Tipps für ein Wochenende in Thüringen

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Ein Wochenende in Thüringen – Natur pur

Thüringen wird nicht ohne Grund als das grüne Herz Deutschlands bezeichnet. Weit über die Grenzen des Freistaats hinaus sind Rennsteig, Thüringer Wald und der Harz bekannt. Berühmte Wintersportorte haben ihr Übriges getan. Aber auch Sportmuffel können die Natur in vollen Zügen genießen. Ich starte mein Wochenende im direkt am Rennsteig gelegenen Kneippkurort Tabarz. Von hier aus kann ich zu Fuß direkt in die Natur eintauchen. Der Lauchagrund, das kleine Tal, das ich bei meinem Spaziergang erreiche, ist selbst unter Thüringern ein absoluter Geheimtipp. Märchenhaft ragen eigenartige Felsformationen wie das Backofenloch und der Torstein in die Landschaft – ein wahres El Dorado für Kletterer. Aber wie gesagt: Auch ohne Sport komme ich hier voll auf meine Kosten! Ich laufe mich warm und ziehe es durch. Bis hoch zum Inselsberg komme ich und gönne mir neben dem schönen Ausblick ein kühles Getränk im Berggasthof Stöhr (http://berggasthof-stoehr.de/inselsberg/). Von hier aus kann ich fast bis nach Tambach-Dietharz schauen. Dort ist meine nächste Station. Ich merke direkt, dass hier mehr Touristen unterwegs sind, aber das tut der Liebe keinen Abbruch. Ich bestaune den höchsten Wasserfall Thüringens, den Spitterfall, und erreiche schließlich die Ebertswiese. Hier traue ich meinen Augen kaum. Vor mir liegt ein Bergsee. Okay, hier bleibe ich erst einmal. Ich tauche meine müden Füße ins kalte Wasser und plane den nächsten Tag. Denn morgen will ich in die Stadt!


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Ein Wochenende in Thüringen – Kultur und Städte

Ein Wochenende in Thüringen – Kultur und Städte Goethe, Bach, Schiller – sie alle wirkten hauptsächlich in Thüringen. Die Spuren, die sie dabei hinterlassen haben, machen die Wirkstätten bis heute zu Highlights für Besucher aus aller Welt. Am Samstagmorgen geht es für mich deshalb zurück in belebtere Gegenden. Mit dem Zug kann ich bequem und günstig durch das ganze Bundesland reisen – und das mit dem Thüringen-Ticket zum Preis von 23 Euro. Ich habe leider nicht so viel Zeit und muss mich zwischen den spannenden und geschichtsträchtigen Städten Weimar, Arnstadt, Jena, Ilmenau und Erfurt entscheiden. So ein bisschen Stress gehört für mich aber zu einem Wochenend-Städtetrip dazu. Ich will möglichst viel sehen und erleben und beschließe, mir zunächst am Vormittag Weimar anzusehen und am Nachmittag nach Erfurt weiterzureisen. In Weimar lohnt es sich, die zahlreichen Museen zu besuchen und den Charme der ehemaligen Kulturhauptstadt auf sich wirken zu lassen. Schillerhaus, Goethemuseum, Anna-Amalia-Bibliothek –¬ Freunde von Klassik und Kultur kommen in Weimar voll auf ihre Kosten. Ich schlendere noch etwas über den Markt und versuche, trotz meiner Neugier auf Entdeckungen, den Tag ruhig anzugehen. Die Stadt macht es mir nicht leicht, bald schon weiterzuziehen. Überall gibt es etwas zu entdecken: Straßenmusiker, historische Architektur und nicht zuletzt tolle Shopping-Möglichkeiten, vor allem in der belebten Schillerstraße. Ich trinke noch einen Kaffee im „Resi“ (http://www.residenz-cafe.de/) am Stadtschloss und mache mich dann auf den Weg nach Erfurt.


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Die Fahrt dauert nur 15 Minuten und so bleibt mir noch der ganze Nachmittag für die Landeshauptstadt. Ich beginne mit meiner Besichtigungstour zunächst im mittelalterlichen Stadtkern. Mein persönliches Highlight ist die Krämerbrücke. Auf der bewohnten Brücke befinden sich in 32 Fachwerkhäusern kleine Geschäfte mit Kunst, Kitsch und Thüringer Spezialitäten. Die Brückentrüffel aus der Schokoladenmanufaktur muss man einfach probiert haben. Auf den Domstufen sitzend vernasche ich fast eine ganze Packung davon. Hier kann man es sich so richtig gut gehen lassen! Bis in den Abend hinein bin ich auf Achse und entdecke auch in der Stadt eine kleine grüne Oase. Im idyllischen Egapark lasse ich den Tag ausklingen und bereite mich auf den Abend vor.


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Ein Wochenende in Thüringen – Nightlife und Gaumenfreuden

Es ist Samstagabend, also Zeit, um auszugehen und das Nachtleben zu erkunden. Vor allem in den größeren Städten wie Erfurt, Weimar und Jena gibt es dafür viele Möglichkeiten. Nach meiner ausgiebigen Stadtbesichtigung, starte ich eine Tour durch das Nachtleben Erfurts – und die Auswahl ist groß. Der Abend beginnt im Kneipenviertel rund um die Michaelisstraße. Die Restaurants und Bars sind bereits gut gefüllt. Ich setze mich draußen ins Hemingway (http://www.hemingway-erfurt.de/Home.html) und beobachte die vorbeigehenden Menschen. Es liegt Aufregung und Vorfreude in der Luft, ich kann das Knistern förmlich spüren. Heute geht niemand früh nach Hause. Ich trinke meinen Cocktail aus und stürze mich in die Partynacht. Das Studentenzentrum Engelsburg, kurz Eburg (http://www.eburg.de/), ist eine tolle Location in einem Gewölbekeller mit Außenbereich. Hier trifft sich nicht nur Erfurts Partyvolk, sondern Besucher jeden Alters, die einen Absacker in entspannter Atmosphäre zu schätzen wissen.

 

Nach der langen Nacht brauche ich vor meiner Abreise eine deftige Stärkung. Die Thüringer Küche hat hierfür vielerlei köstliche Lösungen parat. Neben Klassikern wie Klößen und Bratwurst gibt es auch eine Vielzahl an Restaurants mit internationaler Küche. Das beste thailändische Essen in Erfurt gibt es im Kua Thai Bistro! Eine Reservierung vorab ist hier allerdings empfehlenswert. In der Glashütte am Petersberg gibt es zu den hochwertigen gutbürgerlichen Speisen eine tolle Aussicht über die Stadt. Allerdings sollte wirklich jeder Besucher in Erfurt einmal in den Genuss einer original Thüringer Rostbratwurst gekommen sein. Und so hole ich mir an der Schlösserbrücke die köstliche Spezialität. Hier gibt es zwar keine Sitzplätze, aber ich muss sowieso los zum Bahnhof. Das Wochenende ging schon wieder zu schnell vorbei...


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Ich habe längst noch nicht alles von diesem vielfältigen Bundesland entdeckt und werde definitiv wiederkommen, um die anderen Städte zu erleben, die Wartburg zu erkunden und noch mehr Klöße zu essen. Vielleicht bleibe ich nächstes Mal auch länger als nur ein Wochenende. Zu entdecken gibt es jedenfalls genug!