Heideblütenfest


Das Heideblütenfest in der Lüneburger Heide am 23.08.2015



Heideblüte_copyright Lüneburger Heide GmbH_KLEIN.jpgAlljährlich im August, wenn die Besenheide (Calluna Vulgaris) in voller Blüte steht und die Landschaft in ein kräftiges Violett taucht, haben die Bewohner der Lüneburger Heide das Bedürfnis, dieses farbenfrohe Naturereignis ausgiebig zu feiern. Mit einem Heideblütenfest. Ein solches Heideblütenfest wie es zum Beispiel in Amelinghausen oder Schneverdingen gefeiert wird, ist weit über die Lüneburger Heide hinaus bekannt und beliebt. Seit 1922 wird in Schneverdingen am letzten Sonntag im August gefeiert. Zunächst war es das „Fest der weißen Rosen“,1936 wurde es in Heideblütenfest umbenannt. Heute dauert das Heideblütenfest in Schneverdingen drei Tage lang und wird bereits am Donnerstagabend mit einem Dämmerschoppen eingeläutet. Das Festprogramm umfasst einen plattdeutschen Frühgottesdienst, Theateraufführungen, Open-Air-Veranstaltungen, einen Volkslauf sowie einen Familiennachmittag.

Höhepunkte des Festes sind zweifellos der Lampionumzug und das Höhenfeuerwerk am Sonnabend, sowie der große Festumzug, der am Sonntag auf einer fast vier Kilometer langen Strecke von der Innenstadt zum Festspielgelände im Höpen zieht, bevor dann die Heidekönigin dort auf der Freilichtbühne feierlich gekrönt wird. Auf schön geschmückten Festwagen oder in Fußgruppen ziehen originell kostümierte Darsteller an den Zuschauern vorbei, sodass Vergnügen, Fröhlichkeit und Ironie bei allen nicht zu kurz kommen. Mit dem Empfang der Heidekönigin durch den Rat der Stadt Schneverdingen vor dem Rathaus endet das Heideblütenfest. Wer mit den Heidjern kräftig mitfeiern möchte, der sollte also nicht nur für einen Tag in die Lüneburger Heide kommen, sondern gleich mehrere Tage bleiben.

Insider-Tipp:

Am Rande Landschaftsschutzgebietes Höpen bei Schneverdingen liegt der Heidegarten. In dem als Kreis angelegten Schaugarten befinden sich über 130 verschiedene Heidesorten und ca. 120.000 Pflanzen, sodass man dort über das ganze Jahr verteilt die Vielfalt blühender Heidesorten bestaunen kann.

Was Sie in der Lüneburger Heide sonst noch sehen sollten:

Die Lüneburger Heide ist nicht nur ein eindrucksvoller Naturraum mit weiten Heidelandschaften, alten Wäldern und uralten Mooren, sondern auch ein höchst interessanter Kulturraum. Mittelalterliche Kirchen, Mühlen und alte Hofanlagen charakterisieren die Städte und Dörfer in der Heide; archäologische Fundstätten und Museen wie zum Beispiel das Wilseder Museum „Dat ole Huus" berichten vom Leben der Heidjer und legen Zeugnis ab von der jahrtausend alten Geschichte der Region. Eines der interessantesten Steingräber des Landkreises Lüneburg ist die Oldendorfer Totenstatt (ca. 1,5 km von der Ortsmitte gelegen) mit einer 4.000-jährigen Vergangenheit als Bestattungsfeld. Die Anlage ist kleines Naturparadies – nicht nur für archäologisch Interessierte. Eine Besonderheit von heute ist die Eine-Welt-Kirche in Schneverdingen. Im Rahmen der EXPO 2000 wurde sie komplett aus Holz errichtet und umfasst in ihrem symbolischen Ein-Erde-Altar Erdproben von allen Kontinenten.

 

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Bild: © Lüneburger Heide GmbH

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