Bayreuther Festspiele


Bayreuther Festspiele vom 25.07. - 28.08.2015



Bayreuther Festspielhaus_copyright DZT - Bayreuth Marketing & Tourismus...Was herrscht da für ein Promi-Auftrieb auf dem Grünen Hügel, wenn alljährlich im Sommer die Fanfaren zum Beginn der Wagner Festspiele rufen. Schließlich locken die Wagner Festspiele vom 25. Juli bis 28. August alles nach Bayreuth, was in Deutschland und darüber hinaus Rang und Namen hat. Die Aussicht, alle diese Prominenten aus Politik, Wirtschaft und Kunst, für die die Bayreuther Festspiele ein Pflichttermin sind, einmal ganz aus der Nähe betrachten zu können, macht selbst für diejenigen einen Abstecher zum Festspielhaus lohnenswert, die kein Freund der Wagner-Opern sind oder keine Karte für eine Vorstellung ergattern konnten. Wobei die Chancen inzwischen etwas gestiegen sind, eine der 30 Vorstellungen der Bayreuther Festspiele besuchen zu können. Denn seit 2012 gehen immerhin 65 Prozent der Eintrittskarten für die Wagner Festspiele in den freien Verkauf. Wer dabei sein möchte, der muss allerdings ziemlich schnell sein, denn die Karten sind im Handumdrehen ausverkauft.

Die ersten Bayreuther Festspiele fanden im Jahr 1876 statt, sie begannen am 13. August mit der Uraufführung des kompletten Ring der Nibelungen. Bereits 1872 ließ Richard Wagner das Festspielhaus von dem Architekten Otto Brückwald errichten, um sich dort allein ohne Ablenkung und in voller Konzentration den Darbietungen seiner Werke widmen zu können. Die weltbekannte Akustik des Hauses beruht vor allem auf dem gänzlich mit Holz verkleideten Innenraum. Auch gibt es keine Logen an den Seiten des Zuschauerraums und die Zuschauerbänke ungepolstert, so dass weniger Schall geschluckt wird und sich der Klang im ganzen Raum verteilen kann. Die harten Bänke verlangen den Festspielbesuchern angesichts der Länge der Wagner-Opern einiges ab. Wegen der Dauer der Aufführungen – die Spieldauer der Meistersinger von Nürnberg beträgt z.B. 4,5 Stunden – beginnen sie auch bereits am Nachmittag und werden durch einstündige Pausen unterbrochen.

Insider-Tipp:

Wer sich gern etwas näher mit Wagners Werken beschäftigen möchte, der sollte in der Festspielzeit die Einführungsvorträge des Musikwissenschaftlers Stefan Mickisch im Evangelischen Gemeindehaus in Bayreuth besuchen. Profunde Wagner-Kenntnis kombiniert mit großartiger Pianistik und Humor zeichnen die eineinhalbstündigen Veranstaltungen aus, sodass man sich auch ohne Festspielbesuch als Wagnerianer fühlen darf.

Was Sie sonst noch in Bayern sehen sollten:

Das Festspielhaus ist nicht das einzige Stätte der Musik, die in Bayreuth einen Besuch lohnt. So gilt das Markgräfliche Opernhaus als das schönste erhaltene Barocktheater Europas und wurde am 30. Juni 2012 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Es wurde im Auftrag der Markgräfin Wilhelmine von einer der berühmtesten Theaterbaufamilien ausgestaltet – von den Bolognesern Giuseppe und Carlo Galli Bibiena. Auch dem Leben und Werk des Komponisten und Klaviervirtuosen Franz Liszt ist in Bayreuth ein Museum gewidmet. Gleiches gilt für das Leben und Werk von Bayreuths großem Dichter Jean Paul (Johann Friedrich Richter). Der 1763 in Wunsiedel geborene Jean Paul gehört zweifellos zu den bedeutendsten deutschen Dichtern. Zudem verfügt Bayreuth über eine Reihe von beeindruckenden Schlössern und Kirchen, die eine Besichtigung wert sind. Wem nach ausführlichem Sightseeing der Kopf schwirrt, der kann sich in den vielen sehenswerten Grünanlagen der Stadt entspannen. Eremitage, Fantaisie, Sanspareil – die Gärten und Parks halten, was ihre Namen versprechen.

 

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Bild: © DZT - Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH

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