Der folgende Regionenbericht wurde erstellt von Dr. Rüdiger Krechel, Ciliks Beach Garden Bali
Allgemeines zu Bali - Nordbali
Bali gehoert seit 100 Jahren zu den Traum-Reisezielen dieser Welt. Über viele Jahrzehnte war die Insel mit ihrer einzigartigen Kultur, ihrer Verbindung von hinduistischen, buddhistischen und animistischen Traditionen DAS Ziel für kuturhungrige Reisende vor allem aus der westlichen Welt. In den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde Bali mehr und mehr zu einem Ziel des Massentourismus für Gäste auf der Suche nach "sand, sun and sea". Die Irritationen der vergangenen Jahre mit den terroristischen Bombenangriffen auf der Insel selbst, politischen und sozialen Unruhen in der Region, mit Tsunami und Erdbeben in Sumatra, Java und der weiteren Umgebung haben bei vielen Balinesen einen Prozess der Reflexion und Neubestimmung ausgelöst, der zu einer Rückbesinnung auf ihre kulturellen Werte und Traditionen führt. Gäste, die offen sind für eine weltweit einzigartige Kultur, für ein Weltbild und eine Lebenseinstellung, die sich grundlegend von unserer westlichen zweckrationalen und oft hektischen Lebensweise unterscheiden, werden einen Urlaub auf Bali nicht nur als Entspannung vom Alltag, sondern auch als eine Bereicherung ihres zukünftigen Lebens erfahren.
Sehenswürdigkeiten auf Bali - Nordbali
Die grossen inselbekannten Sehenswürdigkeiten wie die Tempel in Tanah Lot, Ulu Watu oder Besakih, das Künstlerdorf Ubud, der Affenwald in Sangeh u.v.a. sind mittlerweile weltbekannt geworden und touristisch oft so überlaufen, dass ein Besuch einer Tortur gleichkommt. Die grossen Zeremonien, die in Kuta, Sanur, Nusa Dua und Ubud den Massen der Touristen zum Besuch angeboten werden, sind von schwitzenden, fotografierernden Touristen überrannt. Das schenkt man sich lieber. Doch Bali mit seinen zehntausenden von kleinen und grossen Tempeln, kleinen und grossen Ritualen und Festen im Jahres- und Lebensablauf der Balinesen bietet täglich Hunderte von Gelegenheiten, diese einmalige und widerstandsfähige Kultur unverfälscht zu erleben, wenn man sich von den Zentren des Massentourismus ein wenig entfernt, wenn man sich nicht in den internationalen Hotelketten sondern in kleinen, sehr persönlichen Hotels oder Ferienhäusern einquartiert und auf Kontakte mit der Balinesischen Bevölkerung einlässt.
Essen & Trinken auf Bali - Nordbali
Die indonesische und speziell die balinesische Küche bietet einen reizvollen Kontrast zu den umliegenden Ländern (Thailand, Vietnam, China), ist aber stark beeinflusst von der Malayischen Kueche. Auf den Inseln Java, Sumatra u.a. spielt der islamische Einfluss eine grosse Rolle, Bali mit seiner Hindu-Tradition ist aber schon historisch berühmt für Zubereitungen von Schweinefleisch. Das 'Babi Guling' - eine deftige Zubereitung eines am Spiess gerösteten Schweins - ist für alle Balinesen und für viele Gäste ein Hit. Wirklich leckerer, fangfrischer Fisch ist oft nur in den Dörfern und in kleinen Essplätzen zu bekommen, weil die grossen Hotels und Restaurants mit ihren umfangreichen Speisekarten sich nicht auf den zufälligen aktuellen Fang der Fischer verlassen mögen, sondern alle möglichen Fischsorten im Eis lagern. 'Bumbu Bali' in Benoa ist ein Tip, hervorragende balinesische Kueche zu erleben. Und natürlich bieten die teuren, grossen Plätze in Bali heutzutage alle Raffinessen der internationalen Küche an.
Einkaufsmöglichkeiten auf Bali - Nordbali
Bali ist ein Eldorado der Kunsthandwerker, die von lieblos, rasch und massenhaft produzierten Stücken der 'airport art' bis zu sorgfältig gearbeitenen Beispielen traditioneller Schnitzwerke, Bilder und Textilien alles fertigen, was Geld bringt. Für die besonderen und feineren Dinge muss man oft weg von den Touristenpfaden und braucht ein wenig Glück. "Antiques - made to order" ist dagegen ein oft zu findendes Schild an den Shops in Ubud und Kuta.
Sonstige Aktivitäten auf Bali - Nordbali
Sun, Sand, Sea - natürlich, warum auch nicht ?! Wobei in dieser Hinsicht Lombok eigentlich idealer ist. Tropische Natur erkunden, auch das geht noch und ist immer noch faszinierend, obwohl Bali seit Jahrhunderten dicht bevölkert ist, unberührte Natur nicht mehr existiert und ruhige Natur fast nur noch im Nordteil der Insel zu finden ist. Bergseen umrunden, auf Vulkane steigen, durch Reisfeld-Terassen wandern, Dörfer besuchen, mit den Menschen sprechen. Mit den wunderschönen Auslegerbooten, den balinesischen Jukungs, zum Sonnenaufgang aufs Meer fahren, schnorcheln, Fischen gehen, sich von den Fischern uralte Angelmethoden mit Drachen zeigen lassen. Und Schwimmen, massiert werden und nochmal: sonnenbaden - zwei oder drei Wohen reichen nicht aus, um die Vielzahl der Möglichkeiten auszukosten.
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