Den Bayerischen Jura entdecken!



Höhlen im Bayerischen Jura!

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Typisch für den Bayerischen Jura sind schroffe Kalkfelsen, Kegelberge, Quellgebiete, Tropfsteine und viel Natur. Das Juragestein hat viele Risse und Höhlen und der Untergrund scheint an Karies zu leiden, so ist es nicht verwunderlich hier auch Tropfsteinhöhlen zu finden. Vor über 100 Jahren, am Namenstag König Ottos, entdeckte ein Schäfer eine riesige Tropfsteinhöhle bei Velburg. Die Höhle wurde König-Otto-Höhle genannt und strahlt dem Besucher eine Märchenwelt von Farben und Formen entgegen. In Grotten mit fantastischen Namen wie Königsgrotte, Erlhain, Schatzkammer, Muschelgrotte oder Adventshalle wachsen dicke Säulen und Zapfen neben zarten Rosen und Trauben. Ein ewig währendes Schauspiel, das ständig neue Gestalt annimmt. Zusammen mit der weiteren Höhle, der Adventshalle, werden dem Besucher zwei Höhlen in einer Führung gezeigt. Die König-Otto-Tropfsteinhöhle gilt als eine der schönsten Schauhöhlen im weiten Umkreis. Über der König-Otto-Tropfsteinhöhle wurde ein Hochseilgarten angelegt und im Waldbiergarten kann man den Kletterern zusehen. Ein Wanderweg führt von Velburg zur Höhle, vorbei an einer außergewöhnlichen Felsformation dem "Schwammerl". In Mühlbach bei Dietfurt befindet sich eine der größten Karstquellen in Nordbayern. Jede Sekunde treten im Durchschnitt etwa 300 Liter Wasser im Quellteich des Mühlbaches aus dem Juragebirge zu Tage. Nicht ohne Grund versuchten deshalb bereits seit den 30iger Jahren des letzten Jahrhunderts immer wieder Höhlenforscher den Geheimnissen der umliegenden Höhlen auf den Grund zu gehen. Im Jahre 2001 gelang den Mitgliedern des Höhlenvereins „Karstgruppe Mühlbach e.V.“ schließlich der Durchbruch in die „Mühlbachquellhöhle“. Sie ist damit die erste entdeckte Flusshöhle der Fränkischen Alb. Dieses wasseraktive und großräumige Höhlensystem hat eine Länge von mehr als sieben Kilometern. Begehbar ist diese Höhle zwar nicht aber Sie können den Karstkundlichen Wanderweg (auch unter Führung) über der Höhle erkunden oder die Bildgalerie im Netz bestaunen.

 

Radeln entlang der Kanäle!

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Seit Urzeiten zieht Wasser den Menschen beinahe magisch an. Eine der bedeutendsten Wasserstraßen hat hier auch der Mensch geschaffen. König- Ludwig ließ den Ludwig-Donau-Main-Kanal im 19. Jahrhundert in den Jura graben. Er verfolgte damit das Unterfangen, welches bereits Karl der Große verwirklichen wollte. Das Projekt war von Erfolg gekrönt! Im Juli 1846 konnte der Ludwig-Donau-Main-Kanal dem Verkehr übergeben werden. Von der Schleuse Nr. 1 in Kelheim bis Nr. 100 in Bamberg war mit der 172,44 km langen Wasserstraße eine Verbindung zwischen Schwarzem Meer und Nordsee erreicht. Die von ihr heute noch erhaltenen 65 km gehören zu den schönsten Relikten der deutschen Industriekultur und stehen seit 1973 unter Denkmalschutz. Im Landkreis Neumarkt i.d.OPf. ist dieser alte Kanal noch sehr gut erhalten. Von Berg aus führt der Kanal bis Berching ins Altmühltal. Heute nutzt man das Biotop Ludwig-Donau-Main-Kanal vor allem touristisch: Radler und Wanderer erleben den Kanal auf den alten Treidelpfaden entlang des Wassers und einige Kunstmeilen entlang des Kanals sind entstanden. Die alten Schleusenhäuschen stehen mancherorts noch und auch die historischen Schleusenanlagen sind teilweise erhalten. Die Baukunst am Ludwig-Donau-Main-Kanal ist ebenfalls noch zu bestaunen, neben den Schleusenhäuschen existieren noch alte Brücken, die den Kanal über-spannen. In Mühlhausen ist eine Treidelfahrt noch möglich, Pferde bewegen den Lastkarn, auf dem Personen sitzen sich über das Wasser durch die Landschaft ziehen lassen. Bei Berching trifft man dann auf das moderne Gegenstück – den Main-Donau-Kanal. Ab hier kann man sich dann per Schiff durch das Altmühltal fahren lassen.

 


Nachdenken über Gott und die Welt!

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Wer in den Juratälern unterwegs ist, trifft überall auf Kirchen und Klöster, sind sie doch Orte der stillen Einkehr zu sich selbst und für kunstinteressierte oft kleine Schmuckkästchen. Viele Wallfahrtskirchen gibt es im Landkreis Neumarkt i.d.OPf.: In Berching die Wallfahrtskirche Maria Hilf und die St. Lorenzkirche (romanischer Kirchenbau aus dem 11. – 13. Jh.), in der Ölbergspiele in der Fastenzeit stattfinden. In Breitenbrunn steht die St. Sebastian (14. Jh.) mit Heilquelle über dem Markt, bei Deining ist eine der kleinsten Wallfahrtskirchen in Lenbenbach und in Griesstetten bei Dietfurt findet sich die Wallfahrtskirche „Zu den drei elenden Heiligen“. Im Ortsteil Möning steht die Nothelferkirche und weithin sichtbar vor Freystadt die Asam-Wallfahrtskirche „Maria Hilf“ (1700 - 1710). Mit ihrem besonderen Kuppeldach diente sie schon anderen Kirchen als Vorbild. Kein geringerer als Hofbaumeister Giovanni Antonio Viscardi hatte die Kirche entworfen und der Künstler Han Georg Asam gestalteten diese mit seinen damals noch jungen Söhnen Cosmas Damian und Egid Quirin aus. In Trautmannshofen findet eine der ältesten Marienwallfahrten statt. Die Kirche “Mariä Namen“ hat einen barocken Kirchenbau von 1691 mit mittelalterlichem Turm und einer Wehrmauer aus dem 16. Jh. Auch im Marktgebiet Lupburg steht in Degerndorf die Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt und bei Mühlhausen auf dem Sulzbürg steht eine katholische Kirche neben einer evangelischen. Die Wallfahrtskirche Mariahilf (barocker Kirchenbau 1727), das Kloster St. Josef und die Stadtpfarrkirche St. Johannes (gotischer Hallenbau, 1404 – 1434) gehören zur Stadt Neumarkt. In Seubersdorf stehen die Wallfahrtskirche „Maria Hilf“ in Batzhausen und St. Peter & Paul in Waldkirchen. Auf dem Habsberg bei Velburg (mit 621 m der höchste Pilgerberg der westlichen Oberpfalz und höchster Punkt des Jurasteiges) steht mit der „Maria Heil der Kranken“ eine der schönsten Rokokokirchen des Bezirks. Auch die einzigen Herz-Jesu-Wallfahrtskirche Bayern steht bei Velburg und mit der Wallfahrtskirche St. Wolfgang sprach man über Velburg einst vom „Altötting der Oberpfalz“. Besonders sind aber auch die Klöster! Während in Plankstetten die Benediktinerabtei mit Klosterkirche, regionaler Theke und Seminarräumen aufwartet, sind in Gnadenberg bei Berg nur noch die Ruinen des einstigen prächtigen Birgittenklosters zu sehen. Ein Franziskanerkloster befindet sich neben der Asam-Wallfahrtskirche Freystadt und die Stadt Dietfurt a.d.Altmühl hat seinem Franziskanerkloster gar ein Meditationszentrum. Das einstige Zisterzienserkloster in Seligenporten bei Pyrbaum ist zu einem Gasthof geworden und steht neben der sehenswerten Klosterkirche mit Chorgestühl aus dem 13. Jh. Wer auf dem Wallfahrerweg im Naturpark Altmühltal, der Naturwallfahrt Petersberg, den Judenweg oder gar den Jakobsweg wandert, wird auch von Wegkreuze und Marterln begleitet.

 

Der Wasser- und Mühlenweg … Elitebäche Deutschlands!

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Durch das Arten- und Biotopschutzprogramm (ABSP), den Magerrasen, die Versumpfungen und Moorreste gelten die Weiße und Wissinger Laber naturschutzrechtlich sogar als Elitebäche Deutschlands. Den Hochflächen der Juralandschaft mangelt es nämlich oft am kostbaren Nass und durch die zu Tale fließenden Wasser der Quellen sind kleine Flachmoore entstanden. Der Biber besiedelt seit etwa Mitte der achtziger Jahre wieder die Talaue der Laber und wer Glück hat könnte einem solchen nachtaktiven Tier zur Abendzeit begegnen. Der Jurafels ist hier der Landschaftsarchitekt, er lässt die typischen Jurahänge mit weißem Jurastein und Trockenrasen entstehen. Weil hier das Wasser schnell von den Hängen abläuft, hat man früher mit Schwallen (Steinvorrichtung mit Holzschüben) das Wasser angestaut um die Wiesen zu bewässern. Diese sog. Schwalle stehen heute unter Denkmalschutz und dienen dem Wanderer als kleine Steinbrücken. Lassen Sie sich einfangen vom Charme dieser Täler und entführen auf neue Wege abseits von ausgetretenen Pfaden. Zum Start der Wandersaison 2015 möchten wir Ihnen den Wandertipp „Wasser- und Mühlenweg“ deshalb nicht vorenthalten. Der regionale Wasser- und Mühlenweg ist u.a. auch ein Themenabschnitt des Qualitätsweges Jurasteig. Allein vier der Jurasteig-Etappen und acht Jurasteigschlaufen (Tagesschlaufen) befinden sich im Landkreis Neumarkt i.d.OPf. Der Wasser- und Mühlenweg führt identisch mit dem Jurasteig durch das herrliche Tal der Weißen Laber ins Altmühltal. Die Sippelmühle, die Biermühle, die Erbmühle und das Altmühltaler Mühlenmuseum liegen an diesem Wanderabschnitt. Das Mühlenmuseum in Diefurt a.d.Altmühl ist eine vierstöckige und sogar noch laufende Mühle im Altmühltal. Als regionaler Wanderweg geht es ab Dietfurt weiter durch das Tal der Wissinger Laber und über „Die Naturwallfahrt am Petersberg“ zurück ins Tal der Weißen Laber. Infotafeln nehmen das Thema Wasser und Mühlen auf und mit den Freizeitlinien lässt es sich an Sonn- und Feiertagen in der Sommersaison (ab 01. Mai bis 01. Nov.) ideal planen. Ein neuer kostenloser Faltplan beschreibt die idyllische Wanderstrecke des Wasser- und Mühlenweges und zeigt weitere Wandervorschläge auf.

 

Durch die Bayerische Toskana

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Der Bayerische Jura ist bekannt für seine Felslandschaften und seine duftenden Wacholderheiden. Hier leben zahlreiche bedrohte Pflanzen- und Tierarten. Viele Orchideen, der Kreuzenzian, die Große Hufeisennase oder der Segelfalter haben hier noch ein Zuhause.   Besonders ausgeprägt sind die Wacholderheiden des Lauterachtals im Amberg-Sulzbacher Land zwischen Regensburg und Nürnberg. Durch die zypressenähnlichen Baumsäulen des Wacholders, das nahezu mediterran anmutende Kleinklima des nach Süden ausgerichteten Tals und den Duft des wilden Thymians wähnt man sich tatsächlich eher in der Toskana als mitten in Bayern.   In dieser Traumlandschaft fühlen sich Wanderer und Radfahrer besonders wohl. Der Wacholderwanderweg gehört mit zu den schönsten Wanderwegen im Bayerischen Jura. Auch die Qualitätswanderwege Jurasteig und Erzweg sowie der Jakobsweg führen durch das romantische Tal. Radfahrer sind im Talgrund auf ebenen familienfreundlichen Radwegen unterwegs. Die Wander- und Radtouren führen vorbei an romantischen Wallfahrtskirchen, verzauberten Burgruinen und verträumten Ortschaften.   Zwei Mal jährlich werden die Wacholderheiden durch Schafherden beweidet und sorgen so für den Erhalt dieser einzigartigen Kulturlandschaft. Deshalb ist das Juradistl-Lamm eine besondere kulinarische Spezialität der Region. Nicht minder genussvoll schmecken die Lauterach-Forelle, oder das Wildbret, das jährlich bei den Wildwochen im Herbst auf den Teller kommt. So ist die Bayerische Toskana auch in kulinarischer Hinsicht die entzückende kleine Schwester des Originals.

 

Der Berg ruft - Die Heiligen Berge der Oberpfalz

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Berge üben eine magische Anziehungskraft auf die Menschen aus. Viele Gipfel werden als spirituelles Zentrum von uralten Kirchen gekrönt, die häufig das Ziel von Wallfahrten sind. Überdurchschnittlich viele dieser „heiligen Berge“ gibt es im Amberg-Sulzbacher Land, wo die Bergfeste eine regionale Besonderheit darstellen und jährlich tausende Wallfahrer und Besucher anlocken.

Als Wallfahrtsfeste reicht die Tradition der Bergfeste bis weit in die Barockzeit zurück. Und schon immer mussten die Pilger nach beschwerlichem Bittgang mit Essen und Trinken versorgt werden. Denn nach dem Gottesdienst geht’s zur traditionellen „Henkelmess“. Auf den Bergfesten verbinden sich so Frömmigkeit mit dem Essen, Trinken und Fröhlichsein im Dunstfeld von Weihrauch und Bratwurstduft. So stellt sich pures bayerisches Lebensgefühl ein.

Das Mariahilf-Bergfest in Amberg findet immer um Maria Heimsuchung (02.07.) statt. Ihm folgt das Fest auf dem Annaberg in Sulzbach-Rosenberg um St. Anna (26.07.), das Frohnberg-Fest in Hahnbach um Maria Himmelfahrt (15.08.), dann die Mausberg-Festwoche in Gebenbach um Mariä Geburt (08.09.). Weitere Bergfeste sind das Gottvaterbergfest bei Auerbach oder auf dem Kreuzberg bei Schmidmühlen (beide am Sonntag nach Pfingsten), das Eggenbergfest bei Ensdorf (3. Sonntag im Sept.) und das Johannisberg-Fest in Freudenberg (Sonntag nach dem 24. Juni). Die Wallfahrt zum Axtheid Berg in Vilseck findet um das Kreuzerhöhungsfest am 14. September statt.

 

Regensburger Burgensteige: Wandern im Land der Burgen, Flüsse und Felsen

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Von Burg zu Burg das Mittelalter entdecken – die Burgensteige im Regensburger Land machen es möglich! Rund um die UNESCO-Welterbestadt Regensburg im Herzen Bayerns gab es nämlich einst über 80 Burgen, die das Landschaftsbild des Landkreises Regensburg prägten. Entlang der reizvollen Flusstäler der Schwarze Laber, Naab und des Regens und über die Höhenzüge des Vorderen Bayerischen Waldes kann man auf fünf Burgensteigen Geschichte erwandern und dabei teils noch erhaltene Burganlagen wie die Burgruinen Kallmünz, Laaber, Donaustauf oder Brennberg, die Burg Wolfsegg oder den Schlossberg Regenstauf bestaunen. Angefangen von unscheinbaren Resten einer Burgruine bis hin zu einer vollständig erhaltenen Burg stellt der Landstrich eindrucksvoll unter Beweis, dass er einst eine der burgenreichsten Gegenden Deutschlands war. Wer mag, kann die geschichtsträchtigen Bauten dank kostenloser Wanderkarten und gut beschilderter Burgensteige auf eigene Faust entdecken. Denn die Wege sind gut beschildert und an den Burgenstandorten mit zahlreichen Infotafeln versehen. Folgen Sie einfach dem kleinen Ritter Wonnebold!

Wenn Sie die einzelnen Burgen nicht alleine erwandern möchten, stehen Ihnen speziell geschulte Burgenführer und Burgenführerinnen zur Verfügung. Diese begleiten Sie bei Ihrer Entdeckungstour auf den verschiedenen Burgruinen, vermitteln Einblicke in die Geschichte und erzählen auch Interessantes über mittelalterliche Sitten und Bräuche. Mit Ihnen erleben Sie große Geschichte hautnah: Das Mittelalter mit seinen steinernen Zeugnissen erwacht so vor Ihren Augen wieder zum Leben!

 

Auf dem Erzweg durch das Land der tausend Feuer

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Das Amberg-Sulzbacher Land mit seiner vielfältigen und abwechslungsreichen Landschaft ist ein Paradies für Naturfreunde und Wanderer: Von den mystischen Felsformationen und –labyrinthen im Veldensteiner Forst, über die geschwungene Hügellandschaft des Sulzbacher Berglandes, bis zu duftenden Wacholderheiden in der Bayerischen Toskana und dem schier unendlichen Hirschwald. Dabei ist die Auswahl groß: Vilstalwanderweg, Wacholderwanderweg oder Jurasteig – Naturgenießer kommen auf weit verzweigten Wegen voll auf ihre Kosten. Pilger folgen auf dem Jakobswanderweg spirituellen Spuren. Dabei liegen verwunschene Burgruinen ebenso am Wegesrand wie verträumte Orte, uralte Klöster und traditionelle Wirtshäuser.  

Pures Wandervergnügen verspricht beispielsweise der Erzweg. Wegen seines großen Anteils an naturbelassenen Wegen und des hohen Erlebnisreichtums gehört der Erzweg zu den schönsten Wanderwegen Deutschlands. Er verbindet die abwechslungsreiche Landschaft mit den Zeugnissen der Bergbaugeschichte der Region, die einst als das Ruhrgebiet des Mittelalters galt. Auf dem Erzweg begegnen dem Wanderer unterwegs alte Bergwerke, Hammerschlösser und sehenswerte Erzstädte. Der Erzweg kombiniert als 151 km langer Streckenwanderweg Natur, Kultur und Montangeschichte zu einem abwechslungsreichen Wandererlebnis. Mit seinen neun Schlaufenwegen bieten sich weitere Touralternativen und Rundwanderungen an. Mit der Bahn sind zahlreiche Tageswanderungen möglich.

 

Zu Besuch in Kallmünz, der „Perle des Naabtals“

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Im Mündungswinkel zwischen Vils und Naab, etwa 25 Kilometer nordwestlich von Regensburg, liegt Kallmünz. Von welcher Seite man sich dem malerischen Ort auch nähert, ist es eigentlich immer der Schlossberg mit der imposanten Burgruine auf seiner Spitze, der die ersten bewundernden Blicke einfängt. Früher Siedlungs- und Verteidigungsstätte ist die um 1230 erbaute Burg heute beliebtes Ausflugsziel und Wahrzeichen von Kallmünz.

Aber auch der geschichtsträchtige Markt zu Füßen des bewaldeten, felsdurchzogenen Burgberges entlockt Gästen und Besuchern immer wieder ein Staunen. Nehmen Sie an einer Markt- oder Nachtwächterführung teil oder erkunden Sie Kallmünz auf einem gemütlichen Spaziergang. Schlendern Sie vorbei an bunten Häusern, durch mittelalterlich enge Gassen und über romantische Treppen. Genießen Sie auf italienisch anmutenden Terrassen, in idyllischen Innenhöfen oder urigen, gemütlichen Gaststätten nicht nur bayerische Schmankerl, sondern auch viele weitere Spezialitäten. Auf jeden Fall sollte man der steinernen Brücke über der Naab Aufmerksamkeit zollen und auch dem alten Rathaus von 1603 samt Koller-Museum einen Besuch abstatten. Sehenswert und eine ausgesprochene Kallmünzer Kuriosität ist das „Haus ohne Dach“, das direkt in einen Dolomitfelsen gebaut wurde. Ursprünglich um das Jahr 800 erbaut, wurde die Pfarrkirche St. Michael zwischen 1751 und 1758 im Rokokostil neu errichtet und zählt heute mit den Werken der einheimischen Maler Georg Hämmerl und Mathias Zintl zu den schönsten Kirchenbauten der Umgebung. Um 1900 entdeckten Münchner Künstler wie Charles J. Palmié, Wassily Kandinsky und Gabriele Münter Kallmünz als im wahrsten Sinne des Wortes „malerische“ Sommerfrische – letztere feierten hier 1903 ihre „Kallmünzer Verlobung“.

Aus jener Zeit rührt auch die Bezeichnung „Perle des Naabtals. Noch heute bereichern Künstler und Galerien das kulturelle Leben des Marktes, ebenso wie ein bunter Veranstaltungsreigen, der von einem jährlichen Oldtimertreffen über Theatertage und Kunstaktionen bis hin zum traditionellen Brückenfest und diversen Kirchweihfeiern in und um Kallmünz reicht. Auch sportliche Aktivitäten gibt es hier in Hülle und Fülle - zu Lande, zu Wasser und in der Luft. Neben traumhaften Möglichkeiten zum Wandern, zum Radfahren, Angeln oder Reiten beispielsweise sorgen Kanu- und Bootswanderungen auf der Naab sowie auch Gleitschirmflüge im Naturschutzgebiet Eicher Berg für den ein oder anderen Adrenalinkick.

 

Monte Kaolino

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Ski- und Snowboardfahren kann man im Amberg-Sulzbacher Land das ganze Jahr. Mit 33 Millionen Tonnen feinsten Quarzsandes thront der Monte Kaolino über der Stadt Hirschau. Er ist ein Skiberg ohne Schnee. Durch den feinen weißen Sand wähnt man sich eher an den Stränden der Karibik als in der Oberpfalz. Dieser rund 120 Meter hohe „weiße Riese“ ist eine weltweit einzigartige Attraktion. Bei einer eine Pistenlänge von 220 Metern und einem Gefälle von rund 40 Grad auf, wird von jedem „Monte“-Neuling vor der ersten Abfahrt etwas Überwindung abverlangt. Und karibisches Flair stellt sich ein, wenn die Riesendüne zum Schauplatz der Welt- und Europameisterschaften im Sandboarding, Sandski- und Big-Footfahren wird. Wo sonst kommt man in den Genuss, einem Wintersport in Bikini und Badehose nachzugehen?

  Doch nicht nur Sandboarder nutzen den Monte Kaolino. Für Kinder sind insbesondere die Zipfelbobs und die Sommerrodelbahn herrliche Attraktionen. Ergänzt wird das Angebot zudem durch einen Campingplatz, ein Dünenfreibad, einen Segwaypark sowie durch einen Waldhochseilgarten. Und für weniger Aktive bietet sich vom Gipfel des Sandbergs ein schöner Rundblick auf das Amberg-Sulzbacher Land.

 

Radlerlebnis Regensburger Land

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Was das Regensburger Land für Naherholer und Urlauber besonders faszinierend macht, ist seine Lage und Naturlandschaft rund um die UNESCO-Welterbestadt Regensburg: der Bayerische Jura mit seinen romantischen Flusstälern von Schwarzer Laber, Naab und Regen mit exponierten Felshängen, der Vordere Bayerische Wald mit seinem herrlichen Waldwander- und Radelgebiet zwischen Donau und Regen oder die Weiten des Gäubodens südlich der Donau. Vielfältige Natur auf engstem Raum ermöglichen ein abwechslungsreiches Ausflugsprogramm, ob Wandern, Radeln, Kulturerlebnis - für jeden ist etwas dabei! Das umfassende und teils sternförmige Radwegenetz ab Regensburg mit markierten Rundtouren und vielen überregionalen Radwegen wie Donau-, Fünf-Flüsse- und Regentalradweg laden zu einer Erlebnistour ein. Nutzt man Radlbusse oder die Bahn als Transporthilfe z.B. nach Falkenstein, Kelheim oder Neumarkt, erweitert sich zudem der Aktionsradius.

Viele Touren führen an bedeutenden Sehenswürdigkeiten vorbei, wie z.B. der von König Ludwig I. erbauten Ruhmeshalle Walhalla bei Donaustauf, dem Nepal-Himalaya-Pavillon bei Wiesent, der einst auf der Expo 2000 residierte, dem kleinsten Weinbaugebiet Bayerns entlang der Donau oder dem malerischen Örtchen Kallmünz. Viele Burgruinen (wie Laaber, Ehrenfels, Donaustauf, Burg Wolfsegg uvm.), Schlösser, Kirchen und Klöster säumen die Radwege und verleihen somit den Touren eine Würze. Ein besonderes Highlight sind auch die kleineren und größeren Badeseen der Region, die nach einer hitzigen Sommertour für Erfrischung sorgen. Entlang der Radrouten ist stets für Ihr leibliches Wohl gesorgt, kommt man immer wieder an gemütlichen Biergärten und Gasthöfen vorbei, die mit regionaler Kost zur Rast einladen. Radfreundliche Betriebe bieten dabei auch gerne eine Unterkunft bei einem längeren Aufenthalt in der Region.  

Tipp: Familienfreundliche Flussradwege

Ein Großteil der Radwege ist gut ausgebaut und verläuft auf meist flachen Etappen entlang von Flusstälern oder auf ehemaligen Bahntrassen. Diese nahezu steigungsfreien Radwege sind besonders familienfreundlich. Dazu zählen die bekannten Radfernwege Donauradweg, Naabtal-Radweg und Regentalradweg, die dem Radler unangestrengte Erholung und dazu noch wunderschöne Panoramen bieten.

 

Im Tal der Schwarzen Laber … ist Wandern und Radeln ein Genuss

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Sie haben die Nase voll von Hektik, Trubel und Lärm? Sie wollen raus in die Natur, sind auf der Suche nach Gemächlichkeit und Ursprünglichkeit? Dann ist das Tal der Schwarzen Laber im Herzen Bayerns - ein besonders schönes, natürliches und fast unberührtes Flusstal – das Richtige für Sie! Es schlängelt sich auf rund 80 Kilometern von der Quelle bei Laaber im Landkreis Neumarkt (östlich von Nürnberg) bis zur Mündung in die Donau bei Sinzing vor den Toren Regensburgs. In weiten Schleifen durchfließt die Schwarze Laber einen höchst abwechslungsreichen Naturraum mit blühenden Talwiesen, geheimnisvollen Mooren, sonnigen Talhängen mit artenreichen Magerrasenflächen, eingerahmt von imposanten Jurafelsen. Leise plätschernd verbindet das Flüsschen malerische Orte, idyllische Mühlen, trotzige Burgruinen und viele Sehenswürdigkeiten. Man trifft auf Schafherden, die hier natürliche Landschaftspflege betreiben. Bei freundlichen Gastgebern können Sie sich mit regionalen Spezialitäten verwöhnen lassen – beispielsweise mit Gerichten vom Juradistl-Lamm oder Juradistl-Weiderind. Erleben Sie das Tal der Schwarzen Laber am besten zu Fuß oder hoch auf dem Pedalross. Der beschilderte Schwarze-Laber-Radwanderweg ist dafür prädestiniert, vor allem auch immer wieder mit Informationstafeln bestückt, die Wissenswertes zu Flora und Fauna und regionalen Besonderheiten vermitteln.

Bei freundlichen Gastgebern können Sie sich mit regionalen Spezialitäten verwöhnen lassen – beispielsweise mit Gerichten vom Juradistl-Lamm oder Juradistl-Weiderind. Für einen Tagesausflug in die Natur entlang der Schwarzen Laber bietet sich als Hin- oder Rücktransportmittel die Bahn an, so dass man bequem in Undorf, Deuerling, Laaber, Beratzhausen, Mausheim, Parsberg und Seubersdorf oder Sinzing ein- oder aussteigen kann. Auch die Fahrradmitnahme im Zug ist gegen einen Aufschlag möglich.

 











 

 

 


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