Urlaub in Deutschland – der Bayerische Wald

Urlaub in Deutschland – der Bayerische Wald

Wie der Name schon verrät, befindet sich der wunderschöne Bayerische Wald in Bayern, meiner Heimat. Deshalb ist es eigentlich eine Schande, dass ich erst jetzt zum ersten Mal da war und mir das Mittelgebirge genauer angeschaut habe. Das Gebiet an der tschechischen Grenze wurde zum Nationalpark ernannt, dem ersten Nationalpark in Deutschland, und verzaubert die Besucher mit vielen kleinen Dörfern, Wanderwegen und einem Programm voller Aktivitäten. Hier kommen meine Highlights aus dem Bayerischen Wald.


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Spazieren gehen in schwindelerregender Höhe

Der Baumwipfelpfad – auch Waldwipfelweg genannt – ist ein unvergessliches Erlebnis im Bayerischen Wald. Wie der Name schon verrät, spaziert man hier über den Bäumen auf einem Weg entlang und hat eine gigantische Aussicht. Der Weg ist 30 Meter hoch, aus Lärchenholz gebaut und auch für Rollstuhlfahrer oder Kinderwägen passierbar. Doch wie kommt man nach oben? Mit einem Aufzug. Der Weg selbst führt dann an einer Aussichtsplattform vorbei mit Blick über den Bayerischen Wald ins Donautal und zu einem Turm, der in 45 Metern Höhe liegt. Die schwindelfreien Besucher können sich zum Abschluss über die Hängebrücke trauen.


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Das Tolle an dem Weg ist, dass er neben der Aussicht viele Informationen über die Pflanzen- und Tierwelt bietet. Wem das nicht reicht, der kann eine Tour mit einem Nationalpark-Ranger machen. Danach empfehle ich einen Abstecher zum Café, das am Eingang des Waldwipfelwegs liegt. Die Torten sind gigantisch groß und sehr lecker.

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Tierischer Spaß im Bayerischen Wald

Direkt neben dem Baumwipfelweg befindet sich ein Tierfreigelände. Ich bin eigentlich kein großer Fan von jeglicher Art Käfig, in dem Tiere gehalten werden. Aber hier ist alles anders. Das Tiergehege ist nämlich kein Zoo. Die Tiere können sich in ihren großzügigen Gehegen frei bewegen, verstecken – wie es ihrem Charakter entspricht. Im Gehege tummeln sich Elche, Rotwild, Otter, Wildschweine, Wildkatzen, Waschbären und allerhand Federvieh. Wer ein Tier erspähen möchte, der muss schon ein bisschen Geduld und stille Füße mitbringen. Ich rate euch, auf jeden Fall zwei bis drei Stunden Zeit einzuplanen. Das ganze Gelände ist über 20 Hektar groß, der Weg sieben Kilometer lang und – das Schönste! – er ist kostenfrei. Außerdem bieten auch hier Ranger geführte Touren an. Das Tierfreigelände ist der perfekte Ort für Hobby-Fotografen, die sich auf Tiermotive spezialisiert haben.


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Das Haus am Kopf – Die Attraktion am Waldwipfelweg

Man muss nicht weit fahren, um viel zu erleben im Bayerischen Wald. Gleich neben dem Waldwipfelweg und dem Tiergehege liegt das Haus am Kopf – und das ist wirklich verrückt. In diesem Haus ist alles verdreht. Der Stuhl steht an der Decke, die Lampen hängen vom Boden hoch und im ersten Moment bin ich total verwirrt, weil es innerhalb des Hauses auch noch Längs- und Querneigungen gibt. Dann habe ich einfach nur einen Riesenspaß beim Fotomachen. Das Haus am Kopf ist nicht nur für Kinder ein Erlebnis.


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Ausflugstipps für den Bayerischen Wald

Sankt Englmar liegt mitten im Bayerischen Wald und ist ein guter Ausgangspunkt für Tagesausflüge nach Passau oder Regensburg. Den Weihnachtsmarkt in Regensburg kann ich im Winter sehr empfehlen. Außerdem gibt es den Nordic-Walking-Park St. Englmar. Es gibt verschiedene markierte Routen in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen.

Ein weiteres beliebtes Ausflugsziel ist der Lusen, ein Berg im Nationalpark Bayerischer Wald. Im Sommer führen wunderschöne Wanderwege an einem Wildbach entlang, mit Erklärungstafeln zu Flora und Fauna. Oben angekommen, hat man eine wunderbare Sicht und eine tolle Einkehrmöglichkeit ist das Restaurant Lusenschutzhaus. Ebenfalls ein wunderschöner Ort in der Natur ist der kleine Arbersee in Lohberg, auf dem man im Sommer Tretboot fahren kann. Der See ist der perfekte Ort für alle, die Idylle und ruhige Spaziergänge suchen. Wer etwas erleben möchte, sollte den Barfußweg der Sinne in der Gesundheitsstadt Bad Marienbad laufen. Er ist 500 Meter lang und bietet 80 verschiedene Materialien – von weichem Rindenmulch, rauen Baumscheiben und aneinandergereihtem Rundholz über runde Flusskiesel bis hin zu frischem Gras. Das Höhepunkt ist das Schlammbecken am Ende des Weges, in dem man Füße und Beine noch einmal richtig entspannen kann. Der Weg ist jederzeit zugänglich und der Eintritt frei. Das waren nur ein paar meiner Highlights im Bayerischen Wald. Eine Reise lohnt sich zu jeder Jahreszeit – und jeder entdeckt ganz sicher seine persönliche Lieblingsbeschäftigung.