Ergebnisse der Marktstudie zu privaten Ferienimmobilien 2012

Daten, Fakten und Trends zum Reiseverhalten deutscher Ferienhausurlauber

 

Die Ferienhaus-Urlaubsanalyse wird regelmäßig von HomeAway FeWo-direkt in Zusammenarbeit mit Engel & Völkers Germany im Rahmen einer Online-Befragung erhoben. Ziel der Studie ist es, das Reise- und Buchungsverhalten von deutschen Ferienhausurlaubern sowie Merkmale und Einstellungen dieser Zielgruppe zu analysieren. 2012 wurden 6.678 Ferienhausurlauber (62,3 Prozent Frauen, 37,7 Prozent Männer) zu Themen wie Reiseziele, Reisezeit, Ausgaben und Qualität der Unterkünfte sowie im Hinblick auf ihre Erfahrungen, Einstellungen und Wünsche befragt. 

Die Ergebnisse der Studie stützen den Trend, dass Ferienwohnungen zunehmend als Alternative zum Hotel gewählt werden. Die Zuwachsraten an neuen Ferienhausurlaubern deuten auf ein unausgeschöpftes Kundenpotenzial hin: 12,6 Prozent beträgt der Anteil der Urlauber, die seit Beginn 2011 zum ersten Mal ein Ferienhaus gebucht haben. Und mehr als ein Viertel (28,1 Prozent) hat eine Ferienimmobilie in den letzten Jahren auch schon für einen Städteurlaub reserviert. 

In erster Linie beschäftigen sich Frauen mit der Urlaubsplanung, was erneut der relativ hohe Frauenanteil in der Befragung widergespiegelt. Zwei Drittel der Ferienhausurlauber (65,0 Prozent) sind zwischen 40 und 59 Jahre alt, der Altersschwerpunkt liegt dabei in der relativ einkommensstarken Gruppe der 40-49-Jährigen (38,2 Prozent). Rund drei Viertel der Ferienhausurlauber (73,7 Prozent) verfügen über ein monatliches Haushaltsnettoeinkommen zwischen 1.000 und 4.000 Euro. Der Anteil derjenigen, die über ein monatliches Einkommen von mehr als 3.000 EUR verfügen, nimmt seit mehr als fünf Jahren kontinuierlich zu (41,8 Prozent). Der Anteil der Berufstätigen ist mit 86,6 Prozent deutlich höher als in der Zielgruppe der allgemeinen Internetuser (65,6 Prozent). Die Mehrheit verfügt über eine Schulausbildung, die deutlich über dem Niveau der allgemeinen Nutzer liegt: 54,1 Prozent verfügen über Abitur (Zielgruppe Internetnutzer: 34,3 Prozent), 38,9 Prozent über einen Hochschulabschluss. 

Darüber hinaus profitieren die Eigentümer von der Möglichkeit, ihr Ferienhaus oder ihre Ferienwohnung für ihre eigenen Urlaube und gleichzeitig auch als Kapitalanlage und zusätzliche Einkommensquelle nutzen zu können. Die Wertentwicklung der Ferienimmobilien sowie die erzielbaren Mieteinnahmen belegen dies: Rund zwei Drittel der Immobilien, die bereits einmal von einem Sachverständigen geschätzt wurden, sind über die Jahre deutlich in ihrem Wert gestiegen. Die durchschnittlichen Einnahmen aus der Vermietung betragen rund 14.200 Euro p.a. 

Ferienhäuser werden von Familien mit Kindern mit Abstand am häufigsten gebucht (54,7 Prozent). Durchschnittlich reservierten 3,9 Personen ein Objekt – damit hat die Belegung die 4-Personen-Marke nahezu erreicht. Ein Trend geht dahin, dass sich immer häufiger auch mehrere Familien ein Ferienobjekt teilen. 

Aus Sicht der Befragten bieten Ferienhäuser und -wohnungen gegenüber Hotels entscheidende Vorteile. Der am häufigsten genannte Vorteil ist die Flexibilität in Bezug auf eine Tagesgestaltung nach eigenen Bedürfnissen (82,2 Prozent). Darüber hinaus wirken Privat-sphäre (79,0 Prozent), Ungezwungenheit (78,9 Prozent) sowie Platz und Freiraum eines Ferienhauses (77,7 Prozent) verlockend.

Deutschland bleibt das favorisierte Reiseziel der Ferienhausurlauber. Rund ein Drittel (32,0 Prozent) hatte 2011 ein Ferienhaus im Inland gebucht. Weitere favorisierte Länder sind Italien (12,6 Prozent), Spanien (12,3 Prozent) und Frankreich (10,1 Prozent). Während der Anteil an Ferienhausbuchungen in Spanien im Vergleich zu 2010 stieg (+ 0,7 Prozentpunkte), sank er in Frankreich relativ deutlich (-1,7 Prozentpunkte). Nach einigen rückläufigen Jahren hat das Interesse an Ferienhausurlauben in Nachbarländern wie den Niederlanden (4,3 Prozent), Österreich (3,9 Prozent) und Dänemark (3,9 Prozent) wieder zugenommen. 

Mit Blick auf die beliebtesten Regionen rangiert die Ostseeregion (12,3 Prozent) bei Ferienhausurlaubern weiterhin auf Platz eins vor der Nordsee (8,6 Prozent). Der Anteil der Ferienhausurlaube an der Ostsee sank zwar innerhalb der letzten zwei Jahre um 0,9 und an der Nordsee um 1,5 Prozentpunkte; jedoch könnte dieser Rückgang auf einen Nachfrageüberhang zurückzuführen sein, demzufolge Urlauber, die ursprünglich an die Nord- oder Ostsee reisen wollten, auf alternative (auch ausländische) Reiseziele ausweichen mussten. 

Favorisierte Auslandsregionen sind Mallorca (5,6 Prozent), die Toskana (4,1 Prozent) und die Côte d'Azur-Provence (2,5 Prozent). Hohe Zuwächse bei den Buchungsraten verzeichneten Westjütland, die Toskana, Istrien, Tirol und Teneriffa. Regionen mit Potenzial sind darüberhinaus weiterhin Mallorca, aber auch noch die Bretagne und Korsika. 

Die USA waren 2011 zwar erneut das beliebteste Fernreiseziel, jedoch finden sie sich nicht mehr unter den Top 5-Zielen (3,8 Prozent). Favorisiertes US-Reiseziel ist weiterhin Florida, jedoch werden auch New York City und Kalifornien immer häufiger bereist.


 

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