir in einem wundervollen Ferienlager gelandet. Neben einer guten Portion bodenständiger Entschleunigung, wie hier beschrieben, hat Dänemarks Norden aber noch viele mehr zu bieten:




Ferien in Dänemark: Auf in den Freizeitpark.

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Informiert hatten wir uns vorher nicht – gefunden haben wir sie trotzdem: Nach einem Freizeitpark muss man in Dänemark nicht lange suchen. Sie liegen einfach am Wegesrand. Für kleine Gäste findet man Streichelzoos, Ponyreiten oder Labyrinth-Parks. Für die Großen wilden Achterbahnfahrten, Bogenschießen oder Kartfahren. Weil ich so etwas von Deutschland gar nicht kenne, hat es mich am meisten gefreut, zufällig an Motocrossstrecken vorbei zu fahren. Beim dritten Mal etwa hatte meine Gruppe also keine Chance mehr. An der nächsten Kreuzung wendete ich das Auto und fuhr direkt zurück zur Bahn! Wir hatten Glück, denn auf der „Fredskovbanen“, auf der Straße nach Hirthals, fand sogar gerade ein Quadrennen statt. Zwar konnten wir somit nicht selbst fahren, anfeuern war aber fast genauso lustig!

Selbst am Meisten angetan scheinen die Dänen von Fußballgolf. Auch das begegnet einem an fast jeder zweiten Ecke. So auch direkt gegenüber von unserer Feriensiedlung. Was auf den ersten Blick aussieht, als hätte man es mit einem lebensgroßen Minigolfplatz zu tun, ist in Wahrheit ein Feld für Fußballgolf. Wie beim Minigolf muss man hier einen Fußball in möglichst wenig Zügen durch lustige Hindernisse bringen. Das können riesige Traktorreifen sein, Strohballenhindernisse, ein zweckentfremdetes Baurohr, oder eben am Ende: das letzte Loch. Für umgerechnet ca.13€ für Erwachsene bzw. 7€ für Kinder, kann man hier auf 2 verschiedenen Bahnen jeweils 18 Hindernisse durchlaufen. Das dauert je nach Albernheitsgrad etwa 2-4 Stunden. Fußballer, wie unserer Jungs sind bei diesem Spiel natürlich klar im Vorteil – uns Mädels dagegen missglückte fast jeder Ball. Mein Rat: alles mit Humor nehmen und nach jedem Schuss grundlos jubeln, dann wird es ein großartiges Erlebnis mit einer ordentlichen Portion Albernheit.




Ferien in Dänemark: Reiten am Meer - der Traum eines jeden Pferdenarrs.

Reiter am Strand

Mir als Pferdefreund ist Dänemark vor allem als Reitparadies im Kopf. Hufspuren im Sand, wehendes Haar im Wind, unbeschwerte Galoppaden entlang des rauschenden Meeres. Diesen Traum habe ich mir bei meinem Urlaub in Dänemark endlich erfüllt. Es war ein tolles Gefühl! Fast wie Schmetterlinge im Bauch. Zur Auswahl standen nach ein bisschen Recherche 3 Höfe in der Nähe, die Ausritte für Tagesgäste anboten. Der Isländerhof Saga Heste ganz im Norden in Hjørring hatte leider keinen Platz mehr, und das Isländergestüt Korreborg in Svankjaer warb lieber mit Ausritten im Wald, als mir mein heiß ersehntes Meer zu zeigen. Also fiel meine Wahl auf den Isländerhof Stutteri Vestkysten am Henne Strand, der zufällig von einer ausgewanderten Deutschen geführt wird. Der Hof bietet pro Tag mehrere Ausritte auf verschiedenen Niveaus an, die sich je nach Tempo und Dauer der Ausritte unterscheiden. Für mich sollte es natürlich die schnellste und längste Gruppe sein: drei Stunden für 380 Dänische Kronen, also 51 Euro. Bei meiner Ankunft standen die kinderlieben, kleinen und kompakten Isländer – wahre Gewichtsträger – schon geputzt und gesattelt zum Losreiten bereit. Mit zwei Betreuern ging es dann in einer Gruppe von acht Gästen aller Altersstufen durch Wald und Dünen weiter zum Strand. Nach etwa einer Stunde erreichten wir den weiten Sandstrand und ritten gleich zum Ufer vor. Kurz darauf erfüllte sich endlich mein Traum – wir galoppierten im gestreckten Galopp am Strand entlang.



Ferien in Dänemark: Vorhang auf und Bühne frei für den Wassersport.

Surfer am Strand

Obwohl ich selbst nicht kite, wollte ich bei meinem Besuch in Dänemark unbedingt auch an einen Strand fahren, an dem ich die bunten Schirme der Wassersportler beobachten kann. Nicht nur Kiter, sondern auch Winsdurfer und Wellenreiter kann man am besten in Klitmøller beobachten – oder selbst ausprobieren. Klitmøller wird auch „Cold Hawaii“ genannt.
 

Hier mehr über Klitmøller erfahren


Gruppe am Strand




Ferien in Dänemark: Im Winter wie im Sommer.

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Unser Haus am Meer war prädestiniert für Ferien im Sommer. Großer Garten, große Terrasse, Fußweg zum Meer. Aber genauso gut könnte man hier auch zu jeder anderen Jahreszeit herkommen. Ich denke nur an den Winter, wenn man es sich im Whirlpool und der Sauna gemütlich machen kann. Viele fahren sogar um die Weihnachtszeit in ein Häuschen nach Dänemark. Ich könnte mir das auch gut vorstellen. Vor allem, weil ich mich dann nach einem schönen Spaziergang am Meer direkt vor einen Kamin kuscheln könnte. Für Leuten wie mich, die einer rauen See, tief hängenden grauen Wolken und einer steifen Briese etwas abgewinnen können, ist das genau das richtige.

Unsere Gruppe ist im Sommer mit einigen Vorurteilen nach Dänemark gereist. Zum Beispiel auch damit, dass es in Dänemark nur Schmuddelwetter und Regen gäbe. Damit lagen wir aber mächtig falsch! Tatsächlich hat Dänemark sogar weniger (!) Regentage als Deutschland. Wenn es in Dänemark einmal regnet, dann sieht das eher so aus: strahlender Sonnenschein, bis sich der Himmel kurz schwarz zusammenzieht und es ganz plötzlich wie aus Eimern schüttet – ehe man sich versieht hat man alles ins trockene gebracht, es blitzt noch ein bisschen und donnert gewaltig, da hat es auch schon wieder aufgehört zu regnen und die Sonne strahlt so schön, dass der Boden binnen 20 Minuten wieder trocken ist.

Grillen in Dänemark




Ferien in Dänemark: Hier lebt man die Ferienhauskultur.

Menschen, die einmal in einem Ferienhaus in Dänemark waren, verbindet etwas! Das merke ich jetzt immer wieder. Alle anderen, mit denen ich mich nach meinem Urlaub über ein Ferienhaus in Dänemark unterhalten habe, die auch schon mal dort waren, kamen sofort wieder ins Schwärmen und wussten genau, was diesen Ort so besonders macht. Es ist diese zufriedene Gelassenheit, dieser Entschleunigung, die einen in Dänemark willkommen heißt. Gepaart mit einer perfekten Ferienhauskultur, wie ich sie sonst noch nirgendwo erlebt habe. In unserer Ferienhaussiedlung tummelten sich Touristen und einheimische Urlauber gleichermaßen. Der Ort liegt ein bisschen abgelegen vom nächsten Dorf, und doch so, dass man in 10 Minuten im nächsten Ort ist, falls man noch etwas braucht.

Im Ferienhausidyll sind die Kieswege kindsgerecht als Schrittfahrzone gekennzeichnet und jedes Haus hat einen eigenen Garten mit Grill. Es ist ein bisschen so, wie auf einem beschaulichen Campingplatz mit festen Häusern und großen Gärten. Nur, dass die Nachbarn weit genug weg sind, wenn man nicht gestört werden möchte. Ich fand es besonders toll, morgens – von der Sonne wachgekitzelt – aufzustehen, das Fenster zu öffnen und nebenan schon die Dänen an ihrem Haus werkeln zu sehen, während der kleine Nachbarsjunge gerade seine zwei großen Hunde spazieren führt. Und wenn jemand mit dem Auto vom Einkaufen zurückkommt, hört man ihn schon auf den Kiesweg einbiegen und kann ihm freudig entgegenlaufen. Mit dieser Feriensiedlung verbinde ich einfach eine ganz besonders geschützte Atmosphäre, in der sich alle sofort zu Hause fühlen.

Reiter am Strand




Von den Ferien in Dänemark lernen: Spiel, Spaß und Freunde.

Gruppe am Strand

Uns ist vor allem aufgefallen, wie gern Dänen ihre freie Zeit nutzen. Immer aktiv, draußen und gerne unter Freunden. Ich habe dabei immer das Bild von unseren werkelnden Nachbarn in Erinnerung oder den Familien am Surfstrand von Klitmøller. Vor allem fällt mir dann aber unser Besuch in Aalborg ein. Hier haben wir mitten in der Stadt einen sehr niedlichen Park entdeckt, an dem sich bis zum Abend scheinbar die halbe Stadt versammelt hatte und friedlich in Grüppchen den Sommerabend genießt. Es gibt sogar saubere Toilettenhäuschen vor Ort. Der Park heißt Jomfru Ane Park und liegt direkt an der Promenade des Limfjords. Von hier hat man Blick auf angelegte Kutter, aber auch auf das Aalborg Havnebad. Dies ist ein Freibad, dass direkt ins Wasser vom Limjford hineingelegt wurde. Der Sprungturm sieht dabei aus, wie ein Schiffsbug, das ins Becken ragt. Abenteuerlich!

Essen

Straße in Dänemark

In unseren Ferien in Dänemark haben wir vor allem kostbare Zeit miteinander verbracht - wir waren weiterhin viel am Haus, haben jeden Morgen auf der wunderschönen riesigen Terrasse vor dem Haus ausgiebig gefrühstückt, den Tag miteinander genossen und abends gegrillt. Lena und Max haben sogar noch ein kleines Beachballturnier im Garten organisiert und Sina und Jan sind regelmäßig am Strand entlang gejoggt. Es war ein toller Urlaub, der uns zusammengeschweißt hat, und den wir sicherlich wieder machen werden. Aber dann zwei Wochen! Schließlich gibt es noch so viel zu sehen in Dänemark.