Die Top 10 des Wracktauchens

Wracktauchen ist sicherlich eine der spannendsten Varianten des Tauchsports. Im wahrsten Sinne des Wortes taucht man ab in die Vergangenheit. Hinunter zu historischen Dampfschiffen, die „anno dazumal“ havarierten oder zu gigantischen Tankern. Wracktauchen bedeutet Gänsehaut pur, birgt aber durchaus auch Gefahren. Tauchsportler sollten sich vor den Tauchgängen gut über Strömung und Sichtverhältnisse informieren. Wer sich vernünftig vorbereitet und sich unter Wasser ebenso verhält, den erwartet rund um die häufig von Korallen bewachsenen Schiffswracks ein einzigartiges Taucherlebnis.

  • Wracktauchen bei Big Brother

    Inselgruppe nahe Ägypten
    Das Rote Meer ist schon ohne Wracks aufgrund seiner bunten und abwechslungsreichen Unterwasserwelt ein „El Dorado“ für Taucher. Für Wracktaucher ist der Spot bei den Brother Islands in Ägypten – Little Brother und Big Brother – ein echtes Highlight. Denn vor mehr als hundert Jahren, am 20. Juli 1901, sank hier das britische Dampfschiff „Numidia“, wahrscheinlich wegen eines Navigationsfehlers des Kapitäns. Aufgrund der bisweilen recht starken Strömung gilt das Revier als nicht einfach. Die 40-Meter-Marke darf hier nur mit einer angemeldeten Tauch-Safari mit Guide unterschritten werden.

     

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  • Im Sturm gesunken

    Rotes Meer
    Unweit der „Numidia“ ist 1957 die „Aida“ im Roten Meer gesunken. Offensichtlich war der Kapitän trotz einer Sturmwarnung ausgelaufen. Das rund 75 m lange Schiff fuhr auf ein Riff vor Brother Islands und sank binnen Minuten. Alle 77 Seeleute wurden zum Glück gerettet. Der tiefste Punkt des zum großen Teil von Korallen bewachsenen Wracks liegt bei 57 m, der höchste Punkt bei rund 25 m unter dem Wasserspiegel. Weil auch hier oft starke Strömung herrscht, sollte man reichlich Erfahrung für den spektakulären Tauchgang mitbringen.
  • Ölkatastrophe vor Genua

    An der Küste Liguriens, Italien
    Vor der Küste Liguriens liegt der 334 m lange Öltanker „Haven“ auf Grund. Am 11. April 1991 gab es eine Explosion, zwei Tage später sank das Schiff. Bei der Havarie kamen sechs Menschen ums Leben und rund 50.000 Tonnen Rohöl gelangten ins Mittelmeer. Davon ist heute nichts mehr zu spüren, das Tauchen hinunter zum Schiffswrack ist ein fantastisches Erlebnis. Der höchste Punkt befand sich lediglich 24 m unter der Wasseroberfläche und wurde aus Sicherheitsgründen abgetrennt. Heute liegt er bei knapp 35 m, der tiefste Punkt befindet sich bei 85 m.

     

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  • Tauchparadies vor Balis Küste

    Indischer Ozean
    In unmittelbarer Nähe der Küste Balis liegt der US-amerikanische Frachter „Liberty“. Gestrandet ist es bereits 1942 nach einer Bombardierung seitens der japanischen Flotte, doch erst seit einem Vulkanausbruch im Jahr 1963 liegt es an der heutigen Stelle. Die Überreste der „Liberty“ liegen in einer Tiefe von nur drei bis knapp zwanzig m, insofern ist der Spot durchaus auch für Einsteiger geeignet. Das Wrack ist fast komplett überwachsen mit Korallen und ein Tummelplatz für rund 400 verschiedene tropische Fischarten.

     

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  • Titanic in der Karibik

    Vor der Küste Grenadas
    Nach einer Explosion am frühen Morgen des 22. Oktobers 1961 sank das italienische Kreuzfahrtschiff „BiancaC“ vor der Küste der Karibikinsel Grenada. Auch das rund 180 m lange Schiffwrack der „BiancaC“ ist von Korallen übersät und zählt sicherlich zu den interessantesten Spots überhaupt in der Karibik. Rund um das Wrack tummeln sich im überwiegend glasklaren Wasser Schildkröten, Haie und Barracudas. Gefährlich ist das Revier allerdings eher aufgrund der starken Strömung und des bisweilen heftigen Wellengangs.

     

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  • 100000 Tauchgänge pro Jahr

    Sinai-Halbinsel, Rotes Meer
    Unweit der Sinai-Halbinsel im Roten Meer liegt das Wrack der „SS Thistlegorm“ seit Oktober 1941 in rund 30 m Tiefe, abgeschossen von deutschen Bombern im Zweiten Weltkrieg. Entdeckt hat die Tauchlegende Jacques Costeau das Wrack erst in den 1950er Jahren. Inzwischen pilgern Taucher aus aller Herren Länder zum Wrack des britischen Frachtschiffs, pro Jahr sollen rund 100.000 Tauchgänge zu den Überresten unternommen werden. Die "SS Thistlegorm", bzw. was von ihr übrig geblieben ist, wurde inzwischen durch Ankerleinen stabilisiert.
  • Lebensraum für zahme Meeraale

    Insel Vis, Kroatien
    Das Wrack der „Teti“, eines Dampf betriebenen italienischen Frachters, liegt vor der Nordwestspitze der Insel Vis, inmitten der traumhaften Inselwelt Dalmatiens auf Grund. In einer Tauchtiefe von acht bis 34 m herrschen gute Sichtverhältnisse, die Strömung variiert zwischen mäßig und stark. Während der Bug des 1930 gesunkenen und rund 70 m langen Frachters stark beschädigt wurde, sind Dampfkessel und Laderaum im Heck relativ gut erhalten. Die Überreste der „Teti“ sind heute Lebensraum für Meerbarben, Langusten und einige zahme Meeraale.

     

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  • Von der Nordsee ins Mittelmeer

    Vor der Insel Gozo, Malta
    Die Fähre „Karwela“ wurde 1957 in Deutschland gebaut und pendelte als „MV Nordpaloma“ zwischen Norddeich und Norderney. Nach dem Konkurs der Reederei wurde das Schiff 1986 nach Malta verkauft, dort sank die „Karwela“ im August 2006 vor der Küste der maltesischen Insel Gozo. Die Tauchgänge zu dem rund 50 m langen Wrack sind aufgrund der kaum vorhandenen Strömung nicht nur Tauchprofis vorbehalten. Türen und Luken wurden entfernt, um Tauchern den „Zugang“ ins Innere des Wracks zu ermöglichen. Der Maschinenraum der „Karwela“ ist bestens erhalten.

     

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  • Kaltes Vergnügen

    Orkney-Inseln, Großbritannien
    Am 21. Juni 1919 versenkten deutsche Truppen eigenhändig einen Teil der Kaiserlichen Flotte in der Bucht von Scapa Flow in der Nähe der britischen Orkney-Inseln. Von den ehemals 74 versenkten, bis zu 200 m langen Kriegsschiffen, sind heute noch sieben erhalten und bilden gemeinsam eines der spannendsten Wracktauch-Reviere der Welt. Die Überreste liegen in einer Tiefe zwischen 20 und 40 m. Einzig die zumeist schlechte Sicht und das „saukalte“ Wasser des nördlichen Atlantiks beeinträchtigt das Erlebnis ein wenig.

     

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  • Bomber im Pazifik

    Cape Vogel, Papua-Neuguinea
    Ausnahmsweise mal kein Schiffswrack, sondern die Überreste des Bombers B817F aus dem Zweiten Weltkrieg sind am Cape Vogel an der Milne Bay in Papua-Neuguinea bei äußerst spannenden, aber auch recht anspruchsvollen Tauchgängen im Pazifik zu erkunden. Das rund 22 m lange Flugzeug stürzte am 12. Juli 1943 ins Meer und liegt heute in rund 50 m Tiefe. Aufgrund der verhältnismäßig starken Strömung sollten nur Könner Exkursionen zu dem gesunkenen Flugzeug in Angriff nehmen.