Dieser Regionenbericht wurde erstellt von Bernd Gasser, Maria Barbara`s Traumhaus
Urlaub in Tuscien / Viterbo
Die Toskana ist mittlerweile komplett touristisch erschlossen und nicht
nur von der deutschen „Toskana-Fraktion“ in fester
Hand. Viele Besucher sehnen sich wieder danach, einmal die Speisekarte
doch wieder nur in italienischer Sprache lesen zu können.
Fährt man nur ein wenig über die südliche
Grenze der Toskana hinaus, Richtung Rom, kommt man schnell in eine
Provinz, in der dies noch möglich ist. Hier scheint die Zeit
stehen geblieben zu sein. Der traditionelle Name dieses Gebietes ist
„TUSCIA“, es grenzt an die Toskana, Umbrien und an
das Tyrrhenische Meer, umfasst den Bolsena-, Vico- und Mezzano-See,
mehreren Naturschutzgebiete und reicht bis in das römische
Umland herein. Man ist mitten im hoch interessanten Zentrum Italiens
und hat hier dennoch die Chance, das gastfreundliche,
ursprüngliche und ländliche Italien zu entdecken und
zu genießen. Der oft überstrapazierte Begriff des
Geheimtipps stimmt hier noch.
Das Land um Rom hat sich dem flüchtigen Reisenden seit jeher
entzogen. Wie ein Magnet bindet die Ewige Stadt die Masse der Touristen
und selbst die Italiener fahren traditionsgemäß an
das Meer. Nur Kenner und Liebhaber fahren in die umliegenden
Landschaften und Orte. Der Ruhe und Entspannung suchende Reisende
befindet sich in der TUSCIA sicher abseits der ausgetretenen
Touristenpfade.
Dabei ist diese Gegend nicht nur eine der großen
Kunstregionen der Welt, es bietet auch wunderbare Landschaftsbilder,
dutzende vorzüglich erhaltener mittelalterlicher Orte,
interessante Etrusker-Städte mit bedeutenden Ausgrabungen wie
Tarquinia, ehemalige Papstpaläste, faszinierende
Renaissance-Gärten, viele Sportmöglichkeiten wie
Wassersport, Reiten, Radfahren, Wandern und eine offene,
gastfreundliche Landbevölkerung. Die Gegend gilt auch mit
seinen vielen traditionellen Volksfesten als eine der festfreudigsten
Italiens.
Das Zentrum dieses Landes und romantischer Träume ist
zweifellos der Bolsena See. Man glaubt seinen Augen nicht zu trauen:
Kilometer weit ziehen sich die Ufer ohne ein einziges Haus dahin,
selbst in Zeiten der Hochsaison kreuzen nur wenige Motorboote und ein
paar Surfer die Gewässer. Im Schilf glucksen Wellen, Vogelrufe
ertönen, ab und zu begegnet man einem Fischer. Die intakte
Natur bildet ein Paradies für Wasservögel, Fische und
ruhebedürftige Gäste. Der See ist vorbildlich sauber.
Italien gibt in dieser Gegend, einem schlechten Ruf zum Trotz, ein
Musterbeispiel für Naturschutz. Gleiches gilt für den
Lago di Vico und die Naturschutzgebiete um den Monte Cimini und den
Monte Rufeno.
Hier findet man noch Feriendomizile, die den Charakter dieser
ursprünglichen Gegend widerspiegeln. Romantische
Häuser in verträumter Landschaft, ein Zimmer mit
Aussicht, ein kleines Häuschen oder ein Schloss aus dem 17.
Jahrhundert, das Angebot ist vielfältig.
Die gepflegte Ursprünglichkeit der Region führt dazu,
dass für den interessierten Urlauber noch viel traditionelles
Brauchtum erhalten geblieben ist. Bauern, Fischer, Winzer und
Schäfer verrichten ihre Tätigkeiten wie seit alters
her. Die ortstypische Küche schöpft aus dem vollen
Angebot der fruchtbaren Vulkanerde und arbeitet nach unkomplizierten,
klassischen Geschmacksprinzipien.
Es ist noch viel in der Entwicklung. So haben Bauern gerade damit
angefangen typische Produkte der Region und landwirtschaftliche
Erzeugnisse aus ihrem biologischen Anbau zu präsentieren und
zum Kauf anzubieten. Manche Leckerei ist dabei. Wer weiß
z.B., dass in dem Gebiet der Tuscia auch das Juwel für die
Feinschmecker, der schwarze und weiße Trüffel,
gefunden wird. In Orvieto findet jedes Jahr im Oktober die
Feinschmeckermesse "Orvieto con gusto“ statt und in der
Gegend gibt es z.B. in der Provinz Latium hoch prämiertes
Olivenöl.
Die „Strada dei Vini“ bietet für den
Weinliebhaber manchen interessanten Tropfen. Dabei ist nicht nur der
berühmte Wein „EST! EST!! EST!!!, der schon im Jahre
1111 einen deutschen Bischof um den Verstand und dann ins Grab brachte.
Mit dem Ursprungsort des in aller Welt gefeierten Fronleichnamsfest
Bolsena hat die Region auch für den gläubigen
Besucher eine bedeutende religiöse Stätte zu bieten.
Der alte Pilgerweg „Via Francigena“ läuft
darüber hinaus quer durch das Gebiet, geradezu nach Rom. Der
„Räuberpfad“ lehrt das Fürchten.
Es gibt in der „TUSCIA“ viel zu entdecken und so
ist es sicherlich eine lohnenswerte und prinzenhafte Aufgabe, wenn
Besucher die Region wie Dornröschen behutsam
wachküssen, um ihre Schönheit und Reichtum noch lange
genießen zu können.
Senden Sie uns Ihren Regionentext.
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Urlaub in der Ferienwohnung in Viterbo
Die Stadt Viterbo ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz der Region Latium und liegt 77km im Norden Roms in der Mitte Italiens. Die Stadt selbst liegt direkt zwischen zwei Seen, dem Vicosee und auf der anderen Seite dem Bolsensee.
Sehenswürdigkeiten in Viterbo
Wie in vielen italienischen Städten gehört auch in Viterbo die Altstadt zu den besonderen Sehenswürdigkeiten. Im Vergleich zu den anderen beeindruckt sie jedoch durch ihr einzigartiges mittelalterliches Flair. Dieses resultiert aus den zahlreichen gut erhaltenen Palazzi. Einer von ihnen ist der „Palazzo die Papi“, der Papstpalast der im 13 Jahrhundert erbaut wurde. Aber es finden sich noch eine Vielzahl von anderen Palazzi, die bei einer Tour durch Viterbo einen Besuch wert sind. Neben dem „Palazzo die Priori“ gehört dazu auch der „Palazzo Comunale“, der „Palazzo della Prefettura“ und der „Palazzo del Podesta“.
Besonders beeindruckend ist auch der auf einem Herkulestempel errichtete Dom „San Lorenzo“. Zwar wurde er im zweiten Weltkrieg durch Bomber schwer beschädigt, doch noch heute glänzt er nicht zuletzt durch seinen im 14. Jahrhundert gebauten gotischen Turm. Auch was Kirchen angeht hat Viterbo etwas zu bieten. Hier befindet sich die Kirche „San Francesco“, welche die berühmten Gräber der Päpste Clemens IV. und Hadrian V. beherbergt. Im Dom ist mit Johannes XXI. Zwar ebenfalls ein Papst begraben, doch dieses Grab ist weniger bekannt als jene in der Franziskanerkirche.