Urlaub mit Hund – ein Roadtrip durch Italien



Wenn der Vierbeiner im Urlaub nicht dabei ist, dann fehlt einfach was. Das wird mir sicher jeder Hundebesitzer bestätigen. Leider kann ich meinen Boris nicht überallhin mitnehmen, weil er mit seinen 14 Kilo nicht als Handgepäck fliegen darf und ich ihm den Frachtraum nicht antun möchte. Wenn er also nicht dabei ist, stürze ich mich auf jeden Hund, der mir auf der Straße begegnet und streichle ihn – nur um ein bisschen Fell zwischen den Fingern zu haben.

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Mein Reiseverhalten hat sich aber auf jeden Fall geändert und ich versuche, Boris so oft wie möglich mitzunehmen. So auch auf meinen Roadtrip durch Italien: In zehn Tagen sind wir vom Gardasee über Ligurien und zurück nach Südtirol gefahren. Mein erster Roadtrip mit Hund und ich habe eine Menge gelernt.

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Vorbereitung ist das A und O

Einfach Koffer packen und losfahren? So einfach ist es nicht. Mit einer vierbeinigen Reisebegleitung muss man schon im Voraus etwas genauer planen. Was brauche ich alles? Wie lang ist die Route? Wo machen wir Pausen und wie finde ich hundefreundliche Unterkünfte? Was auf jeden Fall nie schadet: vorab der Besuch bei einem Tierarzt, der die Einreisebestimmungen in- und auswendig kennt. Für Italien ist es beispielsweise wichtig, einen blauen europäischen Impfpass mit dem Nachweis u. a. über eine gültige Tollwut- und Kombi-Impfung zu haben. Außerdem unabdingbar: ein gutes Mittel gegen Zecken. Ich habe mich für ein Spot-on-Produkt entschieden. Außerdem ist eine Reiseapotheke für den Hund zu empfehlen: etwas gegen Durchfall, Desinfektionsmittel, Verbandsmaterial sowie Augen- und Ohrentropfen.

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Mit dem Hund im Auto unterwegs

Auch hier gibt es einige Regeln, die man beachten sollte. Ich habe eine Schutzdecke im Auto, die an der vorderen Kopfstütze befestigt ist und verhindert, dass Boris in den Fußraum fällt, wenn ich doch mal stärker bremsen muss. Dazu habe ich ein extrabreites Geschirr inklusive Gurt, das ich ihm anlege. Natürlich kann man auch eine Transportbox nehmen, ein Trennnetz oder -gitter für den Laderaum oder einen „Doggy Safe“. Das hängt in erster Linie vom Hund ab und davon, was er mag.

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Während der Fahrt lege ich alle drei bis vier Stunden eine Pinkelpause ein, gebe Boris frisches Wasser, führe ihn spazieren und gönne ihm ein kleines Nickerchen. Er ist ein Hund, der die ganze Zeit aufpasst, dass nichts passiert. Weil er deshalb nicht schläft, ist er schnell todmüde.

Mein Trick: Ich sprühe auf seine Schlafdecke, die ich auf die Schutzdecke lege, immer etwas Hunde-Lavendelöl – das wirkt beruhigend.

Suedtirol mit Hund




Nicht vergessen: die Hunde Packliste

Auch für den Hund sollte man vorab eine Packliste anlegen. Was man auf keinen Fall vergessen sollte:


Impfpass, Grenzpapiere, Einreisebestimmungen

Versicherungsnummer, Anschrift der Haftpflicht

Adressschild am Halsband

Transportkorb

Leine, Maulkorb

Medikamente

Kotbeutel

Bürste/Kamm

Körbchen, Decke, Hundehandtuch

Spielzeug

Futter (und Dosenöffner)

Leckerlis, Kauknochen


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Wenn ich mit ihm unterwegs bin, gebe ich Boris meistens nur Trockenfutter. Es ist mir schon mehrfach passiert, dass das Dosenfutter schlecht geworden ist, weil ich es nicht richtig kühlen konnte. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, vor Ort Futter zu kaufen.

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Oder doch lieber mit dem Zug?

Wenn man weitere Strecken mit dem Zug fährt, sollte man sich vorab informieren, welche Regeln gelten, sowohl im In- als auch im Ausland. In Deutschland braucht jeder Hund einen Extra-Fahrschein, wenn er nicht in einer Box mitreist. Da ich mit Boris viel Bahn fahre, habe ich mir eine Transportbox zugelegt, die ich um die Schulter hängen und problemlos mitnehmen kann. Auf jeden Fall sollte man seinen Vierbeiner vor der Reise an die Box gewöhnen, so dass er sich gerne und ohne Panik reinlegt. Das dauert oft ein bisschen. Wie beim Autofahren gilt auch hier: vorher einen langen Spaziergang machen und Trinkwasser mitnehmen. Und: am besten einen Sitzplatz reservieren.


Endlich angekommen!

Jetzt kann der Urlaub in vollen Zügen genossen werden. Man muss eigentlich nur das beachten, was auch zu Hause gilt: nicht in der Mittagssonne Gassi gehen, Sonnenschirm mit an den Strand nehmen, regelmäßig Wasser geben und den Hund nicht von der Leine lassen, wenn man in unbekannten Gebieten spazieren geht.

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Damit kann es losgehen. Ich wünsche euch ganz viel Spaß!

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