André auf Erkundungstour durch die Stadt am Ende des Regenbogens



5226 km voller Gegensätze – eine Reise durch den Südwesten der USA

Im Schnelldurchlauf, mit einem Dutzend Pädagogen als Mitreisende (es waren Sommerferien), erlebte ich in nur 13 Tagen, wie gegensätzlich dieses schier unüberschaubare Land sein kann.


Hier schreibe ich nun über die Stadt am Ende des Regenbogens – San Francisco.

In San Francisco begann das Abenteuer nach einem 12 Stundenflug und einer erholsamen Nacht im Hotel Inn Civic Center. Schon sehr früh, wie sich herausstellte, machte ich mich auf den Weg die Stadt zu erkunden- zu einer Zeit, in der nur ich und ein paar Obdachlose die Market Street entlang bummelten. Im typischen San Francisco Dunst näherte ich mich dem beliebten Ferry Building um einen Blick auf die im Nebel getauchte Oakland Bay Bridge zu erhaschen. Kurz beobachtete ich das rege morgendliche Treiben am Fährhafen, bevor es wieder zurück ging Richtung Cable Car Turnaround an der Bay & Taylor Street.

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Pflichtprogramm ist auf jeden Fall eine Fahrt mit diesen historischen Fahrzeugen. Etwas ruckartig gleitet man mit max. 9 Meilen/Stunde über die Hügellandschaften San Franciscos. Drei Linien sind verblieben und sogar in der Verfassung der Stadt verankert. Ich war also einer von jährlich 8 Mio. Passagieren- meine Fahrt endete aufgrund eines Defekts leider bereits nach der Hälfte der Strecke. Und so musste ich eigenen Fußes die Hügel erklimmen. Dieses Vorkommnis kostete mich wertvolle Erkundungszeit und so beschloss ich für die weitere Erkundung die berühmten Hop-On Hop-Off Touren im roten Doppelstockbus zu nutzen.

Sehr idyllisch mutete der erste Zwischenstopp am Palace of Fine Arts (Teil des 16 km² großen Golden Gate Parks) an.

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Von hier hat man einen Blick auf Haight Asbury- den ehemaligen Hippie-Villen- heute eine exklusive Wohngegend.



Dann folgte die Weiterfahrt über das Wahrzeichen schlechthin- obwohl ich, im Bus oben sitzend, erst mal eine Nebeldusche erlebte. Am anderen Ende der 2,7 km langen Stahlbrücke lichtete sich das Bild und die Brücke im Art-Deco- Stil erstrahlte im Sonnenschein im kräftigen „International Orange“.

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Überwältigend ist der Anblick des bedrohlich kriechenden Nebels der auf San Francisco zusteuert. Von hier erblickt man San Franciscos Financial District, das Hafengelände und eine weitere filmreife Kulisse- Alcatraz. Im Wasser ragt auf einen Fels errichtet, das einstige Militärgefängnis, welches später u.a. Al Capone beherbergte, auf. Heute kann man die Museumsinsel mit der Fähre in geführten Gefängnistouren besichtigen. Ein Hinschwimmen empfiehlt sich auf Grund der niedrigen Wassertemperaturen und der starken Strömung nicht.

Die Bus-Tour führte dann durch ein Waldgebiet bei Fort Mason ein ehemaliges Militärgelände- heute das Hauptquartier der Golden Gate National Recreation Area) zurück zum Zentrum mit der City Hall und der architektonisch gelungenen Transamerica Pyramid. Sie ragt mit ihren 260 m Höhe weit über die Stadt hinaus und prägt das Bild der Skyline der Stadt.



Nach dem zerstörerischen Erdbeben im April 1906 wurden viele Gebäude- wie die City Hall wieder original aufgebaut und erstrahlen in architektonischer Schönheit (sie wurde dem Petersdom nachempfunden)

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Übrigens erwarten Geologen ein erneutes schweres Erdbeben 100 Jahre nach 1906 und zum Zeitpunkt meiner Reise 2006 war diese Frist verstrichen. In der Tat gab es ein leichtes Erdbeben- kaum spürbar- während meines Aufenthaltes in dieser wunderschönen Stadt.

Chinatown mit seinem Dragon Gate und guten kantonesichen Restaurants passierte ich nur flüchtig und viele Kirchen wie die Saints Peter and Paul Church an der 666 Filbert Street (Drehort für Sister Act) und auch Museen wie das San Francisco Museum of Modern Art sind sehr sehenswert. Es gibt hier auch skurile Dinge wie das Museum antiker Vibratoren.

Die Fahrt ging dann an der ersten Schokolandenfabrik am Ghirardelli Square vorbei- heute kann man in den roten Backsteingebäuden lecker speisen- vorzugsweise mit Meerblick und leckerem Meerestieren. Hier steht auch die Cannery- eine ehemalige Dosenfabrik von del Monte.

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Die verrückteste Serpentinenstraße, die Lombard Street, mit ihren tausenden Blüten lag ebenfalls auf meiner Erkundungsroute. Kaum zu glauben, dass sich hier jährlich 1 Mio. Autos die 8 steilen Kurven entlang quälen.

Wenn sie vom Alamo Park ihren Blick schweifen lassen- entdecken sie eine Häuserzeile, die ihnen aus der Fernsehwelt durchaus bekannt ist- es handelt sich um die Steiner Street. Hier steht eine Vielzahl von Häusern im viktorianischen Baustil.

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Dies war meine letzte Sehenswürdigkeit mit dem Bus (Downtown Loop und Golden Gate Loop für 45 Dollar).

Ich habe dann die Hop-Off Möglichkeit genutzt und bin die Filbert Steps zum Telegraph Hill gelaufen. Nur was für konditionierte Läufer (27% Gefälle bzw. Steigung).

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Der Nebel hatte sich gelichtet und von hier oben, vom Coit Tower (64m) hatte man nochmal einen phänomenalen Blick auf das Hafengelände, die Brücken und Alcatraz. Vielen Dank an Lillie Hitchcock Coit- sie stiftete den Tower zu Ehren der Feuerwehrmänner.

Von hier ging es dann ohne Umwege zum Pier 39 – einem Teil von Fisherman’s Wharf . Hier gibt’s das berühmte Restaurant aus dem Film Forrest Gump, wobei der ganzjährige Rummel, zahlreiche Shops und ein Aquarium das Markenzeichen von Pier 39 sind. Hier in der Besichtigungsbäckerei Boudin kann man den gläsernen Bäckern über die Schulter schauen und leckeres Essen im Brotlaib verzehren- ein Muss.

Oder man lässt sich neben Prominenten Wachsfiguren im Wachsmuseum ablichten. Hier am Pier laden viele kleine Geschäfte zum Stöbern ein. Mein Mitbringsel war eine handgemachte bunte Tasse mit den Wahrzeichen SF’s made in China- darin lass ich es mir heute noch schmecken


Scott McKenzie besang einst

If you're going to San Francisco
Be sure to wear some flowers in your hair
If you're going to San Francisco
You're gonna meet some gentle people there
For those who come to San Francisco
Summertime will be a love-in there.


Man spürt noch das Flair dieser Flower-Power- Zeit in dieser lebendigen Stadt. Ich bin froh, dass meine Erkundung des Südwestens der USA hier begann, umso besser konnte ich dann einschätzen wie schön und entspannt diese Stadt ist im Vergleich zu LA oder dem schillernden Las Vegas oder dem schnelllebigen New York.


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