Größer, teurer und oft im Ausland:

Wie Besserverdiener mittels Ferienimmobilien ihr Vermögen streuen

 

Neue Marktanalyse zum Ferienimmobilienmarkt 2014 von FeWo-direkt und Engel & Völkers

 

Frankfurt am Main / Hamburg, 30.10.2014. Besserverdiener investieren und finanzieren ihre Ferienimmobilie unter anderen Aspekten als durchschnittlich verdienende Eigentümer. Ihre Ferienhäuser dienen mittels Fremdfinanzierung verstärkt zur Kapitalanalage, Vermögensstreuung und Wahrnehmung von Steuervorteilen – Investitionen im Ausland nehmen zu. Diese Daten belegt jetzt eine neue Analyse zur Entwicklung des privaten Ferienimmobilienmarktes einkommensstarker Bevölkerungsschichten des Ferienhausportals FeWo-direkt und Engel & Völkers.

 

Käufer von Ferienimmobilien sind in den letzten Jahren im Vergleich immer finanzkräftiger geworden. Die neue Analyse von FeWo-direkt und Engel & Völkers, für die Eigentümer mit einem Haushaltsnettoeinkommen von über 5.000 Euro unter die Lupe genommen wurden, zeigt: Ein höheres Einkommen schlägt sich sowohl in einer höheren Preisbereitschaft beim Erwerb der Immobilien als auch in veränderten Kaufmotiven nieder. Ebenso unterscheiden sich Kaufkriterien, Standortwahl und Objektgrößen von denen der Durchschnittsverdiener.

 

Besserverdiener finanzieren Ferienimmobilien über Fremdkapital und setzen auf Steuervorteile und Vermögensstreuung

Grundsätzlich erwerben Besserverdiener ihre Ferienimmobilie aus den gleichen Gründen wie Käufer mit einem durchschnittlichen Einkommen. Weit vorne stehen als Motive die Eigennutzung und Vermietung mit 56,1 Prozent und die Altersvorsorge mit 44,2 Prozent. Jedoch tätigen sie den Kauf verstärkt auch noch aus einer anderen Kaufmotivation heraus: Für rund ein Drittel der einkommensstarken Käufer von Ferienimmobilien ist das Objekt wichtige Geld- und Kapitalanlage (29,9 Prozent). 17,9 Prozent der Besserverdiener setzen auf Steuervorteile durch den Erwerb und 21,1 Prozent auf eine rentable Vermögensstreuung. Lediglich für 12,2 Prozent der Durchschnittsverdiener ist dieser Aspekt wichtig.

 

Kaufmotive

Angaben in Prozent

Besserverdiener

Durchschnittlich verdienender Anleger

Veränderung in Prozentpunkten

Eigennutzung & Vermietung

56,1

58,9

-2,8

Altersvorsorge

44,2

46,4

-2,2

Geld- und Kapitalanlage

29,9

22,6

7,3

Vermögensstreuung

21,1

12,2

8,9

Steuervorteile

17,9

14,1

3,8

 

In einem weiteren Punkt unterscheiden sich die vermögenden Käufer von Ferienimmobilien ebenfalls klar von jenen mit einem eher durchschnittlichen Einkommen: Für die Finanzierung nehmen sie deutlich häufiger Fremdkapital auf. Nur jeder vierte Besserverdiener realisiert den Kauf des Objektes komplett aus eigenen Mitteln, während knapp ein Drittel der Durchschnittsverdiener komplett mit Eigenkapital finanziert. Umgekehrt erwerben 20,6 Prozent der Eigentümer mit höherem Einkommen ihre Immobilie komplett mit Fremdkapital. Nur 16,4 Prozent der durchschnittlich verdienenden Anleger gehen dieses Wagnis ein. „Im Gegensatz zum durchschnittlich verdienenden Ferienhausbesitzer setzen Besserverdiener ihre Ferienimmobilie gezielt als Kapitalanlage ein und finanzieren diese verstärkt über Darlehen anstatt Eigenkapital zu nutzen. Wohlhabende Eigentümer können die notwendigen Sicherheiten für die Aufnahme von Fremdkapital natürlich wesentlich leichter aufbringen und verfügen überhaupt erst über das Einkommen, das steuerliche Vorteile ermöglicht“, erklärt Tobias Wann, Vice President von HomeAway und FeWo-direkt-Chef.

 

Finanzierung

Angaben in Prozent

Besserverdiener

Durchschnittlich verdienender Anleger

Veränderung in Prozentpunkten

Eigen- und Fremdkapital

48,4

44,3

4,1

100 % Eigenkapital

24,0

31,7

-7,7

100 % Fremdkapital

20,6

16,4

4,2

Hypothek

3,1

4,2

-1,1

Erbschaft

2,1

1,8

0,3

 

Im Fokus wohlhabender Anleger: Hochpreisige Objekte mit Top-Ausstattung und großer Wohnfläche

Besserverdiener investieren vermehrt in hochpreisige Objekte. Mit einem durchschnittlichen Erwerbspreis von 227.000 Euro liegt ihre Preisbereitschaft im Vergleich zum durchschnittlichen Anleger rund 17 Prozent höher. In den letzten drei Jahren investierten 29,7 Prozent in Ferienimmobilien, die in einem Preissegment von 250.000 bis 500.000 Euro lagen. Wichtige Kaufkriterien für Besserverdiener sind neben der Lage (92,7 Prozent) und dem Vermietungspotenzial (45,4 Prozent) insbesondere auch der Zustand des Gebäudes (44,3 Prozent) und die Ausstattung der Ferienimmobilie (29,7 Prozent). Die Infrastruktur ist für mehr als ein Drittel ein relevanter Faktor (39,9 Prozent) für die Kaufentscheidung. Dementsprechend hat das Wiederverkaufspotenzial der Immobilie mit 28,2 Prozent für Besserverdiener eine viel größere Bedeutung als für durchschnittliche Anleger (19,9 Prozent).

 

Kaufkriterien

Angaben in Prozent

Besserverdiener

Durchschnittlich verdienender Anleger

Veränderung in Prozentpunkten

Lage

92,7

89,4

3,3

Vermietungspotenzial

45,4

40,6

4,8

Zustand des Gebäudes

44,3

40,2

4,1

Infrastruktur

39,9

33,5

6,4

Ausstattung

29,7

24,7

5,0

Wiederverkaufspotenzial

28,2

19,9

8,3

 

 

Auch der Objektgröße kommt neben der Ausstattung eine wesentlich höhere Relevanz zu. So beträgt die Wohnfläche von Ferienhäusern einkommensstarker Besitzer im Schnitt 155 Quadratmeter, 25 Quadratmeter mehr als Ferienimmobilien durchschnittlicher Anleger. „Ferienimmobilien werden nicht mehr nur nach romantischen Gesichtspunkten ausgewählt, sondern vor allem nach handfesten Lage- und Gebäude-Eigenschaften, die eine rentable Vermietung und Wiederverkauf ermöglichen“, weiß auch Kai Enders, Vorstand der Engel & Völkers AG. „Je exklusiver die Lage und Ausstattung, umso sicherer ist die Ferienimmobilie als Kapitalanlage und zur Vermögensstreuung, da absolute Top-Objekte stets ein knappes Gut bleiben. Darüber hinaus erzielen hochwertige Immobilien in sehr guten Lagen nicht nur höhere Mieten, sondern garantieren auch eine bessere Auslastung.“ Rund 40 Prozent der Besserverdiener denken darüber nach, eine weitere Ferienimmobilie zu erwerben – knapp 30 Prozent aufgrund der derzeit niedrigen Hypothekenzinsen. Die Durchschnittsverdiener ziehen einen Neu-Erwerb nur zu 23 Prozent in Betracht.

 

Auch auf Urlauberseite steigt die Nachfrage nach hochpreisigen Feriendomizilen. Besserverdienende Mieter* geben rund 10 Prozent mehr für die Objektmiete aus als der durchschnittliche Ferienhausmieter. Einhergehend mit einer höheren Preisbereitschaft steigen auch die Vorlieben für größere Wohnflächen und Ansprüche an Ausstattung und Optik des Domizils. Im Vergleich zum Durchschnitts-Mieter liegt der Mehrbedarf an Wohnfläche für besserverdienende Mieter durchschnittlich bei rund 10 Quadratmetern.** FeWo-direkt-Chef Tobias Wann bestätigt: „Ferienhausurlaub ist längst keine Low-Budget-Urlaubsform mehr. Einkommensstarke Urlauber lassen sich mehr Platz, mehr Privatsphäre und eine exklusivere Ausstattung gerne etwas kosten. Wir verzeichnen in den letzten Jahren ein stetiges Wachstum an Ferienobjekten, die auch gehobene Ansprüche bedienen und zunehmend als Alternative zu höherklassigen Hotels betrachtet werden. Daher werden wir Kürze auch eine eigene Plattform für Luxus-Ferienhäuser auf den Markt bringen.“

 

Beliebte Heimat – exklusives Ausland: Ferienhaus-Standorte für Besserverdiener

Einkommensstarke Eigentümer von Ferienimmobilien bevorzugen für ihr Traumdomizil neben Deutschland (52,5 Prozent) vermehrt auch exklusive Standorte im Ausland. Deutlich häufiger als der durchschnittliche Eigentümer investieren sie in der Schweiz (8 Prozent; Durchschnitts-Käufer: 3,1 Prozent) oder auch im US-Bundesstaat Florida (6,3 Prozent; Durchschnitts-Käufer: 2,8 Prozent). Dies deckt sich mit den Präferenzen der finanzstarken Ferienhausurlauber: Sie zieht es neben Deutschland ebenfalls verstärkt in ausländische Reiseziele in der Mittelmeerregion oder in die USA. Insbesondere der Bundesstaat Florida liegt bei den besserverdienenden Mietern vorne - der Anteil der Ferienhausreisen in den Sunshine State liegt vier Prozent über dem des Durchschnitts-Urlaubers.**

 

Investitionsländer

Angaben in Prozent

Besserverdiener

Durchschnittlich verdienender Anleger

Veränderung in Prozentpunkten

Deutschland

52,5

51,9

0,6

Spanien

9,3

10,6

-1,3

Schweiz

8,0

3,1

4,9

Italien

6,3

5,9

0,4

USA

6,3

2,8

3,5

 

Die zugrunde liegenden Daten dieser Analyse stammen aus der „Marktstudie zu privaten Ferienimmobilen 2014“ von FeWo-direkt und Engel & Völkers.

 

Die umfangreiche Analyse mit allen Ergebnissen steht unter www.fewo-direkt.de/marktanalyse-besserverdiener-2014 zum Download bereit.

 

* monatliches Haushaltsnettoeinkommen über 3.000 Euro.

** Quelle: Sonderauswertung einkommensstarke Ferienhausurlauber der Ferienhaus-Urlaubsanalyse 2014, FeWo-direkt

 

 

Über FeWo-direkt

FeWo-direkt ist Deutschlands Nummer 1 in der Online-Ferienhausvermietung. Pro Jahr suchen Millionen deutschsprachige Besucher auf www.fewo-direkt.de nach ihrem Urlaubsdomizil. FeWo-direkt ist eine 100-prozentige Tochter des weltweiten Marktführers HomeAway, Inc. (www.homeaway.com). Unter der Dachmarke HomeAway sind die führenden Ferienhausportale in Europa, Australien und Amerika vereint. Damit bildet die HomeAway-Familie ein globales Netzwerk für private Ferienhausvermieter und Urlauber. Mehr als eine Million Feriendomizile in 190 Ländern stehen im HomeAway-Netzwerk weltweit zur Auswahl. Weitere Infos unter www.fewo-direkt.de/pressecenter

 

 

Über Engel & Völkers

Engel & Völkers ist ein weltweit führendes Dienstleistungsunternehmen in der Vermittlung von hochwertigen Wohn- und Gewerbeimmobilien sowie Yachten im Premium-Segment. Rund 540 Shops im Bereich hochwertige Wohnimmobilien sowie 60 Gewerbebüros, die Büro-, Einzelhandels- und Industrieflächen, Investmentobjekte, Wohn- und Geschäftshäuser sowie Immobilienportfolios vermitteln, bieten privaten und institutionellen Kunden eine professionell abgestimmte Dienstleistungspalette. Beratung, Vermietung, Verkauf oder Bewertungen rund um Immobilientransaktionen sind die Kernkompetenzen der rund  5.000Mitarbeiter/innen. Derzeit ist Engel & Völkers in 38 Ländern auf fünf Kontinenten präsent.