Bayerische Städte - Kultur und Historie



In Amberg ist Vielfalt angesagt!

Amberg_Rathaus_Foto: Tourist-Information Amberg

Häuserfassaden aus den verschiedensten Epochen, großartige Kirchen und Gebäude mit Barock- und Rokokojuwelen, viele moderne Geschäfte und mittendurch der Fluss Vils machen die Altstadt zum lebendigen Mittelpunkt des knapp 1000 Jahre alten Ambergs. Da ist einmal die beinahe lückenlos erhaltene Stadtmauer mit Graben und vier Toren, die Amberg einst zur festesten Fürstenstadt machte. Aber auch das gotische Rathaus, das Maltesergebäude mit barockem Bibliothekssaal oder das kurfürstliche Schloss, das durch die Stadtbrille, ein Wassertor über die Vils mit zwei Öffnungen, mit dem Zeughaus verbunden ist, sind erstaunliche Bauwerke. Einen Blick in die sich dazwischen gesellenden Kirchen sollte auch gewagt werden, etwa in die großartige Basilika St. Martin, die St. Georgskirche oder die Schulkirche, ein im Rokoko ausgestattetes Kleinod. Zudem lässt sich eine durch die vielen Brücken in der Innenstadt hervorgerufene Assoziation an Venedig nicht leugnen.

Kultureller Mittelpunkt der Stadt aber ist das Amberger Stadttheater. Untergebracht in einer ehemaligen Kirche aus dem 13. Jahrhundert, wird dieser Raum seit 1803 als Theater genutzt. Heute gilt es als eines der schönsten Kleintheater Deutschlands und dient als Bühne für Opern, Schauspiel, Konzerte und mehr. Einzigartig ist auch Deutschlands erstes Luftmuseum, welches Amberg sozusagen zum Luftkunstort macht. Ob Luftdusche, Luftbrücke, dicke oder dünne Luft, kein Aspekt wird in der großartigen Ausstellung, die in der sogenannten Engelsburg untergebracht ist, vernachlässigt. Bereits über eine Million Besucher konnte das Amberger Congress Centrum verzeichnen. Konzerte, Theater, Tagungen, Fachmessen und Ausstellungen mit Werken weltbekannter Künstler wie Miró, Dalí oder Warhol bilden seit Jahren einen Publikumsmagnet.

Von der Stadt blickt man hinauf auf den Mariahilfberg mit einer prächtigen Asam Wallfahrtskirche. Hier oben feiern die Amberger auch jedes Jahr ihr beliebtes Bergfest, wobei Barock und Bier eine einzigartige Symbiose eingehen. A propos Bier, einst gab es über 20 Brauereien im Amberger Stadtgebiet. Heute sind es immerhin noch sechs, die die Amberger Feste mit ihren köstlichen Getränken versorgen. Irdisches Vergnügen erwartet einen außerdem im Kurfürstenbad mit sieben Schwimmbecken, ausgedehntem Wellnessbereich und verschiedenen Saunen oder während einer Plättenfahrt auf der Vils mitten durch die malerische Altstadt hinaus ins Gelände der ehemaligen Landesgartenschau. Nach Amberg geht nun die Fahrt weiter, hinaus aus dem Bayerischen Jura ins weltoffene Herz des Oberpfälzer Waldes.



Deggendorf – lebendige Donaustadt

Deggendorf_Donaubruecke - Foto: Stadt Deggendorf
 

Wenn an der Donau schon die Forsythien blühen, sind auf der Rusel noch die Loipen in Betrieb. Die Lage Deggendorfs sucht ihresgleichen: Innerhalb der Stadtgrenzen überwindet der Ort zwischen Donauebene und den Südhängen des Bayerischen Waldes 800 Meter Höhenunterschied. Entsprechend unerschöpflich ist das Freizeitangebot der niederbayerischen Stadt. Ein weitläufiges Wanderwegenetz durchzieht die ruhigen und sonnigen Wald- und Naturschutzgebiete des Bayerwaldes, sein Handicap kann man auf einem der höchstgelegenen Golfplätze Bayerns verbessern, Isar- und Donauradweg öffnen Pedalrittern die Flussauen. Und sollte es zwischendurch zu anstrengend werden – einfach aufs Schiff umsteigen und sich und die Fahrräder transportieren lassen. Bis heute ist die Donau Lebensader Deggendorfs, Anlegestelle für Personen- und Kreuzfahrtschiffe und auch die reizvolle Innenstadt ist von der Donauuferpromenade nur zehn Gehminuten entfern. Deshalb wird auch die Landesgartenschau 2014 unter dem Motto „Brückenschlag Donau – Ufer verbinden, Grenzen überwinden“ stehen.

Wegen der Flusslage ließen sich hier auch vor 800 Jahren die ersten Gerber, Zimmerer und Wagner nieder. Einblick in ihre Arbeits- und Lebensweise gewährt heute das Handwerksmuseum im Deggendorfer Kulturviertel. Themen wie „Holzhandwerk im Bayerischen Wald“ oder „Frauen im Handwerk“ dokumentieren die regionale Kulturgeschichte dieser Berufe. Gleich gegenüber im denkmalgeschützten Stadtmuseum hat die Stadt gar eine originale Biedermeier-Apotheke samt Tablettenmaschine und Salbenherstellung wieder aufgebaut. Außerdem beherbergt das Stadtmuseum eine großzügige Galerie zur Präsentation zeitgenössischer Kunst. Überhaupt hat Deggendorf in seinem Kulturviertel einiges zu bieten. Der Kapuzinerstadl, Kirche eines ehemaligen Klosters, bietet internationale Kunstausstellungen, ist Kleinkunstbühne und Konzertsaal. Die Bibliothek ist ein Glanzstück moderner Architektur und gehört zu den Besten im Freistaat.

Doch eigentlich sollte man seinen Streifzug in der Altstadt beginnen. Vom spätgotischen Turm des Alten Rathauses hat man eine hervorragende Sicht. (Die historische Türmerwohnung ist übrigens im Rahmen einer Stadtführung zu besichtigen.) Über 165 Stufen und sieben Stockwerke gelangt man nach oben. Und die Mühe wird belohnt: Der Blick schweift über die stolzen Bürgerhäuser im Jugendstil, die breite Marktstraße entlang und über die Stadtplätze zur frühgotischen Grabkirche St. Peter und Paul. Die Besonderheit: Ihr Turm gilt als einer der schönsten Barocktürme Süddeutschlands und ist zugleich Wahrzeichen der Stadt. Das historische Altstadtviertel und die Fußgängerzone am Oberen Stadtplatz machen auch einen Einkaufsbummel durch Deggendorf zum Erlebnis.


Dingolfing - Erlebnisreich!

Dingolfing - Industriegeschichte
 

Nur selten glückt der Dreiklang aus Kultur, Natur und Industrie. Doch genau diese gelungene Harmonie der Kontraste macht die Stadt Dingolfing zu einem modernen Lebensraum und zu einem idyllischen Ausflugsort.

 

Diese Idylle liegt inmitten des niederbayerischen Hügellandes direkt an den Isarauen. Die Isar durchquert Dingolfing, trennt die Altstadt im Süden von der Neustadt. Zudem teilt sich die Altstadt ob der Topographie in die Obere und Untere Stadt, was sich in dem markanten Stadtbild wiederspiegelt. Die gesamte Altstadt war von einer mächtigen, mit Türmen besetzten Mauer umgeben, von der Teile noch heute zu finden sind. Genauen Einblick in die historischen Bauten der Stadt bieten die vielfältigen Stadtführungen abseits der üblichen Pfade wie etwa eine Führung durch die Unterwelt Dingolfings, einer Entdeckungsreise durch die geheimnisvollen Kelleranlagen der Oberen Stadt. Über Tage glänzt Dingolfings Innenstadt mit Brunnen und Skulpturen, die sich künstlerisch in das historische Platzgeschehen einfügen und zum Verweilen und Entspannen einladen sowie mit sehenswerten Bauwerken aus verschiedenen Epochen. Highlights sind die Hochbrücke aus dem Jahr 1612 mit fünf Rundbogenjochen oder diverse Türme der ehemaligen Stadtbefestigung.

 

Weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt wurde Dingolfing allerdings als Standort der Automobilindustrie. Heute beschäftigt BMW alleine im Werk Dingolfing, übrigens der weltweit größte Produktionsstandort der BMW Group, über 18.000 Menschen, die täglich rund 1.500 Fahrzeuge der Modellreihen BMW 3er Gran Turismo, BMW 4er Gran Coupé, BMW 5er Limousine und Touring, BMW 5er Gran Turismo, BMW M5, BMW Active Hybrid 5, BMw 6er Coupé und Cabrio, BMW M6 Gran Coupé, BMW Active Hybrid 7, BMW 7er, Rolls Royce Phantom, Ghost und Wraith (Karossiere) fertigen. Die Geschichte der Autostadt Dingolfing beginnt allerdings schon 1955 mit der Firma „Glas“, aus deren Werk insgesamt rund 300.000 Goggomobile, Autos mit Kultstatus, über die Straßen Deutschlands rollten. Im Museum Dingolfing, untergebracht in einem mittelalterlichen Gebäudekomplex inklusive Stadtmauer und Stadtturm, wird u.a. die industrielle Entwicklung der Stadt gezeigt, wobei sich ein Schwerpunkt der Ausstellung der Erfolgsgeschichte der Firma Glas widmet. Zu sehen sind zahlreiche Exponate, die bei jedem Autoliebhaber die Augen vor Freude strahlen lassen. Zudem ist der Werdegang der Bayerischen Motorenwerke, welche 1966 die Firma Glas übernahmen, mit diversen Modellen anschaulich präsentiert.

 

Landshut - Historisch und romantisch!

Landshut -_Fotograf: Hackl
 

Landshut an der Isar, die alte Stadt, die immer wieder aufs Neue besticht. Bezaubernd, gegensätzlich, inspirierend. Bummeln, Verweilen, Entspannen und die schönen Seiten des Lebens genießen. Historische Gebäude lassen sich ebenso entdecken wie Moderne Kunst, lebhafte Geschäfte wechseln sich ab mit grünen Oasen. La Dolce Vita in Niederbayern!
Aus der traumhaft historischen Kulisse Landshuts ragt der höchste Backsteinturm der Welt. Über 130 Meter misst der imposante, zur Basilika St. Martin gehörende Turm und überragt damit sogar die über der Stadt thronende Burg. Von der gleichen Bauhütte wurde auch die gotische Hallenkirche Heiliggeist erbaut. Zwischen den beiden Kirchen spannt sich in leichtem Bogen eine der beeindruckendsten Prachtstraßen in ganz Bayern durch die Mitte der Stadt. Malerisch bunte Fassaden der gotischen Giebelhäuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert säumen diese und die vielen gemütlichen Straßencafés verleihen ihr ein mediterranes Flair. Vielfältige Geschäfte auf dem Hauptplatz und in den romantisch-charmanten Gassen locken mit außergewöhnlichen Angeboten und beim Flanieren durch die Stadt erwarten zahlreiche Eindrücke, Brunnen, Wasserspiele, Kunstobjekte, Skulpturen, Parks und idyllisch bayerische Biergärten den Besucher. Die Mischung aus mittelalterlicher Romantik und pulsierender Lebendigkeit sind der Grund für die unvergleichliche und einzigartige Atmosphäre der Stadt.
Es lohnt sich, die „Perle an der Isar“ mit all ihren Facetten kennen zu lernen. Spazierwege zu beiden Seiten der Isar garantieren dem Erholungssuchenden nicht nur frische Luft im Grünen, sondern auch herrliche Blicke auf die Stadt und weiter entlang des Isarradweges eine malerische Bilderbuchlandschaft. In lauen Sommernächten versprüht das idyllisch erleuchtete Landshut seinen einzigartigen Charme! Ein romantisches Abendessen an der Isar unter freiem Himmel, ein Bummel durch das malerische Zentrum mit seinen pittoresken Gassen, ein genussvoller Filmabend im Open-Air-Kino am Prantlgarten oder ein Konzert im bildschönen Renaissance-Ambiente des Innenhofes der Stadtresidenz – Landshut ist immer ein Sommernachtstraum und Kunst zeigt sich nicht nur im Museum.
Aber Landshut glänzt nicht nur mit Historie und Kunst, durch das BMW Werk Landshut ist es auch ein bedeutender Wirtschaftsstandpunkt in der Region. In den vergangenen fünf Jahrzehnten hat sich das Werk kontinuierlich weiterentwickelt und heute ist es mit ca. 3.000 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber im Umkreis.


Neumarkt - Eine Stadt zum Wohlfühlen

Neumarkt

Inmitten der reizvollen Landschaft des Bayerischen Jura und umgeben von bewaldeten Hügeln liegt Neumarkt in der Oberpfalz auf etwa halbem Weg zwischen Nürnberg und Regensburg. Noch vor der Fahrt in die Stadt bietet sich ein Abstecher auf den sogenannten Wolfstein hoch über Neumarkt an, auf dem die gleichnamige Burgruine thront. Ein geradezu traumhafter Ort mit grandioser Aussicht auf Neumarkt und seine Umgebung. Unten glänzt die Altstadt durch ihren weitläufigen Marktplatz mit seinen herrschaftlichen Gebäuden in einer Farbigkeit, die fast südländisch anmutet. Zum Erfrischen finden sich auf dem Weg dorthin verträumte Biergärten, in denen die frisch gebrauten Biere der drei ansässigen Brauereien angeboten werden. Eine reichhaltige Palette mit verschiedensten Geschmacksrichtungen und oft gar Bio-Qualität bereitet jedem Gaumen Freude. Auf den Tisch kommen deren Getränke natürlich auch bei den Neumarkter Schmankerlwochen, die alljährlich im Oktober stattfinden und qualitätvolle Genüsse und Neumarkter Gastlichkeit präsentieren. Im Zentrum dann das historische Rathaus und als gelungenen Kontrast davor drei Bronzestelen des in Neumarkt aufgewachsenen Künstlers Lothar Fischer, welche liebevoll die drei Grazien genannt werden. Hier spielt sich auch das öffentliche Leben Neumarkts ab. Zahlreiche Geschäfte und kleine Läden, Gasthäuser und Cafés laden zum Besuch ein und dazwischen zweigen immer wieder Gassen ab, die durch die eng verzweigte Altstadt führen.

Im Jahr 2004 wurde mit der Eröffnung des Museums Lothar Fischer Neumarkt in Kunstkreisen bundesweit bekannt. In einem außergewöhnlich gelungenen Neubau, den der Künstler selbst mit plante, sind thematisch Exponate aus Ton, Bronze, Plastik, Gips und Styropor aus dem 450 Plastiken umfassenden Museumsbestand zu bestaunen. Daneben bringen jährlich drei Wechselausstellungen das Werk Fischers in einen kreativen Dialog mit anderen künstlerischen Strömungen. Ein weiteres, ebenso einzigartiges Museum besitzt Neumarkt nun seit 2009: das Museum historischer Maybach Fahrzeuge. Untergebracht in den Hallen der ehemaligen Express-Fahrradwerke, denen ebenso ein Ausstellungsraum gewidmet ist, sind bis zu 20 der weltweit nur noch etwa 160 existierenden Maybach Fahrzeuge ausgestellt. Zwischen 1921 und 1941 wurden diese Fahrzeuge der Luxuskategorie nur auf Bestellung gefertigt und sie haben bis heute nichts von ihrem Glanz verloren. Das Museum zeigt einen umfangreichen Querschnitt der faszinierenden Automobile in jedem Zustand. Auch Cabrios dürfen da natürlich nicht fehlen.

 

Passau - Wo Kultur und Lebenslust zusammenfließen

Passau Luftaufnahme -_Foto: Passau Tourismus e.V.

Die DREI-FLÜSSE-STADT Passau liegt in Ostbayern direkt an der Grenze zu Österreich. Genau hier fließen Donau, Inn und Ilz zusammen – ein Naturschauspiel, das die umliegende Landschaft prägt und zu einer einzigartigen Schönheit macht. Das Stadtbild wurde von italienischen Barock-Baumeistern im 17. Jahrhundert geschaffen. Die hohen Türme, bunten Fassaden, malerischen Plätze, romantischen Promenaden und verwinkelten Gassen verbreiten somit bis heute südländisches Flair. Im Zentrum der Altstadt erhebt sich majestätisch der Dom St. Stephan, der die größte Domorgel der Welt beherbergt. Ihre atemberaubenden Klangmöglichkeiten sind von Mai bis Oktober regelmäßig bei Orgelkonzerten zu erleben.

Im OberhausMuseum in der Veste Oberhaus, einer der größten erhaltenen Burganlagen Europas, können Besucher in verschiedenen Dauerausstellungen und in diesem Jahr noch bis 15. November zusätzlich in der Sonderschau „Neue Herren – Neue Zeiten. Passau und das 19. Jahrhundert“ interessante Einblicke in die Stadtgeschichte gewinnen. Zu den weiteren Museumshighlights zählen das RömerMuseum Kastell Boiotro mit archäologischen Funden aus Passau und Umgebung, das Domschatz- und Diözesanmuseum mit einer Vielzahl an Schätzen aus der Geschichte des einst größten Bistums im Heiligen Römischen Reich, das Glasmuseum mit Exponaten böhmischer Glaskunst vom Barock bis zur Moderne sowie das Museum Moderner Kunst, das in wechselnden Ausstellungen Kunstwerke des 20. und 21. Jahrhunderts präsentiert.

Ein besonderes Erlebnis stellt die Erkundung der DREI_FLÜSSE_STADT per Schiff dar. Die örtliche Reederei bietet „Dreiflüsse“-Stadtrundfahren sowie Ausflugs- und Galafahrten an. Aufgrund seiner geografischen Lage ist Passau zudem ein wichtiger Knotenpunkt nationaler und internationaler Fernradwege und somit ein echtes Radlerparadies, das „Pedalritter“ zu einem ausgedehnten Aufenthalt einlädt. Jede Menge Möglichkeiten zum Wandern gibt es obendrein. Neben den Routen, die direkt im Stadtgebiet verlaufen, liegt Passau unter anderem am Donausteig und am Goldsteig.
 


Regensburg UNESCO Welterbe – jung & kulturbewusst

Regensburg

Hier am nördlichsten Punkt der Donau stellt die besterhaltene mittelalterliche Altstadt ein herausragendes Beispiel eines europäischen Kulturzentrums dar, das mit Ihren Baudenkmälern und dem mediterranen Flair beeindruckt und seit 2006 den Titel UNESCO-Welterbe trägt.

Egal, wie man sich der faszinierenden Altstadt nähert, ob mit dem Cabrio, auf dem Schiff, dem Rad oder zu Fuß über die Steinerne Brücke, der Dom St. Peter ist allgegenwärtig und prägt das Stadtbild. Die bedeutendste gotische Kathedrale Süddeutschlands beeindruckt mit ganz eigener Atmosphäre. Einen spannenden Einblick in die Geschichte, Sagen und Legenden über solch kolossale Bauwerke bekommt man bei unterschiedlichen thematischen Stadtführungen gerne erzählt.

STEINERNES WAHRZEICHEN
Hauptbestandteil fast jeden solchen Rundgangs bildet die älteste Steinerne Brücke, von der man einen tollen Blick auf die Silhouette der Stadt hat. Im Anschluss lohnt sich gleich nebenan ein Blick in das Besucherzentrum „Welterbe Regensburg“ im Salzstadel. Eine interaktiv erlebbare, innovativ konzipierte Ausstellung zeigt dem Besucher in thematischen Schwerpunkten den einzigartigen Charakter des Welterbes und veranschaulicht, wodurch sich Regensburg für diesen Titel qualifiziert hat. Danach eine Stärkung in der ältesten Wurstbraterei der Welt: in die Historische Wurstkuchl direkt am Donauufer. Ein paar Meter donauabwärts trifft man auf die Schiffsanlegestellen. Von hier aus laden auch die neuen Schiffe der Regensburger Flotte mit Ausflügen dazu ein, die „Stadt im Fluss“ und sein kulturreiches Umland aus einer anderen Perspektive kennenzulernen: Donauaufwärts zum Kloster Weltenburg oder zur stromabwärts zur Walhalla, einem imposanten antiken Tempeln nachempfundenen Prunkbau. Zusätzlich gibt es jahreszeitlich angepasste Tages- und Abendfahrten auf der Donau.

LERNEN, ARBEITEN UND FEIERN
Dass Regensburg nun aber nicht im Mittelalter stehenblieb, sondern jung und dynamisch ist, dafür sorgen mitunter die knapp 30.000 Studenten der drei hier ansässigen Hochschulen. Und damit jede Menge Leben die malerischen Plätze und Gassen zwischen den alten Mauern füllt, dafür sorgen die zahlreichen kulturellen Feste und Veranstaltungen. Hier vereinigen sich traditionelle und zeitgenössische Elemente mit Einflüssen aus aller Welt: Theater- und Tanzveranstaltungen, Konzerte, das Bürgerfest und das über die Grenzen Bayerns bekannte Jazz-Weekend und weitere Kulturangebote: Hier findet garantiert jeder sein Lieblingsprogramm. Von gehoben bis zünftig, von Volksmusik bis zur elektronischen Musik sind die Möglichkeiten fast grenzenlos – sei es in modern gestalteten In-Locations, in historischem Ambiente oder draußen auf den zahlreichen Plätzen. In den kleinen Straßen und Gassen der Altstadt laden unzählige Restaurants, Bars, Kneipen und Diskotheken dazu ein, den Tag ausklingen zu lassen. Früher war die Stadt an der Donau Garant für regen Handel, heute ist die viertgrößte Stadt Bayerns ein Wahrzeichen und Anziehungspunkt für Menschen aus aller Welt.

 

Lebenslust in Straubing

Straubing_Gäubodenvolksfest_St. Jakob -_Foto: Amt für Tourismus Straubing

Straubings Stadtgeschichte reicht bis in die Zeit der Kelten, Römer und Bajuwaren zurück. Im Jahre 1218 gründete der bayerische Herzog Ludwig I. die Neustadt Straubings, das heutige Zentrum, direkt an der Donau gelegen. Am Fluss entlang führen wunderschöne Rad- und Spazierwege durch die idyllische Donaulandschaft.
Und in der Stadt gibt es viel zu entdecken: der weiträumige Stadtplatz, die imposanten Patrizierhäuser und die prachtvollen Kirchen zwischen Romanik und Barock erzählen von der reichen Geschichte Straubings.
In diesem vielfältigen historischen Gewand aber pulsiert das Leben. Genießen Sie diese Lebendigkeit und bummeln Sie über den Gemüsemarkt, durch modische Boutiquen, kehren Sie ein in Eisdielen, Cafés und bayerische Wirtshäuser.
Das alles gibt es jetzt auch im Kleinformat: In der Miniaturerlebniswelt Bajuwarium zeigt das erste Modul die Stadt Straubing samt Gäubodenvolksfest und es wird stetig weitergebaut.

Römische Spuren
Römische Gesichtsmasken, Kopfschutzplatten für Pferde und kunstvolle Statuetten: Der beeindruckende Römerschatz im Gäubodenmuseum zählt zu den bedeutendsten Funden im gesamten Imperium Romanum. Sie sollten aber auch einen Spaziergang nach St. Peter machen. Der dortige mittelalterliche Friedhof zählt zu den schönsten in Deutschland.

Eine tragische Liebe
Von der Baderstochter zur Herzogsgattin: Das Schicksal Agnes Bernauers bewegt die Phantasie der Menschen schon seit mehr als 500 Jahren. Wohl im Jahr 1428 lernte sie Herzog Albrecht III. von Bayern-München kennen, sie verliebten sich ineinander und heirateten heimlich. Da jedoch Kinder aus dieser Verbindung des jungen Herzogs mit einer Baderstochter nicht erbberechtigt gewesen wären, ließ Albrechts Vater Herzog Ernst I. Agnes Bernauer des Liebes- und Schadenszaubers anklagen und am 12. Oktober 1435 in der Donau bei Straubing ertränken. Alle vier Jahre erinnern die Agnes-Bernauer-Festspiele an das tragische Schicksal der Bernauerin. Rund 200 Laienschauspieler bringen ihr Leben, Lieben und Sterben als Freilichtspiel auf die Bühne.
Im Straubinger Stadtzentrum ist eine Straße nach Agnes Bernauer benannt und auch die nördliche Donaubrücke trägt ihren Namen. Die schönste Erinnerung an die Bernauerin jedoch steht im Friedhof St. Peter: Die Kapelle mit ihrem Gedenkstein, die Herzog Ernst für die unerwünschte Schwiegertochter errichten ließ.

 

Weiden in der Oberpfalz, die Max-Reger-Stadt

Weiden, altes Rathaus bei Nacht - Foto: Dobmeier

Wunderbare Giebelhäuser im Stil der Renaissance, Bauwerke im Jugendstil, einladende Geschäfte und Gasthäuser bilden das Herz Weidens und laden zum Flanieren durch die historische Altstadt ein. Inmitten der Altstadt verleiht das Alte Rathaus mit Glockenspiel (täglich 11:35 Uhr und 16:35 Uhr) dem Stadtbild seinen unverwechselbaren Charme. Mittwochs und samstags herrscht beim Bauernmarkt buntes Treiben, wenn die Erzeuger aus der Region ihre Produkte feil bieten. Diese frischen Zutaten finden auch ihren Weg in die Töpfe der Köche Weidens, um den Gaumen der Gäste mit Oberpfälzer Schmankerln zu schmeicheln.

Beeindruckend ist die neoromanische Kirche St. Josef, deren Interieur mit großflächig farbigen Glasmosaiken, Skulpturen und Wandmalereien im Jugendstil gestaltet ist. Auch die Straßenzüge um Ketteler-, Luitpold-, Johannis- und Sebastianstraße bestechen durch reizvolle Jugendstilhäuser.

Der Kultur verbunden ist Weiden zudem durch ihren berühmtesten Sohn, den Komponisten Max Reger. In den Zimmern des heutigen Stadtmuseums bekam er Unterricht und um die Jahrhundertwende schrieb er in Weiden seine bedeutendsten Orgelwerke. Reger hinterlässt ein umfangreiches Œuvre mit Werken im Bereich der Kammermusik, des Lieds, der Chor-, Orchester- und Orgelkomposition. Im Kulturzentrum Hans Bauer befindet sich neben dem Stadtmuseum auch das Tachauer Heimatmuseum.

Ferner sind die Michaelskirche mit der gewaltigen Orgel (3.600 Pfeifen) und der Waldsassener Kasten, der das Internationale Keramik-Museum beherbergt, sehenswert. Zu sehen ist Keramik aus sieben Jahrtausenden, von Funden aus prähistorischer Zeit, feinstem Porzellan aus China bis zu Geschirrdesign des 20 Jahrhunderts.

Weltbekannte Firmen wie Seltmann Weiden (Porzellan), Bauscher (Porzellan) und Witt Weiden (Textil) haben Weidens Weltruf als Stadt der schönen Dinge begründet. Ob im berühmten Café Sacher in Wien oder im luxuriösen Hotel Burj Al Arab in Dubai – die Gäste speisen auf Porzellan aus Weiden. Einen Weidener erkennt man daran, ob er in einem Hotel oder in einer Gaststätte Tasse oder Teller umdreht, um zu prüfen, ob er von Bauscher oder Seltmann-Porzellan speist. In Expertenkreisen ist vom „Weidener Griff“ die Rede. Um die vielfältigen Kollektionen zu bestaunen oder für die Ausstattung Zuhause, direkt am Produktionsstandort Weiden, bieten die Werksverkäufe gute Chancen hervorragendes Porzellan einzukaufen.

 















Ostbayerische Städte