Weihnachten in Schweden

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Schweden im Winter – das bedeutet Schnee soweit das Auge reicht. Die Landschaft scheint wie in Watte gepackt; an Bäumen, Sträuchern und den Dächern der Holzhäuser glitzern Eiszapfen; die Menschen bewegen sich fast lautlos durch die weiße Pracht und über die zugefrorenen Seen. Die Tage mögen zwar kurz sein, doch meist machen eine strahlende Sonne und ein stahlblauer Himmel dieses Manko mehr als wett. Vor allem dann, wenn man die Adventszeit und/oder Weihnachen in Schweden verbringt, werden die langen Abende von Adventskerzen und beleuchteten Adventssterne in den Fenstern erhellt. Weihnachten ist zweifellos das wichtigste Fest in Schweden. Es wird im Kreise der Familie gefeiert und zwar weniger besinnlich als vielmehr genussfreudig. Die Vorbereitungen auf Weihnachten beginnen in Schweden bereits Ende November. Dann werden die Straßen, Geschäfte und Häuser weihnachtlich geschmückt. Offiziell beginnt die Weihnachtszeit mit dem ersten Adventssonntag und von nun an verbreitet die Weihnachtsbäckerei ihren weihnachtlichen Duft im ganzen Haus. Gebacken werden vor allem die Julkuchen, Mürbeteigkekse, die vor dem Backen mit Zimt und Hagelzucker bestreut werden, sowie die beliebten Lussekatter, eine Art Weizenbrötchen, die von ihrer typischsten Zutat, dem Safran, ihre bekannte gelbe Färbung erhalten. Dass sie bei ihren weihnachtlichen Vorbereitungen durch den Tomte, den guten Hauswichtel unterstützt werden, davon sind die Schweden fest überzeugt. Auch wenn noch niemand die Tomtes jemals gesehen hat, am Heiligen Abend werden sie nicht vergessen, sondern für ihre Hilfe mit Milchbrei belohnt, der vor die Tür gestellt wird. Wer es versäumt, wird im neuen Jahr von Pech verfolgt. Wenn Sie Weihnachten in Schweden verbringen, sollten Sie also nicht vergessen, ein Schälchen Milchbrei vor die Tür Ihres Ferienhauses zu stellen. Man kann ja nie wissen… Übrigens: Für die Bescherung ist in Schweden nicht nur der Weihnachtsmann zuständig, sondern in manchen Familien auch der Jultomte. Dieser der gute Wichtel lebt in Scheune oder Schuppen und wacht über die Familie.

Weihnachten in Schweden ist ohne Weihnachtsbaum nicht denkbar. Und das, obwohl diese Tradition erst im 19. Jahrhundert ein fester Bestandteil der schwedischen Weihnachtsfestes wurde. Der Weihnachtsbaum wird bereits einige Tage vor dem Fest ins Haus gebracht und traditionell mitten im Zimmer aufgestellt. Natürlich wird er auch in Schweden festlich geschmückt. Unter oder am Weihnachtsbaum ist oft der traditionelle Julbock zu finden. Dieser Ziegenbock aus Stroh ist in den skandinavischen Ländern ein Symbol für die Weihnachtszeit.

Bereits am 23. Dezember begehen die Schweden Lillejulafton, den kleinen Weihnachtsabend. An diesem Abend wird der traditionelle Weihnachtsschinken, ein fester Bestandteil des schwedischen Weihnachtsmenüs, gekocht und man schreibt Julklapp-Reime. Das sind Reime auf die weihnachtlich verpackten Geschenke, aus denen die Beschenkten erraten sollen, was sich hinter der Verpackung verbirgt. Den Höhepunkt von Weihnachten in Schweden bildet zweifellos der Heilige Abend, wenn der Weihnachtsmann oder der Jultomte die Geschenke bringen. Traditionell bleiben in Schweden am Heiligen Abend Fenster und Türen geöffnet, um Freunden und Nachbarn die Möglichkeit zu geben, kleine Geschenke ins Zimmer zu werfen. Vor der Bescherung wird jedoch ausgiebig und vor allem deftig gespeist. Um dieses üppige Weihnachtsessen zu genießen, müssen Sie aber nicht tagelang in der Küche Ihres Ferienhauses stehen: Der Julbord, auf Deutsch Weihnachtstisch, wird auch in Restaurants angeboten. Wer sich dann am nächsten Tag die Kalorien ablaufen möchten, kann man dies wunderbar beim Schneewandern oder Langlauf tun. God Jul – frohe Weihnachten in Schweden!


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