Sechstagerennen Bremen


Sechstagerennen Bremen vom 14.-19.01.2016

Bremer Sechstagerennen_coypright DZT - Bremen Touristik Zentral (BTZ)_KLEIN.jpgDas Sechstagerennen wird in Bremen gern auch als die „fünfte Jahreszeit“ bezeichnet. Bereits seit 1965 fahren die Radprofis hier ums Lattenoval. Erlebten die Sixdays in Deutschland von den 1970er bis in die 1990er Jahre einen Boom, so sind inzwischen nur noch die Veranstaltungen in Berlin und Bremen übrig geblieben. Während in der Hauptstadt fast nur beinharte Radsportfans das Event besuchen und intensiv den Sport verfolgen, haben die Sixdays Bremen durch die einzigartige Mischung aus Show und Sport „überlebt“. Spötter behaupten, beim Sechstagerennen in Bremen würden lediglich die Radfahrer stören. Tatsächlich lockten und locken wohl eher die Partyatmosphäre denn der Sport die Besucher in die Hallen. Höhepunkt der Sixdays Bremen waren jahrelang die Auftritte des legendären Duos „Klaus und Klaus“. Wenn sie ihre Gassenhauer wie „An der Nordseeküste“ oder „Polizeistund’“ zum Besten gaben, tanzten die angeblich so kühlen Norddeutschen auf den Tischen. Und doch wurde und wird nach wie vor beim Sechstagerennen in Bremen auch Radsport vom Feinsten geboten. Nach dem Aus für den langjährigen Veranstalter Frank Minder und dessen Sportlichen Leiter Patrick Sercu sorgt nun der ehemalige Radprofi Erik Weispfennig dafür, dass bei den Sixdays Bremen Jahr für Jahr ein erlesenes Fahrerfeld am Start ist. 2013 gewann das Duo Franco Marvulli/Marcel Kalz. Das erste Sechstagerennen fand übrigens bereits 1910 in den Festsälen eines Bremer Gasthofs statt. Weil die Bahn lediglich 95 Meter maß, wurde sie im Volksmund „Nudeltopf“ genannt. 90 Mark Tagesgage sollten die Rennfahrer erhalten, sie sahen nur einen Teil davon. Am letzten Tag war der Kassierer mit den Einnahmen durchgebrannt.

Insider-Tipp:

Es geht inzwischen ein bisschen gesitteter zu bei den Bremer Sixdays, aber immer noch hat man als Besucher die Chance, im nahe gelegenen Maritim-Hotel nach dem letzten Rennen des jeweiligen Abends mit einigen Sechstage-Profis gemeinsam an der Hotelbar zu feiern.

Was Sie sonst in Bremen noch sehen sollten:

Nur einen Katzensprung von der ÖVB-Arena entfernt liegt der Bremer Bürgerpark, in dem man herrliche Winter-Spaziergänge machen kann. Auch die Innenstadt mit dem Rathaus und dem Roland (als Ensemble UNESCO-Weltkulturerbe) ist nicht allzu weit entfernt. Einen Bummel durch die Böttcherstraße mit seiner ganz besonderen Architektur des Expressionismus sollte man ebenfalls nicht verpassen. Anschließend geht es entweder weiter in den Schnoor, Bremens ältestes Viertel mit seinen kleinen pittoresken Gassen, an die Schlachte am Weserufer oder ins lebendige Ostertor – von den Bremern nur das „Viertel“ genannt. Wer ein wenig Kultur tanken will, der ist im Bremer Überseemuseum, in der Kunsthalle oder im Universum richtig aufgehoben.

Bild: © DZT - Bremen Touristik Zentral (BTZ)

Ferienhaus-Suche

Finden Sie das perfekte Domizil für Ihren Urlaub