Die schönsten Naturereignisse in Island



Eigentlich kann man dieses Land gar nicht beschreiben, man muss es erleben. Island ist ein Traum für alle, die sich an einer schönen Natur nicht sattsehen können. Die Landschaft sieht aus wie gemalt und ist so abwechslungsreich. Fast jeder, der die Insel im hohen Norden besucht, fliegt den Flughafen Keflavík an. Von hier aus geht es weiter in die Hauptstadt Reykjavík. Auch die liegt in einer wunderschönen Kulisse – doch die wahre Schönheit dieses Landes spielt sich in der fast unbewohnten Natur ab. Ich war schon zweimal in Island, einmal im Sommer und einmal im Winter und möchte heute gern die schönsten Naturerlebnisse mit euch teilen, die ich auf der Insel hatte.


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Hoch oben auf dem Gletscher

Diese Aussicht ist einfach der absolute Wahnsinn! Ich stehe auf dem Gletscher und blicke auf Berge und Lavalandschaften und kann bis zum Meer schauen. Es gibt in Island viele Wege, um auf einen Gletscher zu kommen. Der einfachste Weg ist mit einer gebuchten Tour zum Langjökull-Gletscher. Der Iceland Rover fährt direkt auf den Gletscher, der aus der Ferne aussieht wie ein eingefrorenes Meer. Oben angekommen mache ich einen Spaziergang auf dem Gletscher und fülle meine Wasserflasche mit frischem Wasser auf. Allen, die gut zu Fuß sind und kein Abenteuer scheuen, empfehle ich die Tour mit GO WEST. „Jedes Jahr verschwinden eineinhalb Meter der Schneedecke“, erzählt uns Jon und ich bemerke die Bekümmertheit in seiner Stimme. Jon und seine Frau Maggy haben eine Vision. Sie möchten mit GO WEST ökologische Touren auf den Gletscher anbieten, bei denen man auf den Gletscher läuft, anstatt sich mit einer Schneekatze hochfahren zu lassen. Ich habe eine super Zeit mit ihm und es ist ein unvergessliches Erlebnis, Schritt für Schritt einen Gletscher zu erklimmen.


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Der Thingvellir Nationalpark und seine Kontinentalplatten

Eins kann ich euch versprechen: Eine solche Ruhe und Einsamkeit wie auf dem Gletscher werdet ihr an den Kontinentalplatten nicht finden. Aber das ist auch kein Wunder! Schließlich handelt es sich um einen der faszinierendsten Orte in Island, der von fast jedem Besucher erkundet wird. Im Thingvellir Nationalpark liegen die amerikanische und die eurasische Kontinentalplatte ganz nah beieinander. Die tiefen Spalten und Risse haben sich mit kristallklarem Wasser gefüllt. Und mit kristallklar meine ich wirklich kristallklar. Ein richtig tolles Erlebnis ist es, zwischen diesen Platten zu schnorcheln. An manchen Stellen kann man beide Kontinentalplatten gleichzeitig berühren. Aber nicht mehr lange, denn jedes Jahr driften die Platten um etwa zwei Zentimeter auseinander. Wer keine Wasserratte ist, wird hier aber auch bei einem Spaziergang auf seine Kosten kommen. Eine wunderschöne Landschaft ist der Thingvellir Nationalpark.


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Das Eismeer im Süden

Wer einen Roadtrip über die Insel macht, der darf auf keinen Fall die Lagune Jökulsárlón verpassen. Ich stehe einfach nur minutenlang da und kann meinen Augen nicht glauben. Es ist so ein wunderschöner Anblick, die Eisplatten in den unterschiedlichsten Blautönen im Wasser leuchten zu sehen. Und immer mal wieder steckt eine Robbe ihren Kopf aus dem Wasser. Tagsüber kann man hier ganz viele Touren buchen, doch am schönsten ist das Eismeer, kurz bevor die Sonne untergeht, wenn kein Tourist mehr da ist und man alles für sich alleine hat. Die Lagune Jökulsárlón mündet ins Meer und da müsst ihr auch unbedingt einmal hinlaufen, denn es ist wunderschön, wie die Eisbrocken im schwarzen Vulkansand liegen. Seitdem ich an der Lagune Jökulsárlón war, habe ich mich Hals über Kopf in die blauen Felsen verliebt und kann quasi nur noch an Eisberge denken. Ja, wer denkt, dass die Eisberge weiß sind, der irrt sich! Sie scheinen in den schönsten Blautönen.


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Heiße Quellen in der Natur

Manchmal, wenn ihr auf der Insel steht, werdet ihr den Geruch von faulen Eiern in der Nase haben. Keine Angst, es liegen nicht wirklich verrottete Eier in der Natur rum. Es riecht einfach nur nach Schwefel. Das ist ein gutes Zeichen, denn wo es nach Schwefel riecht, da gibt es meist auch heiße Quellen. Wer die schönste Insel der Welt besucht, muss unbedingt ein wohltuendes, warmes Bad in so einer heißen Quelle nehmen. Die bekannteste ist wohl die Blaue Lagune – aber leider auch die touristischste und vollste. Dabei gibt es zahlreiche warme Quellen und Flüsse in der Natur, die man mit einer kleinen Wanderung verbinden kann. Am besten fragt ihr die Einheimischen vor Ort, wo ihr die nächste heiße Quelle findet.


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Und es gibt noch so viel mehr zu entdecken! Ich kann euch auf jeden Fall empfehlen, den Golden Circle abzufahren. Bei dieser Tour sehr ihr nicht nur die Kontinentalplatten, sondern auch den bekanntesten Geysir und den „goldenen“ Wasserfall Gullfoss, der tosend in die Tiefe stürzt. Ihr könnt eine Tour buchen oder einfach auf eigene Faust die Stationen abfahren. Im Sommer ist das Wetter natürlich am besten für eine Islandreise, aber im Herbst oder Frühjahr hat man die Insel fast für sich. Egal, wann ihr fahrt, es wird ein unvergesslicher Urlaub – das verspreche ich euch.


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