24 Stunden in Berlin

 

 

Man sagt ja, das Zuhause ist da, wo das Herz ist. Stimmt nicht. Bei mir ist das Zuhause dort, wo der Fernsehturm ist: nämlich in Berlin. Die Skyline Berlins ziert mein Handgelenk und mein Herz schlägt höher, sobald ich das Berlin-Stadtschild an der Autobahn passiere. Berlin, ick liebe dir einfach! Die Hauptstadt lockt mit eigenen Gerüchen – sei es von den vielen internationalen Gerichten oder von den Parfums der Touristen –, mit eigenen Geschmäckern und vor allem mit einem ganz eigenen Flair. Um all das erleben zu können, muss man nicht in der Hauptstadt großwerden, sondern einfach mal um die versteckten Ecken, in die versteckten Straßen und auf die unbekannten Plätze schauen. 24 Stunden in der Hauptstadt? Ein Stadt-Spaziergang der Extraklasse.

 

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Riesiges Frühstück im Morena mitten in Kreuzberg

Berlin, das ist die Stadt, in der man 24 Stunden am Tag Frühstück bekommt. Dabei ist es absolut egal, was bestellt wird. Denn alles, was zu einem ordentlichen Frühstück gehört, gibt es. Meine persönlicher Favorit ist das Café Morena, mitten in Kreuzberg. Hier paaren sich die Schwarz-Weiß-Filme auf der Leinwand mit arabischen Fliesen an den Wänden und einer bunt gemischten Küche. Von gutem Bauernfrühstück über Birchermüsli bis hin zu türkischem oder griechischem Frühstück findet man hier, was das Herz begehrt. Mein Tipp: die riesigen Platten mit Freunden teilen!
 
 

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Entspannender Spaziergang durch den „Görli“

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Nach einem ausgiebigen Frühstück im Morena geht es durch den „Görli“, also den Görlitzer Park. Die gesamte Gegend hier gehört zum Bezirk Kreuzberg – einem Bezirk, der sich durch enorme Multikulturalität auszeichnet. Er ist das Herz der türkischen Bevölkerung, aber auch vieler, die neu nach Berlin gezogen sind. Hier gibt es Simit (das sind Sesamringe aus der Türkei) bei fast jedem Bäcker – und sie schmecken sogar authentisch! Mittendrin, umgeben von all den unterschiedlichen Kulturen, befindet sich ein echt deutsches Café: das Café Edelweiß. In perfekter Atmosphäre thront es über dem „Görli“ und trumpft mit einer riesigen Terrasse, einem tollen Restaurant und einem windgeschützten Wintergarten auf. Mein Tipp hier: einen Kaffee auf der Terrasse genießen. Wenn das Wetter schlecht ist, kann man nebenan Schwarzlichtminigolf spielen.
 
 


Los geht es Richtung Eastside Gallery

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Zu 24 Stunden in der Hauptstadt gehört auch immer ein bisschen Geschichte. Vom Edelweiß aus laufe ich also am Schlesischen Tor vorbei in Richtung Spree, der Berliner Hauptschlagader. Übrigens: Wer hier zum Sonnenuntergang herkommt, der hat die allerschönste Hauptstadt-Kulisse. Nachdem ich die Oberbaumbrücke überquert habe, komme ich zur Eastside Gallery: Restbeständen der Mauer, die mit Graffiti überzogen sind. Doch mein Weg führt mich weiter bis in den Kiez rechts von der Warschauer Straße – nach Friedrichshain. Am Abend entwickelt er sich zu einem echten Barviertel. Tagsüber laden die kleinen Boutiquen und Läden ein. Wer auf Bagels steht, sollte unbedingt eine Pause im Wahrhaft Nahrhaft, einem tollen Café direkt an der Revaler Straße, einlegen.
 
 


Schlendern über den Flohmarkt am Boxhagener Platz

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Wenn ich schon mal hier bin, lasse ich mir auf keinen Fall den kleinen Flohmarkt auf dem Boxhagener Platz entgehen. Eine bestimmte Spezialisierung hat der Markt nicht und dennoch erstrahlt der Platz jeden Sonntag in einem ganz besonderen Flair. Da werden Uhren in der einen und Kameras in der anderen Ecke gekauft. Mein Tipp: In der Nähe des Boxhagener Platzes gibt es die wohl beste Eisdiele der Welt – die Eispiraten. Meine Lieblingssorte ist Marzipan-Mohn.
 
 


Historisch auf dem Wasser

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Wer Berlin aus einer anderen Perspektive erleben möchte, der sollte am Berliner Dom in eines der vielen Boote steigen und die Spree entlangschippern. Von Friedrichshain aus fahre ich mit der U5 zum Alexanderplatz und laufe zum Dom. Selbst als echter Berliner begebe ich mich manchmal auf den Wasserweg. Wenn die vielen alten Gebäude, die Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt und ihre Parks und Wiesen, auf denen zahlreiche Menschen ihr Mittagessen oder Abendessen zu sich nehmen, an mir vorbeiziehen, dann werde ich ganz melancholisch. Mein Tipp: Die beste Wassererfahrung hat man auf der Stralauer Halbinsel, die in der Rummelsburger Bucht liegt. Direkt in der Nähe ist die „Hafenküche“ – ein Restaurant, das Picknickkörbe packt und sie sogar nach Hause ausliefert. Wer bleiben möchte, der kann aber auch direkt vor Ort essen und den Ausblick auf Berlin und die Stralauer Halbinsel genießen.
 
 


Weinerei für einen Einstieg in den Abend

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Mein absoluter Lieblingsort für einen Abend in Berlin ist die Weinerei in der Nähe vom Weinbergspark und dem Rosenthaler Platz – mitten in Mitte quasi und vom Alexanderplatz aus nur zwei Stationen mit der U-Bahn. Dieser Laden verfolgt ein unglaublich gutes Konzept: Wer reinkommt, der bezahlt zwei Euro und erhält dafür ein Weinglas. Das kann im Laufe des Abends mit allen Weinen der Bar in Eigenregie beliebig gefüllt werden. Ab 20 Uhr gibt es dazu sogar noch kostenlos Essen. Der Haken? Es gibt keinen. Das Konzept beruht allein auf dem Vertrauen in die Gäste. Wer getrunken und gegessen hat, der wirft einfach einen Betrag, den er für angemessen hält, in die Dose und fertig. Kann der Beginn eines Abends schöner sein?
Apropos Abende: Die sind in Berlin lang und können in alle möglichen Richtungen laufen. Für eine klassische Bartour in Touristen-Atmosphäre hat der Hackesche Markt eine Menge zu bieten. Wer es berlinerisch will, der sollte zum Kottbusser Tor fahren und durch die Oranienstraße spazieren – eine Menge Bars warten hier mit genialen Drinks. Mein Tipp: Der Würgeengel in einer Seitenstraße vom Kottbusser Tor. Generell gilt in Berlin: Wer nur 24 Stunden in der Hauptstadt hat, der sollte sich einfach treiben lassen...


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Hier gibt's noch mehr Infos zu meinen Lieblingsadressen:

Café Morena
Edelweiss 36
Burgeramt
Hafenküche
Weinerei