Ergebnisse der Marktstudie zu privaten Ferienimmobilien 2013

Steigende Nachfrage bei Ferienimmobilien als Kapitalanlage

Deutschland ist der führende Investitionsstandort, wenn es um Ferienimmobilien geht. An Ost- und Nordsee entwickelt sich die Nachfrage weiterhin positiv. Dabei rückt die Ferienimmobilie als Altersvorsorge, Kapitalanlage und Rendite-Objekt immer stärker in den Fokus der Anleger. Und ruft immer mehr finanzkräftige Käufer auf den Plan. Die Marktstudie zu privaten Ferienimmobilien von HomeAway FeWo-direkt und Engel & Völkers analysiert zum sechsten Mal die Trends auf dem Ferienimmobilienmarkt. Vom 01. März bis 03. April 2013 haben 2.664 Eigentümer von Ferienimmobilien an der jährlichen Studie teilgenommen.

Deutschland als Investmentstandort auf Wachstumskurs

Von 2011 bis 2013 ist die Nachfrage nach Ferienimmobilien in Deutschland stetig gestiegen: 70,9 Prozent der Käufer haben im eigenen Land investiert. Vor 2011 lagen die Käufe anteilig bei 48,7 Prozent. Die meisten Neu-Investitionen der letzten drei Jahre wurden an der niedersächsischen Nordseeküste (12,8 Prozent), auf den Ostsee-Inseln (11,1 Prozent) und an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins getätigt (7,4 Prozent). In Spanien ist die Nachfrage mit 10,3 Prozent der Investitionen weiterhin stabil. Ebenfalls im Visier der Anleger sind Ferienimmobilien in Florida/USA: Mit 6,3 Prozent der Käufe zwischen 2011 und 2013 platziert sich der Sunshine-State auf dem dritten Platz (plus 4,2 Prozentpunkte). Die Nachfrage nach Ferienimmobilien in Österreich ist von 9,1 auf 5,7 Prozent gesunken. Darüber hinaus müssen sich die klassischen Hotspots Italien (Anteil ist von 7,3 auf 1,4 Prozent) und Frankreich (sechs auf zwei Prozent gesunken) der starken Entwicklung deutscher Regionen beugen.

Tobias Wann, Vice President Central Europe, HomeAway FeWo-direkt erklärt, warum Ferienimmobilien an Deutschlands Küsten so gefragt sind: "Wer seine Ferienimmobilie gewinnbringend vermieten will, muss die drei wesentlichen Kriterien beachten: Eine erstklassige Lage mit guter Infrastruktur, eine komfortable Ausstattung sowie eine stabile Urlaubernachfrage in der Ferienregion. Deutschlands Küsten stehen auf der Beliebtheitsskala der Urlauber ganz oben und stellen somit Garanten für hohe Renditen dar."

Beim Kauf entscheidet das Vermietungspotenzial über das Objekt

Die Lage stellt für 87,1 Prozent aller Befragten das wichtigste Kaufmotiv dar, gefolgt vom Kaufpreis (54,9 Prozent) und der Region (47,7 Prozent). Dabei gewinnt das Vermietungspotenzial einer Ferienimmobilie zunehmend an Bedeutung. Zwar dominieren Lage und Kaufpreis weiterhin, allerdings ist die Vermietbarkeit seit 2011 bereits an die dritte Stelle gerückt (52,6 Prozent, 22,6 Prozentpunkte). Jeder Dritte legt zudem Wert auf eine gute Ausstattung. Mehr als ein Viertel hat beim Erwerb bereits den Wiederverkauf im Visier.

Höhere Preissegmente werden stärker nachgefragt

Ein Viertel aller Eigentümer hat ihr Ferienobjekt seit 2010 erworben. Der Anlage-Boom, der 2010 begonnen hat, geht mit einer steigenden Nachfrage nach hochpreisigen Objekten einher. Bei den Käufen zwischen 2010 und 2013 liegt der durchschnittliche Ferienimmobilienpreis bei 199.000 Euro und damit um 5,8 Prozent höher als in der Grundgesamtheit. Für Objekte in Deutschland haben die Anleger im Schnitt 180.000 Euro ausgegeben. An den Küsten lässt sich eine große Bandbreite des Preisniveaus beobachten: Von durchschnittlich 150.000 Euro auf dem Nordsee-Festland bis hin zu 295.000 Euro auf den Nordsee-Inseln. "Sylt ist mit Abstand die teuerste Insel", bekräftigt Enders das Ergebnis. "Da hochwertige Objekte knapp sind, wechseln sie den Eigentümer zu Höchstpreisen. Auch der Mietpreis pro Woche liegt auf Spitzenniveau." Dass man bei höheren Investitionskosten auch mit höheren Mieteinnahmen rechnen kann, zeigt die Auswertung zu Deutschlands Küstenregionen. Je nach Standort, Ausstattung und Lage variieren Mietpreise, Urlaubernachfrage und damit verbundene Mieteinnahmen und Renditen. Die Zielgruppe ist finanzkräftiger und jünger geworden

Ein Vergleich der Zielgruppenmerkmale zeigt, dass die Käufergruppe der Erwerbsjahre 2011 bis 2013 im Schnitt sechs Jahre jünger ist als die Grundgesamtheit. Der Altersdurchschnitt beträgt 49 statt 55 Jahre. Die Zielgruppe ist zudem finanzkräftiger geworden: Das durchschnittliche monatliche Haushaltsnettoeinkommen der Eigentümer, die ihr Objekt im Zeitraum 2011 bis 2013 erworben haben, liegt mit 4.867 Euro rund 1.000 Euro (plus 25 Prozent) über dem Einkommen derjenigen, die vor 2010 investiert haben. 15 Prozent sind in einer leitenden Position tätig (vs. 8,6 Prozent im Erwerbszeitraum 1960 bis 2010).

Wachstumstreiber für die Ferienimmobiliennachfrage ist der Ferienhaustourismus selbst. Die Zuwachsrate an Gästen, die allein 2012 zum ersten Mal Urlaub in einem angemieteten Objekt verbrachten, lag bei 7,4 Prozent. Parallel zu dieser Entwicklung stieg der Anteil derjenigen, die durch eigene Ferienhausaufenthalte zum Erwerb einer Ferienimmobilie inspiriert wurden von 50,9 Prozent (vor 2010) auf 62,1 Prozent (seit 2011).



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