Eine kulinarische Reise durch Südtirol



Haflinger Berg, Südtriol

Bei jedem Besuch in Südtirol komme ich immer mit dem gleichen Gefühl zurück: meine Kamera ist voller Fotos von dem unbeschreiblich guten Essen, meine Hose zwickt ein bisschen aus selbigem Grund, meine Wangen sind roséfarben dank der guten Luft und das traumhafte Gefühl eines Urlaubs in Südtirol sind noch fest in meinem Hinterkopf.

Südtirol muss man einfach lieben. Es ist ein Land, an dem das unbeschwerte Leben auf der Tagesordnung steht, an dem die Menschen die Hausmannskost lieben und bis ins kleinste Detail beherrschen und es ist ein Ort, der mit nur knappen 512.000 Einwohnern sagenhafte 17 Michelin Restaurants besitzt und das mit Recht.

Was zunächst skurril klingen mag, wird allerdings bei dem ersten Schritt in ein Restaurant in Südtirol offensichtlich: das kleine Fleckchen Südtirol, im Norden Italiens, ist eine absolute Gourmet Destination und dies nicht nur in den Sterne-Restaurants, sondern auch in den kleinen Gaststuben, auf den tollen Almen und in den versteckten Restaurants.

Ein Besuch in Südtirol sollte eine kleine kulinarische Expedition beinhalten, denn nur so kann Südtirol vollends genossen werden. Ich habe mich deswegen einmal auf den Weg gemacht, um die Küche in Südtirol genauer unter die Lupe zu nehmen. Tagelang ziehe ich also durch die Restaurants, Bauernhöfe, Gassen, Schneegestöber und kleinen Cafés in Meran, Brixen und Hafling, um die Crème de la Crème der kulinarischen Highlights von Südtirol zu sammeln und sie fein säuberlich in meinem Reisetagebuch zu verewigen.




Das Meraner Land & Meran – ein Gourmet Mekka

An meinen ersten Tagen im wunderschönen Südtirol geht es nach Meran, einem Fleckchen Erde, in das ich mich schon am allerersten Tag verliebt habe.

Pur-4.JPG

Der erste Halt in Meran ist ein kleiner Laden mit Restaurant, Pur Südtirol, der es sich zur Aufgabe gemacht hat die lokalen Spezialitäten zu verkaufen und vor allem in wundervollen Gerichten zu präsentieren. Vom Käse über den Schinken bis hin zum leckeren Schüttelbrot, hier gibt es alles, was ganz frisch aus Südtirol kommt.

Pur Südtirol: http://www.pursuedtirol.com/de/s%C3%BCdtiroler-spezialit%C3%A4ten/1-0.html

Pur in Südtirol

Mein absolutes Highlight hier ist die Käseplatte, denn hier vereinen sich alle Geschmäcker auf einem Holzbrett: Bierkäse aus dem Pinzgau, Heukäse aus der Pseirer Bergkäserei und Wacholderkäse, der mir die Sprache verschlägt – nicht wegen des Geruchs, sondern wegen des unbeschreiblich guten Geschmacks. Am besten lässt sich der Käse hier übrigens beim Weißwein genießen. Auch hier lässt es sich der Laden Pur Südtirol nicht nehmen Weißwein aus der Region aufzutischen. Der Leckerste von allen? Das ist schwer zu sagen, aber der Müller Thurgau aus der Eisacktaler Kellerei spielt definitiv in der oberen Liga mit

Mein absolutes Highlight hier ist die Käseplatte, denn hier vereinen sich alle Geschmäcker auf einem Holzbrett: Bierkäse aus dem Pinzgau, Heukäse aus der Pseirer Bergkäserei und Wacholderkäse, der mir die Sprache verschlägt – nicht wegen des Geruchs, sondern wegen des unbeschreiblich guten Geschmacks. Am besten lässt sich der Käse hier übrigens beim Weißwein genießen. Auch hier lässt es sich der Laden Pur Südtirol nicht nehmen Weißwein aus der Region aufzutischen. Der Leckerste von allen? Das ist schwer zu sagen, aber der Müller Thurgau aus der Eisacktaler Kellerei spielt definitiv in der oberen Liga mit

Südtiroler Schinken

Von Meran aus geht es weiter nach Hafling. Hier kommen nicht nur die süßen Haflinger Pferde her, sondern hier befindet sich auch mein absolutes Lieblingsrestaurant: das Panorama Restaurant „Fine Dining“.

Miramonti Restaurant

Klaus begrüßt seine Gäste herzlich und versucht alles, um den Aufenthalt zu einem echten Erlebnis werden zu lassen. Schon am Eingang warten ein Selfiestick auf mich mit dem ich ein Selfie in perfekter Kulisse machen kann, denn hinter mir liegt ein Traum-Berg-Panorama.

Miramonti Restaurant Essen auf dem Tisch

Das Panorama Restaurant heißt nicht umsonst Panorama Restaurant: Auf der Terrasse des Restaurants kann man sich auf Schafsfell ausruhen und die Sonne genießen, hat bei Gault Millau 1 Haube und 14 Punkte bekommen und ist im Michelin Guide aufgelistet und das zurecht, denn der Küchenchef Massimo Geromel zaubert tagein tagaus die tollsten Gerichte überhaupt auf den Teller und dabei bleibt die Südtiroler Küche immer im Hinterkopf, denn auch hier gibt es die leckeren Käseknödel oder Kartoffeln aus dem benachbarten Pustertal. Meine neueste Entdeckung hier ist Asche, die auf dem Tellerrand landet. Nein, das schmeckt nicht nach Vulkan, sonder verdammt gut. Besonders gut allerdings, wenn es direkt vor dem Limonensorbet kommt, das zwischen Zwischengang und Hauptgang noch einmal schnell den Mund erfrischt bevor das große Highlight kommt.

Miramonti Hotel: http://www.hotel-miramonti.com/restaurant/panorama-restaurant-fine-dining.html




Brixen, da wo der Elefant gern einkehrt

Mein nächster Tag führt mich und meinen bereits sehr zufriedenen Magen nach Brixen und in die Umgebung, denn auch hier wird die vorzügliche Küche groß geschrieben.

Hotel Elephant Südtirol

Erster Stopp ist dabei das Restaurant Elephant, das seinen Namen von einer ganz besonderen Geschichte bekommen hat. Denn um den Jahreswechsel von 1551 zu 1552 hielt tatsächlich ein Elefant mit großem Gefolge vor dem Hotel in Brixen an. Klingt unwirklich? Ich weiß. Das ist es aber nicht. Der Elefant wurde im heutigen Hotel Elephant 14 Tage lang bewirtet.

Hotel Elephant von außen

Heute gibt es hier zwar keine Elefanten mehr, aber die Gäste werden trotzdem genauso fürstlich wie der Elefant bewirtet: es gibt eine hauseigene Vinothek, das Restaurant wird von Gault Millaut und Michelin in höchsten Tönen gelobt und die Gäste haben die Wahl zwischen Zirbelstube, Apostelstube und der Altdeutschen Stube.

Hotel Elephant von außen

Hotel Elephant: http://www.hotelelephant.com/gourmet-restaurant

Hotel Elephant von innen

Mein kleiner Geheimtipp für einen kulinarischen Aufenthalt in Brixen: die Geisleralm, die sich auf sagenhaften 1996 Metern Höhe befindet und die beste Aussicht über die Geisler bietet. Die Geisler sind eine Gebirgsgruppe in den Dolomiten und wirken von der Geisleralm aus zum Greifen nah. Gerhard, der nicht nur der Manager der Geisleralm ist, sondern auch noch der Held der Küche, zaubert die besten Südtiroler Spezialitäten auf den Teller: echte Südtiroler Speckknödel und Apfelstrudel zum Dessert dürfen da nicht fehlen. Übrigens, wer hier im Winter herkommt, der kann dann sogar mit vollem Magen den ganzen Weg herunter rodeln!

Geisleralm Restaurant in Südtirol

Geisleralm: http://www.geisleralm.com/




Südtirol, mein Magen ist dein größter Fan

Auf meiner Reise nach Südtirol habe ich mir nicht nur den Bauch vollgeschlagen, sondern auch einen echten Einblick in die wohl beste Küche der Welt erhalten. Wusstet ihr zum Beispiel, dass Südtirol mit 950.000 Tonnen Äpfeln das größte geschlossene Obstanbaugebiet Europas ist? Die Äpfel lieben hier die Lage und ganz besonders die 300 Sonnentage und 2.000 Sonnenstunden, die Südtirol im Jahr zu bieten hat. Kein Wunder, dass hier knapp 8.000 Bauern zum Pflücken benötigt werden.

selbstgebackenes Brot

Auch das Backen von Brot ist eine wahre Kunst in Südtirol. Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker oder andere chemische Zusätze gibt es hier nicht. Stattdessen wird hier Brot noch von der Pike auf selbst gemacht: eigens gemahlene Körner wandern in eine Schale und werden zu leckerem Teig, der schon beim Mischen unglaublich gut riecht.

Ganz besonders berühmt ist hier das Schüttelbrot, das bei jeder Reise in mein Gepäck wandert. Das dünne, getrocknete Fladenbrot wird während der Herstellung flach gerüttelt und dann mit Gewürzen wie Kümmel, Koriander oder Fenchel verfeinert.

Mit ca. 20 verschiedenen Rebsorten ist Südtirol zwar ein kleines, aber sehr vielfältiges Weinanbaugebiet. 55% dieser Rebsorten werden in ca. 5.000 Weinanbaubetrieben zu Weißwein verarbeitet, der dann wiederum perfekt zu den vielen verschiedenen Käsesorten passt. Jeder Milchbauer in Südtirol hat übrigens im Schnitt 12 Milchkühe.

fertige Knoedel

Eins darf zuletzt aber auf gar keinen Fall vergessen werden, denn das gehört zu Südtirol einfach dazu: die Knödel oder Nocken. Der Mix aus Semmeln, Milch, Eiern, Zwiebeln, Mehl und Öl wird wahlweise mit Speck, Bärlauch oder, und das ist mein absoluter Liebling, mit Käse vermengt. Achtung, die Knödel dürfen nie mit dem Messer geschnitten werden, denn sonst fühlt sich der Koch oder die Köchin beleidigt!

Kaesenocken selbst gemacht

Ka¦êsenocken




Einmal Südtirol, immer Südtirol

Südtirol ist fest in meinem Herzen und natürlich auch in meinem Magen verankert und ich komme immer wieder gerne zurück. Zurück zu den Knödeln, dem Käse, dem Wein und den herzlichen Menschen. Südtirol, du schmeckst mir verdammt gut.

Hafling in Südtirol

Artikel auf Lilies Diary: http://www.lilies-diary.com/suedtirol-hier-ist-die-welt-noch-ordnung/

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