Ein Wochenende in Kopenhagen

Die dänische Hauptstadt bildet mit seinem sauberen Hafen, der pulsierenden Innenstadt und der spannenden Architektur ein zauberhaftes Ziel für einen Städtetrip. Langweilig wird es hier nie! Denn es gibt hinter jeder Ecke etwas zu entdecken.


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Eintauchen in eine andere Welt – Christiania

Es ist bunt, es ist entspannt und irgendwie ganz anders. Das Viertel Christiania hat in Kopenhagen einen ganz besonderen Stellenwert. Seit den 70er Jahren leben hier etwa 800 Menschen in einer Art Hippie-Kommune. Ich kann euch sehr ans Herz legen, eine geführte Tour zu buchen mit einem Guide, der selbst in Christiania wohnt. Sonst verpasst ihr viele tolle Geschichten und die spannendsten Orte. So kam es auch, dass ich plötzlich mitten im Atelier eines Künstlers stand, der mir seine Arbeiten und das ganze Haus gezeigt hat. Wenn ihr das Viertel betretet, werdet ihr im Kern von Christiania landen, wo Geschäften und Cafés ihre selbstgemachten Produkte anbieten. Hier ist es verboten, Fotos zu machen – aber keine Angst, große Schilder werden euch darauf hinweisen. Es lohnt sich, einen Spaziergang um den kleinen See zu unternehmen. Hier gibt es ein Badefloß und außergewöhnliche Häuser. Eines wird euch sofort auffallen: ein Haus aus Fensterrahmen. Christiania bietet kein klassisches Sightseeing, aber man kann in dem Viertel locker einen Tag verbringen. Und nicht vergessen: probiert ein Christiania-Bier!


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Schmuckdesign vom Feinsten

„Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen“, sagte schon der deutsche Dichter Matthias Claudius und hat völlig recht damit. Ich kann immer einiges erzählen. Aber ich freue mich neben den ganzen Fotos, die ich mache, auch über ein Mitbringsel von der Reise, das mich im Alltag an die schöne Zeit zurückdenken lässt. Mein Andenken an Kopenhagen habe ich im Schmuckladen von Jane Kønig gefunden. Die Designerin holt sich ihre Inspirationen auf Reisen und ist vor allem bekannt für ihre Love-Chains, süße Ketten mit den Initialen der Trägerin. Seit ich in Kopenhagen war, trage ich den Buchstaben „C“ um meinen Hals. Die Ketten kosten zwischen 40 und 120 Euro und halten auf jeden Fall länger als ein Freundschaftbändchen, das man sich auf dem Markt kauft. Den Laden von Jane Kønig findet ihr in der Gothersgade 54.


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Skandinavisches Design

Skandinavisches Design Es gibt, glaube ich, niemanden, der noch nie vom berühmten skandinavischen Design gehört hat. Ikea aus Schweden ist das beste Beispiel. Die Designbewegung kam in den 50er Jahren auf und legt Wert auf Formalität, Funktionalität und Minimalismus. Einen tollen dänischen Shop findet ihr direkt im Stadtzentrum Kopenhagens. Das Hay House liegt in der Østergade 61 und zeigt skandinavisches Design auf zwei Stockwerken. Die Idee dahinter ist die, dass man nicht nur Möbelstücke und Accessoires kaufen kann, sondern auch gleich einen Vorschlag bekommt, wie sie sich in die Wohnung integrieren lassen. Hay zeigt, was modernes dänisches Design heute bedeutet und macht damit eine echte Punktladung. Ich vermute, dass es auch der einzige Laden der Stadt ohne Schaufenster im Erdgeschoss ist. Vom zweiten Stock aus habt ihr dafür einen tollen Ausblick auf die märchenhafte Altstadt und die Laederstraede, Kopenhagens Shoppingmeile.


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Schlemmen von morgens bis abends

Das beste Frühstück – benannt nach Hauptstädten – gibt es im Café Europa. Bei einer Tasse Tee kann man dort durch große Glasfenster das Treiben auf dem Højbro Plads beobachten und nachvollziehen, warum Kopenhagen schon mehrfach als „lebenswerteste Stadt der Welt“ ausgezeichnet worden ist. Die besten und schönsten Törtchen für einen kleinen Snack zwischendurch gibt es in den Bäckereien der Kette Lagkagehuset. Und abends kann ich das Paté Paté, eine alte Fleischerei im Meatpacking District von Kopenhagen, empfehlen. Wer gerne Meerestiere auf seinem Teller hat, ist dagegen im Københavns Fiskemarked genau richtig. Die Halle auf dem Wasser hat eine schöne Terrasse mit Ausblick auf die Kopenhagener Oper, das Schauspielhaus und den Hafen.


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Schiff Ahoi

Genauso wie das Viertel Christiania ist auch eine Bootsfahrt ein absolutes Muss in Kopenhagen. Es ist wohl die entspannteste Art von Sightseeing. Im Hafen gibt es etliche Touren-Anbieter. Meistens kommt man an der alten Börse vorbei, den 300 Jahre alten Puverhäusern und der wohl bekanntesten Sehenswürdigkeit in Kopenhagen: der kleinen Meerjungfrau. Sie ist die Hauptfigur in einem der Märchen von Hans Christian Andersen. Ich muss zugeben, ich war einerseits enttäuscht, wie klein sie wirklich ist, andererseits aber auch sprachlos, als ich gesehen habe, von wie vielen Touristen sie belagert wurde. Ich kann also nur empfehlen, entspannt an ihr vorbeizuschippern oder in die Lobby des Scandic-Hotels am Skt. Jørgens See zu schauen – da gibt es nämlich auch eine kleine Meerjungfrau.


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Viel Wasser, gutes Essen und eine tolle Kombination von moderner und traditioneller Architektur erwartet euch in Kopenhagen. Noch ein letzter Tipp: der Vergnügungs- und Erholungspark Tivoli ist mit Kindern besonders empfehlenswert!