Ferienhaus-Urlaubsanalyse 2009 - Krise hat kaum Einfluss auf das Reiseverhalten


Deutsche Ferienhausurlauber geben im Schnitt 754 Euro pro Objekt/Woche aus und bleiben bevorzugt im eigenen Land

80 Prozent der Ferienhausurlauber wollen trotz Wirtschaftskrise 2009 im gewohnten Umfang Urlaub machen. Nur 20 Prozent der Urlauber werden weniger häufig verreisen. Dies ist eines der Ergebnisse der 4. Deutschen Ferienhaus-Urlaubsanalyse von FeWo-direkt. Die Reisepläne der Befragten zeigen, dass die andauernde Wirtschaftskrise kaum Einfluss auf das Reiseverhalten hat: Fast 50 Prozent der Befragten haben angegeben, dass sie in diesem Jahr wieder mehr als einmal in ein Ferienhaus reisen. Zudem wird die Reisedauer auf durchschnittlich 13 Tage ansteigen. Auch die Zahl der Besserverdienenden wächst: Bereits 18,9 Prozent der Befragten haben ein Haushalts-Nettoeinkommen von mehr als 4.000 Euro - ein Plus von 31,3 Prozent im Vergleich zu 2006. Inlandsübernachtungen liegen unangefochten an der Spitze: 93,8 Prozent der Befragten machen 2009 Urlaub in Europa, davon ein Drittel in Deutschland. Stärkstes Bundesland ist Mecklenburg-Vorpommern mit 36,1 Prozent vor Niedersachsen (15,7 Prozent) und Bayern (14,6 Prozent). Zum vierten Mal untersucht die Online-Studie von FeWo-direkt das Reise- und Buchungsverhalten von Ferienhausurlaubern und liefert aktuelle Trends: 2.010 Urlauber wurden vom 15. Dezember 2008 bis 06. Februar 2009 befragt.

Bei den Auslandsbuchungen 2009 setzt sich Italien mit 15 Prozent gegen Spanien (11,8 Prozent), Frankreich (acht Prozent) und Österreich (3,8 Prozent) durch. Im Trend liegt auch Kroatien mit einem Plus von 2,5 Prozentpunkten im Vergleich zu 2007 sowie die USA, die sich ebenfalls unter den besten zehn Ländern etablieren. Welche Regionen gefragt sind, zeigt ein Blick in die Ergebnisse von 2008: Zwölf Prozent der Befragten machten Urlaub an der Ostsee, 7,5 Prozent bevorzugten die Nordsee vor der Toskana (3,8 Prozent), Mallorca (2,9 Prozent) und Westjütland (2,7 Prozent). Die Reisepläne 2009 zeigen, dass deutsche Küstenregionen wieder einmal die Nase vorn haben. Doch auch der Urlaub in den Bergen steigt 2009 weiter in der Urlaubergunst und hat seit 2005 um 50,1 Prozent zugelegt. Favorit bleibt das Feriendomizil am Meer (48,2 Prozent), vor dem Landhaus (19,1 Prozent) und dem Berg-Chalet (15,7 Prozent). Bei der Auswahl von Lage und Region sind für mehr als die Hälfte der Befragten die Nähe zu Meer und Wasser, die landschaftliche Schönheit und der Abwechslungsreichtum entscheidend. Zudem ist eine schnelle Anreise Trumpf: PKW-Reisen konnten 2008 um 4,7 Prozent zulegen. Flugreisen wurden dagegen um 20 Prozent weniger gebucht.

Mit einem Anteil von 48,1 Prozent sind Juni, Juli und August 2009 die beliebtesten Reisemonate. Die Lust, in der Hauptsaison zu reisen, steigt - mit einem Plus von 21,5 Prozent im Vergleich zu 2006. Immerhin bevorzugen noch 42,3 Prozent die Nebensaison. Dabei können Gäste in der Nebensaison kräftig sparen: In der Hauptsaison 2008 zahlten Ferienhausurlauber im Schnitt 754 Euro Miete pro Objekt/Woche, 27 Prozent mehr als in der Nebensaison. Paare als investitionsfreudigste Zielgruppe gaben durchschnittlich 610 Euro, eine vierköpfige Familie dagegen nur 114 Euro mehr pro Woche aus. Auch beim Gesamtbudget (inklusive Miete, Nebenkosten und Anreise) lagen Paare mit 881 Euro pro Person/Woche rund 72 Prozent über dem einer Familie.

Welche Objekte Ferienhausurlauber bevorzugen, zeigen ebenfalls die Ergebnisse 2008: Haupt-Buchungskriterien für mehr als 60 Prozent der Befragten waren Lage, Reiseziel und Mietpreis. Die Nachfrage nach kleineren Objekten steigt: Während 2005 nur 18,6 Prozent eine Ferienwohnung anstatt eines Ferienhauses gebucht haben, waren es 2008 bereits 44,6 Prozent. Dies geht mit einer steigenden Nachfrage nach kleineren Objekten mit maximal 80 Quadratmetern einher, die bei 63 Prozent lag. Lediglich zehn Prozent der Befragten buchten 2008 ein Feriendomizil mit mehr als drei Schlafzimmern. 84,5 Prozent entschieden sich für ein Objekt mit gutem Preis-Leistungsverhältnis. Dabei gehören Mikrowelle, Geschirrspüler und Waschmaschine zur Standard-Ausstattung eines privaten Ferienobjekts. Viele Urlauber wollen mittlerweile auch im Urlaub online sein: Den Internetanschluss haben 54,3 Prozent 2008 am meisten vermisst. Am Urlaubsort ist Zurückhaltung gefragt: Fast drei Viertel der Befragten wollen keine persönliche Betreuung durch den Vermieter am Urlaubsort.

Die Vorteile eines Ferienhauses im Hotelvergleich sehen die Befragten in der Flexibilität (84,8 Prozent), Ungezwungenheit (78,9 Prozent) und Privatsphäre (76,1 Prozent). Spazierengehen (68,4 Prozent), Baden (57 Prozent) und Wandern (39,7 Prozent) waren auch 2008 die Lieblingsaktivitäten der Ferienhausurlauber. Zum Urlaubsprogramm im Ferienhaus gehörten das ausgiebige Frühstück (83,4 Prozent), Lesen (73,6 Prozent) und der Spieleabend (50,2 Prozent). Nur für 30 Prozent der Befragten war der Fernseher relevant. Die Zahl der Aktivurlauber wächst und kann von 2007 bis 2009 um 29,7 Prozent zulegen.

Kernzielgruppe des Ferienhausurlaubs sind Familien (54,4 Prozent) und Paare (27 Prozent). Urlaub mit Haustieren ist rückläufig: Während 2005 noch 44,1 Prozent Hund und Katze mitgenommen haben, waren es 2008 nur knapp 30 Prozent. Und wie unterscheiden sich Ferienhausurlauber von den allgemeinen Internet-Usern? 36,4 Prozent der Befragten haben ein Haushalts-Nettoeinkommen von mehr als 3.000 Euro, bei den Internetnutzern sind es nur 29,5 Prozent (laut AGOF-Branchenbericht). In der einkommensstarken Zielgruppe der 30- bis 49-jährigen befinden sich 60 Prozent der Befragten, bei den Internetnutzern sind es nur 43,6 Prozent. 81,9 Prozent sind berufstätig, wohingegen nur 64,9 Prozent der Internetnutzer einem Beruf nachgehen.

Die Studie zum Herunterladen: www.fewo-direkt.de/marktstudien

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