Vero entdeckt Sri Lanka

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Ayubowan heißt es in Sri Lanka: Herzlich willkommen! Genauso fühlten wir uns von der ersten Sekunde an – einfach nur herzlich willkommen!

Von Colombo aus begaben wir uns auf unsere kleine Rundreise durch Sri Lanka, die Insel vor Indien, die auch bekannt ist als die Perle des indischen Ozeans! Unser Trip sollte uns ins Hochland zu den Teeplantage und nach Kandy, in den Regenwald und zurück über die Süd- sowie Westküste nach Colombo führen.

Mit Sri Lankan Airlines ging es Non-Stopp von Frankfurt nach Colombo. Der Flug verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle und so stiegen wir morgens um 4h aus dem Flieger. In dem Moment, in dem wir aus dem Flughafen traten, war es, als hätte man eine Backofentür geöffnet. Die Luftfeuchtigkeit, selbst um diese Uhrzeit, war extrem hoch. Nachdem wir uns dann erst einmal leichtere Kleidung angezogen hatten, ließ sich die Temperatur etwas besser ertragen und wir machten uns auf den Weg nach Colombo, um die Hauptstadt Sri Lankas zu erkunden und all die neuen Eindrücke, die uns nun erwarten würden, in uns aufzunehmen!

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Blick auf Colombo


Wie viele andere Touristen haben wir das blanke Chaos in den Straßen der Hauptstadt erwartet. Zugegebenermaßen kann das Gewimmel von Fußgängern und Fahrzeugen auf den Straßen für den Urlauber, der noch nie in asiatischen Großstädten unterwegs war, etwas einschüchternd wirken. Dennoch ist Colombo sehenswert und für die meisten empfiehlt sich einfach „ein Sprung ins kalte Wasser“, um sich auf das „Abenteuer Colombo“ einlassen zu können.

Denn nur wer einen genaueren Blick auf die Stadt wirft, wird ihre Schönheit und Vielfältigkeit erkennen können. Alle diejenigen, die nicht bereit sind, sich vorurteilslos auf Colombo „einzulassen“, könnten von der quirligen Metropole enttäuscht sein. Die Stadt hat viele historische und religiöse Sehenswürdigkeiten und ist in jedem Fall einen Besuch wert. Im Rahmen eines Tagesausflugs in die Hauptstadt lassen sich viele sehenswerte Punkte abarbeiten und man läßt währenddessen das Flair einer asiatischen Metropole auf sich wirken.

Am nächsten Tag ging es für uns weiter ins Hochland von Sri Lanka. Schon während der Urlaubsvorbereitungen wurde uns klar, dass das Hochland der Insel ein ganz besonderer Ort sein muss. Schon die Briten, damals noch Kolonialherren, wussten das Klima des Hochlands sehr zu schätzen! Im Durchschnitt ca. 10°C kühler als im Tiefland, ist es im Hochland für den Europäer wesentlich angenehmer – besonders, wenn man z.B. eine Wanderung durch den Nationalpark Horton Plains macht. Wir freuten uns insbesondere auf unseren Besuch auf einer der vielen Teeplantagen, bei dem wir alles Wissenswerte über den Teeanbau und die Produktion des „Ceylon Tees“ erfahren wollten.

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Teeanbau in Nuwara Eliya


„Two leaves and a bud” – dies ist das Geheimnis des Ceylon Tees. Der Teeanbau spielt für Sri Lanka – als drittgrößtes Herstellungsland für Tee - eine tragende Rolle. Der bekannteste Anbauort ist sicherlich Nuwara Eliya, mitten im Hochland auf ca. 2000 m Höhe gelegen. Der bekannte schwarze und grüne Tee ist weiterhin als „Ceylon Tea“ bekannt, obwohl die Insel 1972 in Sri Lanka umbenannt wurde und eines der wichtigsten Exportgüter des Landes ist. Wir lernten, dass der beste Teil eines Teestrauchs die drei jüngsten Teile sind, nämlich die sog. „two leaves and a bud“ – 2 Blätter und die Knospe. Nur diese Teile werden bei der Ernte von den Teepflückerinnen ausschließlich per Hand abgezupft. Ein Teestrauch kann bis zu 100 Jahre alt werden und produziert im Jahr ca. 70 kg Tee.

Zu einem der besten Tea Estates von Nuwara Eliya gehören die 1885 gegründeten Pedro Estates, auf der man auch eine sehr interessante Führung über die Plantage selbst sowie durch die Produktion teilnehmen kann und unheimlich viele Informationen über den Ceylon Tee erhält.

Einen Tag später ging es für uns weiter Richtung UNESCO Weltnaturerbe Sinharaja Rainforest! Bereits im Jahr 1875 wurde fast das gesamte Gebiet zum Forest Reserve erklärt. Der Sinharaja Rainforest beheimatet eine hohe Vielfalt an endemischen (nur in Sri Lanka vorkommend) Tieren und Pflanzen, besonders herausstechend ist die große Zahl an endemischen Vögeln und Schmetterlingen. Auch in Sri Lanka vom Aussterben bedrohte Arten wie der Leopard und der indische Elefant haben im Regenwald ihr Zuhause.

1978 wurde der Sinharaja Rainforest von der UNESCO zum Biosphärenreservat ernannt und 1988 zum Weltnaturerbe erhoben. Heutzutage ist er der letzte tropische Tiefland-Regenwald in Sri Lanka. Geführte Touren durch das Gebiet werden von ortskundigen Guides angeboten und mit etwas Glück kann man einige der endemischen Tiere sehen. Leider muss der Besucher auch die vielen Blutegel in Kauf nehmen, die sich überall auf den Wegen befinden.

Hiergegen kann man sich mit langen Strümpfen, welche mit Salz eingerieben werden, schützen. Zum Glück sind wir dank dieser „Schutzmaßnahme“ von Blutegeln verschont geblieben und konnten die einzigartige Natur in vollen Zügen genießen.

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Weltnaturerbe Sinharaja Rainforest


Vom Sinharaja Rainforest aus ging es dann am nächsten Tag weiter in die „Heritage City Kandy“. Kandy ist eine der bekanntesten Städte Sri Lankas und liegt im Herzen der Insel in der Central Provinz direkt an der Mahaweli Ganga, dem längsten Fluss Sri Lankas. Mit seinen 160.000 Einwohnern ist die alte Königsstadt die zweitgrößte Stadt des Landes und bietet dem Besucher Geschichte, Kultur, reichlich Natur und kolonialen Flair.

Als Königsstadt, zu der Kandy im 15. Jahrhundert wurde, hat sie eine überaus bewegte Geschichte, geprägt von Verteidigung gegen die europäischen Kolonialmächte (Portugal, Niederlande und Großbritannien). Die Stadt spielt früher wie heute für den Buddhismus eine beachtliche Rolle und gilt als „Hochburg des Singhalesentums“. Wegen des Zahntempels (Sri Dalada Maligawa), der sich mitten in der Stadt befindet und das Wahrzeichen der Stadt darstellt, gehört Kandy zu einem der wichtigsten Pilgerorte für Buddhisten weltweit. Der Legende zufolge befindet sich der Backenzahn des Siddharta Gautama (Buddha) in dem Tempel und wird dort als Reliquie aufbewahrt. Die Zahnreliquie, bzw. deren Behältnis, kann von den Pilgern, die in einer Art Prozession am Schrein vorbeiziehen, bestaunt werden.

Den religiösen Höhepunkt des Jahres bildet mit Sicherheit das größte Buddha-Fest Asiens: die Esala Perahera. Bei diesem 15-tägigen Fest mit täglichen Peraheras (Prozessionen) im Juli/August wird unter anderem die heilige Zahnreliquie in einer glanzvollen Parade durch die Stadt getragen und die Pilgermassen versammeln sich am Straßenrand, um einen Blick auf die Reliquie zu erhaschen.

Aus dem Hochland ging es dann weiter Richtung Süden, um bei Tangalle endlich auf die Küste zu stoßen. Die Südküste von Sri Lanka ist ein absolutes Urlaubsparadies. Die palmengesäumten, weißen Sandstrände sind der Grund, warum die meisten Leute nach Sri Lanka reisen. Die Strände im Süden entsprechen genau dem gängigen Ideal eines Tropenparadieses. Das blaue Meer, die schräg dem Meer zugeneigten Kokospalmen und der feine, weiße Sandstrand sind die Hauptattribute, die den Süden des Landes ausmachen und Urlauber frohlocken lassen. Selbstverständlich kommen noch weitere Anziehungspunkte hinzu, wie zum Beispiel das kultur-historische Angebot der Region, aber dennoch zieht es die meisten Menschen der Strände wegen an die Südküste des Landes. So auch uns. Wir konnten es kaum erwarten, einen Blick auf die herrlichen Strände der Südküste zu werfen.

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Zauberhafte Strände der Südküste


Und wir haben uns nicht zu früh gefreut, bzw. zu viel erwartet! Das türkis- bis tiefblaue Meer, die schönen Palmen und vor allem die fast menschenleeren Sandstrände waren einfach nur phantastisch und deren Schönheit ist eigentlich kaum zu beschreiben! Wir fühlten uns wie im Paradies.

Unser Weg führte uns weiter, immer entlang der Küste nach Westen! Wir passierten urige, kleine und verschlafene Örtchen, in denen man noch heute das ursprüngliche Sri Lanka erahnen konnte. Leider war besonders die Südküste Sri Lankas vom Tsunami 2004 betroffen. Die verheerenden Auswirkungen kann man stellenweise heute noch sehen und kaum erahnen, welches Leid die Menschen nach dem Tsunami ertragen mussten! Nichts desto trotz ist die Region im Süden wunderschön und immer eine Reise wert.

Von Tangalle kommen wir zum bekannten Badeort Unawatuna, dessen herrlicher Strand zu den schönsten der Insel gehört. Bekannt ist die Unawatuna Bay für ihr bizarres Korallenriff bekannt, das man wegen dem seicht abfallenden Strand sogar zu Fuß im Wasser erreichen kann. Schnorchler und Taucher kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten.

Einfach nur am Strand relaxen stand heute auf dem Plan. Am nächsten Tag geht es weiter nach Galle. Die geschichtsträchtige Stadt ist bereits im 14. Jahrhundert durch einen marokkanischen Seefahrer erwähnt worden. Das Fort mit der Altstadt befindet sich auf einer vorgelagerten Halbinsel. Seit dem Jahr 1988 gehören die Altstadt und die Festungswerke von Galle zum UNESCO Weltkulturerbe, was eine ständige Sanierung nach strengen Vorschriften mit sich bringt und somit zum Erhalt der historischen Altstadt beiträgt. Für den Besucher der Altstadt bietet sich ein Rundgang an, der in etwa 1-2 Stunden dauert, aber alle wichtigen Punkte und Sehenswürdigkeiten der Altstadt beinhaltet.

Am besten startet man die Tour am Haupteingang, dem New Gate, und folgt im Uhrzeigersinn dem Wall. An den verschieden Bastionen hat man einen wunderbaren Blick entweder auf das Meer oder aber über die Dächer der Altstadt. Sobald der Rundgang über die Wälle des Forts beendet ist, kann man sich durch die kleinen, engen Gassen und Straßen der Altstadt leiten lassen, um das geschäftige Treiben der Menschen zu erleben.

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Blick auf Galle, UNESCO Weltkulturerbe


Die Westküste Sri Lankas ist wohl die bekannteste Urlaubsregion der Insel. Gründe dafür sind mit Sicherheit die herrlichen Strände, aber auch die „relative Nähe“ zum Flughafen in Colombo. Um hier seinen wohlverdienten Urlaub zu verbringen, muss man nicht den Weg über die ganze Insel auf sich nehmen – verpasst aber auch nichts, da auch hier die Strände wunderschön sind.

Von der historischen und gemütlichen Stadt Galle folgen wir der Küstenstraße weiter nach Hikkaduwa. Der kleine Ort ist sicherlich einer der bekanntesten Urlaubsorte auf der Insel, denn bereits zu Zeiten, als Rucksackreisende nach Sri Lanka kamen, erhielt Hikkaduwa den aussagekräftigen Spitznamen „Hippie-Duwa“. Heute ist der Ort ein beliebtes Urlauberparadies für alle diejenigen, die Hikkaduwa vor allem wegen den vielen Kneipen, Restaurants und Geschäften schätzen. Besonders jüngere Reisende kommen hier in diversen Partylocations auf ihre Kosten. Auch wir genießen für zwei Tage das ganz besondere Flair, das man in Hikkaduwa spürt und lassen uns einfach treiben. Tagsüber relaxen wir am Strand, entspannen im Schatten der Palmen und genießen das süße Nichtstun. Abends ziehen wir durch die sympathischen und einladenden Bars und Kneipen.

Nach den zwei Tagen der Erholung machen wir uns weiter auf den Weg nach Colombo. Unweigerlich kommen wir durch Kosgoda, wo wir einen der schönsten Strände der Westküste Sri Lankas finden, aber auch das Kosgoda Sea Turtle Sanctuary and Research Center. Hier hat sich Chandrasiri Abrew den Erhalt und Schutz von Meeresschildkröten zur Aufgabe gemacht hat. Da in Sri Lanka Schildkröteneier als Delikatesse gern verzehrt werden, kauft Abrew den Fischern der Gegend die Eier für etwas mehr Geld ab, als sie auf dem Markt für die Eier erzielen würden und vergräbt sie erneut im Sand auf dem Gelände der Aufzuchtstation, wo sich die Eier geschützt entwickeln können. Nach circa 48 Tagen im Sand schlüpfen die Babys und werden von Abrew in die Freiheit begleitet. Seit Abrew die Station betreibt, konnte er schon geschätzte 3,5 Millionen Schildkrötenbabys in die Freiheit entlassen, von denen viele Tausend ohne seine Arbeit keine Chance auf ein Leben bekommen hätten.

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Kosgoda Sea Turtle Sanctuary and Research Center und ein wunderschöner Sonenuntergang


Wir dürfen bei einer Entlassung der Schildkrötenbabys zuschauen und sind erstaunt, mit welch gutem Instinkt die kleinen den Weg zum Meer sofort finden. Mit diesen unvergesslichen Eindrücken (wann kann man schon einmal Schildkrötenbabys auf dem Weg in die Freiheit begleiten?) verlassen wir Kosgoda und machen uns auf den Weg zu unserer letzten Station: Beruwela. Der Ort hat ebenfalls wunderschöne Sandstrände, gesäumt von üppigen Palmenhainen, zu bieten.

Die der Küste vorgelagerten kleinen Felsinselchen bieten dem Auge eine nette Abwechslung vom herrlich blauen Indischen Ozean. Vor der Küste befinden sich zahlreiche Korallenriffe, die nicht nur besonders von Schnorchlern und Tauchern geschätzt werden, sondern auch dem Schwimmer durch ihren Schutz vor Strömung und Wellen eine unbeschwerte Zeit im Indischen Ozean bieten. Da die Strände sehr seicht ins Meer verlaufen, bietet sich Beruwela besonders für Familien mit Kindern als idealer Badeort an. Wir nutzen den schönen Ort, um noch weitere vier Tage an der Westküste von Sri Lanka zu verbringen und uns zu erholen, bevor wir uns auf den Weg mach Colombo machen, um unseren Heimflug anzutreten.

Dies war unsere erste Reise nach Sri Lanka, aber bereits vor dem Heimflug stand fest: mit Sicherheit nicht die Letzte. Wir waren uns sofort einig, dass wir in jedem Fall wieder kommen möchten. Die Schönheit der Natur sowie der unbegreiflich große kulturelle Reichtum der Insel, aber nicht zuletzt vor allem die Gastfreundschaft und unglaubliche Herzlichkeit der Menschen faszinierten uns am meisten und ließen uns Sri Lanka besonders ans Herz wachsen ließen.

Ayubowan Sri Lanka!


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