Dithmarscher Kohltage


Die Dithmarscher Kohltage in Schleswig-Holstein vom 22.09. - 27.09.2015



Dithmarschen Kohltage_copyright www.nordseetourismus.de Tanja Weinekötter_KLEIN.jpgWas den Weinanbaugebieten im September eines jeden Jahres ihre Weinfeste sind, das sind für Schleswig-Holstein die Dithmarscher Kohltage, die alljährlich seit 1986 mit einem zünftigen Herbstfest gefeiert werden. Zu Recht, ist die Region an der Nordseeküste doch das größte zusammenhängende Kohlanbaugebiet in ganz Europa mit rund 80 Millionen geernteten Kohlköpfen auf einer Fläche von rund 3.000 ha. Bei dem Herbstfest zu Ehren des geschmackvollen Gemüses werden in jedem Jahr die neuen Kohl-Regentinnen – keine Königinnen – gewählt. Das unterscheidet die Dithmarscher Kohltage – neben dem Produkt natürlich – von den Festen in den Weinanbau-Regionen. Aus gutem Grund: Schließlich haben sich die Dithmarscher Bauern im Laufe der Geschichte mehrfach gegen die Tyrannei von Monarchen gewehrt.

Ende des 19. Jahrhunderts kam der Gärtner Eduard Laß auf die Idee, es auf den nährstoffreichen Böden der Region mit dem Kohlanbau im größeren Stil zu versuchen. Es funktionierte prächtig und heute noch ist der Kohlanbau neben dem Tourismus ein wichtiger Wirtschaftszweig in der Region. Bisweilen ist es wirklich „kohlossal“, welch wichtige Rolle der Kohl in der Region spielt. So kann man zum Beispiel einen Kohlkuchen mit Karamellcreme essen, sich mit einer Hautsalbe aus Weißkohl einreiben oder in der Sauna bei einem Kohlaufguss ins Schwitzen kommen.

Bei den Dithmarscher Kohltagen im Übergang vom Spätsommer zum Herbst werden den Besuchern selbstverständlich zahlreiche leckere Kohlgerichte offeriert. In Wesselbüren, wo sie dem Kohl mit dem „Kohlosseum“ sogar ein Museum gewidmet haben, findet während des Dithmarscher Herbstfestes die Kohl-EXPO statt.

Insider-Tipp:

Lümmel, Hein und Mareike heißen die Stars der Seehundaufzuchtstation in Friedrichskoog, die besonders Kinderherzen höher schlagen lassen. Diese drei Seehunde wohnen dauerhaft in der Station, weil sie aufgrund von bestimmten Erkrankungen nicht mehr ausgewildert werden können. Sie bilden jedoch die Ausnahme; die meisten der verwaisten Heuler werden hier aufgepäppelt, um nach der „Reha-Maßnahme“ wieder in die freie Wildbahn entlassen zu werden.

Was Sie sonst in Dithmarschen noch sehen sollten:

Dithmarschen ist weitläufiges Bauernland, platt wie ein Pfannkuchen und insofern ein Paradies für Radwanderer, die besonders die Strecke entlang des Nordostsee-Kanals schätzen. Ein besonderes Spektakel an der meist befahrenen Wasserstraße der Welt sind – nicht nur für die Radler - die Passagen der gigantischen Kreuzfahrtschiffe durch den Kanal. Die Attraktion in Büsum, dem beliebtesten Urlaubsort in Dithmarschen, ist das interaktive Erlebniszentrum „Sturmflutenwelt Blanker Hans“. Auf einer spannenden Zeitreise kann man die Jahrhundertflut von 1962 nacherleben, zudem erfährt der Besucher allerhand Wissenswertes zu den Themen Klimawandel, Gezeiten und Küstenschutz. Heide, die Stadt mit dem größten Marktplatz Deutschlands, lockt zudem mit einem Museum, das dem Schaffen des bedeutenden deutschen Komponisten Johannes Brahms ein Denkmal gesetzt hat.

 

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Bild: © www.nordseetourismus.de Tanja Weinekötter

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