Istrien – eine Urlaubsperle in Kroatien



Kiefernwälder ziehen sich an der Küste entlang, das Wasser glitzert türkisblau und der mediterrane Duft von Lavendel, Oliven und Zitronen liegt in der Luft. Der größte und bekannteste Teil der „Istrien“ genannten Region gehört zu Kroatien, ein Teil des Nordens zu Slowenien und ein kleiner Landstrich rund um die Ortschaft Muggia zu Italien. Von Partyszene bis Weltkulturerbe – die Gegend an der Adria hat einiges zu bieten und überraschte mich auf meiner Reise jeden Tag aufs Neue.


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Flanieren in Poreč

Das Küstenstädtchen Poreč ist ein Magnet für Besucher. Zu recht! Nicht nur Kunstläden, Eisdielen und Souvenir-Shops laden zum Verweilen ein, sondern auch die Euphrasius-Basilika. Der Prachtbau ist ein aus Perlmutt und Millionen bunter Halbedelsteine und Edelsteine zusammengesetztes byzantinisches Mosaik und wurde mit einem Teil der Altstadt zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Poreč ist ein kunsthistorisches Aushängeschild und wer sich durch die engen, verwinkelten Gassen der Altstadt treiben lässt, wird auf venezianische Fassaden und gotische Bauten stoßen. Das liegt daran, dass Venedig mit dem Boot gerade mal zweieinhalb Stunden entfernt ist – perfekt für einen Tagesausflug.


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Aber heute bleibe ich in Istrien! Wer einen schattigen Platz für die Mittagspause sucht und sich davon überzeugen möchte, was Poreč gastronomisch zu bieten hat, der sollte das Gourmet-Restaurant Spinnaker am Hafen besuchen. Nach dem Stadtbummel bin ich mit dem Boot auf die Hotelinsel Isabella gefahren. Sie liegt direkt vor Poreč im Meer und hat wunderschöne Buchten zu bieten. Auch Tagesgäste können sich hier Schirme und Liegen ausleihen und ein kaltes Getränk auf der Terrasse genießen.


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Kunst in Grožnjan

Grožnjan, das steinerne Dorf im Hinterland Istriens, hat es mir angetan. Schon vorab habe ich gehört, dass es dort eine ganz besondere Stimmung gibt. Die Inspiration schwebt quasi durch die Gassen.


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Deshalb leben hier fast ausschließlich Künstler, die in den verwinkelten und blumenbewachsenen Gassen ihre Ateliers und Galerien betreiben. Aber auch Stargeiger und junge Musiktalente kommen in das Bergdörfchen, um Kontakte zu knüpfen, zu üben und sich – wie alle anderen Besucher –verzaubern zu lassen. Es gibt nichts Schöneres, als beim Flanieren durch die Gassen von Cello und Kontrabass begleitet zu werden. Doch so richtig beginnt das Musikleben erst im Mai, wenn die Tage wärmer sind. Im Juli gibt es dann einen Jazzsommer. Man sollte auf jeden Fall Zeit mitbringen, wenn man hierher kommt – zum Entdecken, zum Staunen und zum Verweilen. Ein wunderschöner Ort dafür ist das Café Kaya mit seinen winzigen Terrassen.


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Ein Ausflug ins Hinterland von Istrien

Neben dem Künstlerdorf Grožnjan gibt es noch so viel mehr zu entdecken im istrischen Hinterland. Wer mit dem Auto durch Istrien fährt, der wird sie überall sehen: kilometerlange Olivenhaine. Istriens Olivenöl gehört zu den besten der Welt und das köstlichste gibt es bei Valter Smilovic. Er gilt als erfahrenster „Olivenmüller“ und produziert nicht nur sein eigenes Olivenöl, sondern auch das von international renommierten Marken. Besucher können ihn in seiner Agro Millo aufsuchen, Olivenöl verkosten und alles rund um die Produktion lernen. Ich z. B. wusste bis dato nicht, was denn „kaltgepresstes“ Olivenöl eigentlich bedeutet und warum es so wichtig ist, auf den feinen Unterschied zu achten. Insgesamt gibt es übrigens über eine Million Olivenbäume in Istrien.

Einer der schönsten Orte in Istrien ist für mich die idyllische Pension „La Parenzana“. Im grünen Landesinneren habe ich eine absolute Oase für Erholungssuchende gefunden. Hier kann man unter Olivenbäumen und zwischen Lavendelblüten regionale Spezialitäten, die teils traditionell unter der Tonhaube und teils am offenen Feuer zubereitet werden, genießen. Oder den besten Obstkuchen der Region


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Genießen Non-Stop

Ausgelegte Fischernetze, bunte Boote, die im Wasser schaukeln und eine leichte Brise, die einem von der Adria kommend um die Nase weht. Ich sitze in der Bucht von Santa Marina und genieße die Kulisse des „Madalu“ – eines ganz besonderen Fischlokals.


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Es gibt keine richtige Speisekarte, sondern all das, was Sohn Danijel vor wenigen Stunden in der Adria gefangen und Mama Laura in der Küche zubereitet hat. Serviert werden die Köstlichkeiten wie Oktopussalat, Risotto mit Scampi oder Tintenfisch vom Familienpatron Mauro Bernobic. Ein waschechter Familienbetrieb. Der Besuch der Fischerhütte „Madalu“ gehört meiner Meinung nach auf jede To-do-Liste für Istrien.


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Wunderschöne Wein- und Olivenölstraßen, romantische Küstenstädtchen, einsame Buchten und ein spannendes Hinterland – das und noch so viel mehr hat Istrien zu bieten. Und dabei darf man nicht vergessen, dass Istrien ja nur ein kleiner Teil von Kroatien ist...



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Hier findet Ihr noch mehr Infos zu meinen Lieblingsadressen:

Agro Millo
La Parenzana
Fischerhütte