Kims abenteuerliche Backpackertour durch ein Land voller Gegensätze



Wie man Thailand in kurzer Zeit in seiner atemberaubenden Vielfalt bereisen kann

Thailand – ein Land, das für Jeden etwas zu bieten hat. Die einen versuchen dem Alltag von zu Hause mit Entspannung an abgelegenen, paradiesischen Stränden zu entfliehen, die anderen stürzen sich lieber mit ähnlich Abenteuerlustigen aus der ganzen Welt ins bunte Getümmel. Oder aber man verbindet ganz einfach Erholung mit Abenteuer – in Thailand ist dies möglich!

Eine zweiwöchige Pauschalreise nach Thailand buchen, jeden Tag im hoteleigenen Pool planschen, mal an den Strand gehen, und vielleicht einen Tagestrip machen – das kann gegebenenfalls recht schön sein, ist aber auch nicht so aufregend. Manche Urlauber schnuppern auf diesem Wege vorsichtig an der südostasiatischen Kultur. So richtig eintauchen kann man in diese so aber nicht.

Im Fokus dieses Reiseberichtes steht deswegen viel mehr der Individual-Reisende, der Rucksack-Tourist, der mit wenig Geld in einem begrenzten Zeitraum so viele Eindrücke von dem fremden exotischen Land erleben kann, wie er nur möchte. Dabei sind ihm kaum Grenzen gesetzt. Hier wird gezeigt, dass man nicht monatelang durch das Land reisen, an vielen Orten lange verweilen muss, um eine schöne Zeit, den richtigen Eindruck oder das passende Feeling zu erlangen. Schon 3 Wochen reichen aus, um eine Rundreise durch das Land zu machen und dabei sehr viel erleben zu können: Bangkoks hektisches Stadtleben, der ruhige meditative Norden sowie der paradiesische Süden mit kilometerlangen palmengesäumten Stränden.

Thailand liegt im Herzen Südostasiens und macht Reisen in dieser Gegend ganz besonders attraktiv, da die umliegenden Länder von vielen Reisebegeisterten ebenfalls gerne in Kombination mit Thailand bereist werden.

So war Thailand auch für mich und meine beste Freundin ein Teil einer 5-monatigen Rucksackreise und eingebettet in den Überlandstrip Thailand-Laos-Vietnam-Kambodscha-Thailand-Malaysia. Dabei muss ich hervorheben, was Thailand als Ruck-sackreisende mit begrenztem Budget ganz besonders anziehend macht: es bietet eine atemberaubende Vielfalt und Exotik für wenig Geld.

Die günstige und einfache Art zu reisen und das Land zu erkunden ist in kaum einem anderen Land so problemlos möglich wie in Thailand. Egal ob mit Flugzeug, Zug, Bus, Taxi, Tuk-Tuk oder Fähre – man gelangt meist unkompliziert von A nach B. Natür-lich gilt auch hier: wer die Zeit hat, verzichtet auf das Fliegen und nimmt stattdessen einen (Nacht-)Bus (diese sind recht günstig und relativ komfortabel) oder aber den Zug. Auf den langen Überlandfahrten kann man oft viel mehr von einem Land sehen als man denkt, da die Busse auch auf kleineren Landstraßen, die durch Ortschaften und wunderschöne Landschaften führen, fahren.

Innerorts ist die günstigste, wohl aber auch die verhandlungsreichste Art, voranzukommen, das Tuk-Tuk. Die kleinen Motorrad-Rikschas sind flink und schnell unterwegs und eine abenteuerliche und preiswerte Alternative zum Taxi. Ein Tipp: Wer in großen Städten wie etwa Bangkok unterwegs ist, sollte sich ein dünnes Tuch oder Taschentuch vor Mund und Nase halten, um sich vor den starken Abgasen zu schützen.

Wer Thailand mit dem Flugzeug anfliegt, wird mit größter Wahrscheinlichkeit in Bangkok landen. Und ich kann nur Jedem empfehlen, mindestens 3-4 Tage in der Stadt zu verweilen, bevor man sich entweder hoch in den ruhigen Norden verabschiedet oder aber in den aufregenden Süden in das Inselleben.

Es ist sicherlich von Bedeutung von wo man Bangkok aus erreicht. Diejenigen, die aus unserem geregelten Deutschland einfliegen, werden möglicherweise etwas vorsichtigere Annäherungsversuche mit der hektischen, stickigen und bunten Stadt unternehmen. Wer allerdings schon länger in Asien unterwegs ist, wird von dem doch relativ geordneten und modernen Bangkok unter Umständen sehr begeistert sein. Der neue luxuriöse Flughafen, die Autobahn mit geregeltem Verkehr, die einfache Präsenz von kleinen Supermärkten sowie die Hochhäuser der City, gefielen mir sehr.

In Bangkoks neuem internationalen Flughafen – Suvarnabhumi – wird einem problemlos (falls nötig) das Touristen-Visum ausgestellt. Mit dem Bus gelangt man anschließend sehr günstig über die Autobahn ins 30 km entfernte Stadtzentrum.

Wer auf der sicheren Seite sein möchte, kann noch von Zuhause aus eine Unterkunft in der Stadt buchen.

Backpacker können aber auch ohne Probleme auf gut Glück in die Stadt fahren und sich vor Ort ein passendes Zimmer suchen. Man kommt dabei nicht umher, als Rucksackreisender auf der Khaosan Road (Stadtteil Banglamphu) zu landen. Die Backpacker-Meile ist dafür bekannt, der Ausgangspunkt oder auch Rückzugsort der besonderen Art vieler junger Westlicher zu sein. Ein Backpacker-Heaven – wenn auch sehr touristisch, hat sie einen ganz besonderen und einzigartigen Flair, der mir sehr gut gefallen hat. Die belebte Fußgängermeile wirkt wie eine einzige Party, mit Live-Musik und tausenden von Menschen, die feiern oder einfach nur über die 400m Straße schlendern und die Eindrücke über sich ergehen lassen. Shopping, Massagen, und dazu noch ein kulinarisches Paradies. Das Pad Thai wird von der netten Dame in ihrer Pfanne auf Rädern frisch zubereitet und schmeckt himmlisch. Die frisch geschnittene Mango kauft man am Stand nebenan und schließlich folgt der Schoko-Bananen-Pfannkuchen. Eine ausgewogene Ernährung ist das nicht, sollte aber auf jeden Fall probiert werden.

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Wem es auf der Khaosan Road schließlich zu hektisch wird, kann sich in den abgehenden Gassen oder in der Parallelstraße etwas von dem Getümmel zurückziehen. Hier sind die Preise auch etwas günstiger. Die kleinen Reisebüros auf der Khaosan Road bieten gute und günstige Preise mit allen möglichen Transportmitteln in den Norden sowie in den Süden Thailands. Es lohnt sich hier definitiv, nicht ins erstmögliche zu gehen und zu buchen, sondern sich ebenfalls in den umliegenden Reisebüros zu erkundigen und Preise zu vergleichen. Auch wenn die Reisebüros oft recht klein sind, so kann man doch guten Gewissens seine Weiterfahrten aus Bangkok heraus buchen. Es ist erstaunlich, wie günstig man auf weiten Strecken in Thailand reisen kann.

Einfach zu Fuß zu erreichen von der Khao San Road, ist der Grand Palace sowie das Viertel Ko Ratanakosin. Ein Besuch des Grand Palace ist ein Muss. Die goldenen und glitzernden Tempel beeindrucken in ihrer prunkvollen Schönheit und weisen einen Blick in die Geschichte des Landes.

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Tempel im Grand Palace


Ebenfalls einfach mit Bus und Skytrain zu erreichen, sind die großen Shopping Center der Stadt: Siam Square, Siam Center, Siam Paragon, Siam Discovery Center, Central World und MBK. Die ersten Einkaufs-Malls beinhalten normale bis hochklassige Geschäfte, wohingegen das MBK aus der Reihe fällt, da hier hauptsächlich günstige, gefälschte und Plastikwaren verkauft werden.

Alleine der superschnelle Skytrain ist eine Fahrt wert. Man kann die Fahrt gut mit einem Besuch auf dem bekannten Chatuchack-Markt verbinden. Auf über einem Quadratkilometer werden alle nur erdenklichen Waren angeboten – von Essen, bis Möbel, Kunst Kleidung und sogar lebenden Tieren, ist alles dabei. Die Stände im Freien können einfach und entspannt durchstöbert werden, unter dem bedachten Teil des Marktes werden die Gänge jedoch schmaler, voller und verwirrender.

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Mit den öffentlichen Bussen gelangt man günstig in die benachbarten Stadtteile sowie in das CBD. Um jedoch die vielen Tempel und Wahrzeichen, darunter das Democracy Monument, der Golden Mountain (von wo man aus einen herrlichen Blick über die ganze Stadt hat – lohnt sich), den Lucky Buddha, Big Buddha und Watin Golden Buddha besuchen kann, ohne allzu Müde zu werden, sollte hier eventuell auf das Tuk-Tuk umsteigen. Man kann auch zu Beginn einen Preis aushandeln und sich anschließend von Wahrzeichen zu Wahrzeichen fahren zu lassen.

Was zwar anstrengend ist, einem den City-Trip allerdings auch nicht vermiesen sollte, ist das Wetter in Bangkok: die extrem hohe Luftfeuchtigkeit und Hitze können nach einem ganzen Tag auf den Beinen, doch recht nervenzehrend sein. Auch sollte man auf starke Regengüsse vorbereitet sein (am besten man hat einen kleinen Schirm dabei und trägt Flip Flops – ist sowieso viel praktischer, da die Tempel nur barfuß betreten werden dürfen und damit das An- und Ausziehen der Schuhe sehr lästig wird).

Die Khaosan Road dient als Hub, als Umsteigeplatz der Backpacker. Hier treffen gerade Eingetroffene, die voller Vorfreude dem Abenteuer entgegenblicken, auf Wiederzurückgekehrte, denen man die durchgemachten Partynächte durchaus ansieht. Im Groben lassen sich die Urlauber in zwei Gruppen einteilen: diejenigen, die im Norden Thailands abseits des Trubels die Kultur des Landes entdecken möchten und schließlich andere, die im Golf von Thailand die Seele baumeln lassen wollen.

Wir wollten nach Bangkok erst einmal den Norden erkunden. Die Überlandfahrt nach Chiang Mai dauert in etwa 10 Stunden und wer die Nachtbusvariante wählt, spart nicht nur eine Übernachtung, sondern auch Zeit.

Chiang Mai strahlt im Vergleich zu Bangkok eine unglaubliche Ruhe und entspannten Charme aus. Nach dem Trubel der Großstadt, ist das Idyll des Nordens des Landes gerade richtig zum Auspannen. Wie in den meisten Städten, die Touristen-Ziele sind, kann man auch in Chiang Mai problemlos einfahren, ohne vorher eine Unterkunft gebucht zu haben. Busse bringen einen meist an Busstationen, an denen Einheimische die Touristen bereits erwarten und mit ihren Unterkünften werben. Auch hier gilt: nicht gleich das erste Angebot annehmen sondern erst einmal Preise vergleichen. Oft lohnt es auch auf eigene Faust loszuziehen und in Guest Houses nach einem freien Zimmer und dem Preis zu fragen. So kann man Kontakt zu den freundlichen Thailändern aufnehmen, die sich freuen, wenn man in Ihrer Unterkunft übernachtet.

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Beleuchtete Ufer an den kleinen Kanälen laden zu einem Spaziergang ein



In Chiang Mai sind die meisten Entfernungen nicht weit und wer im Zentrum wohnt, kann die Stadt leicht zu Fuß erkunden. Die Ufer der kleinen Kanäle, laden zusätzlich zu einem Spaziergang ein. In Chiang Mai kann man im großen Stil einen Blick auf die thailändische Tempelkunst werfen. Am Abend bietet der Nachtbasar viele leckere Möglichkeiten zu Abend zu essen und nach schönen Souvenirs für die Zuhausegebliebenen zu suchen. Highlight: Während wir über den Markt schlenderten, geschah plötzlich etwas völlig Unerwartetes. Um 18 Uhr unterbrach Jeder – Tourist und Einheimischer – seine Tätigkeit und blieb stehen, um die über Lautsprecher übertragene Nationalhymne zu ehren. Dieser Augenblick machte mich sprachlos. Plötzlich lag alles still und eine ganz besondere Ruhe breitete sich über die vor kurzem noch lebhafte Straße aus.

Kunst- und Kulturliebhaber finden eine große Auswahl an lokalen Besonderheiten, denn Kultur wird in Chiang Mai großgeschrieben. Je nachdem wie viel Zeit man mit sich bringt, kann man hier Koch-, Sprach-, Meditations- oder Muay Thai-Kurse machen.

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Eine kleine Tempelanlage in Chiang Mai



Von Chiang Mai reist man noch weitere 3 Stunden in den Norden und erreicht Chiang Rai. Die kleine Stadt dient allerdings eher als Umsteigeort für Weiterreisende zum „Golden Triangle“, an dem Thailand, Laos und Myanmar anei-nander grenzen. Ein lokaler Bus bringt einen in das idyllische Städtchen Chiang Saen, wenige Kilometer von dem Grenzort Sop Ruak entfernt. Gerade diese letzte Fahrt lässt einen nochmals realisieren, in welch fernen Land man sich befindet. Als einzige Touris-ten saßen wir inmitten von Einheimischen und Mönchen mit ihren senfgelben Kutten. Die Landschaft, die man im Norden durchfährt ist atemberaubend schön. Große Palmen, Bananenstauden und Reisfelder ziehen an einem vorbei. In solchen Momenten kann man alle Eindrücke auf sich wirken lassen. Für mich war diese Busfahrt der Augenblick, in dem ich richtig in Thailand angekommen bin. Ich bin mir sicher, dass es vielen Reisenden ähnlich geht.

Obwohl es in dem ruhigen Chiang Saen so gut wie nichts Aufregendes gibt, sollten Urlauber doch lieber hier eine Unterkunft suchen und mit einem Tuk-Tuk oder dem Sawngthaews (Autos, die zu Sammeltaxis umfunktioniert wurden) einen Ausflug nach Sop Ruak machen, da Sop Ruak aufgrund der hohen Touristenzahlen stark überteuert ist. Das Goldene Dreieck ist recht unspektakulär. Von einem Aussichtspunkt hat man Blick auf den Mekong und auf das laotische sowie myanmarische Ufer. Doch den ent-spannten thailändischen Charme des Nordens sucht man hier vergebens.

Viele Touristen machen dennoch einen Ausflug hier her, da es auf ihrer weiteren Reise-Route liegt. Denn es ist äußerst beliebt, über den Mekong vom Norden des Landes

in das Nachbarland Laos zu reisen. Dies geschieht allerdings von dem Grenzort Chiang Khong, von wo aus man mit einem so genannten Slow-Boat zwei Tage lang den Mekong herunterschippert. Sehr zu empfehlen.

Man kann Thailand also über den Norden verlassen, dem Land einige Wochen den Rücken zukehren, andere Länder, Sitten und Kulturen kennenlernen, um wieder mit großer Vorfreude in Thailand einzureisen. Schnell und einfach geht dies von Kambodscha aus, wo an der Grenze das thailändische Visum für zwei Wochen ausgestellt wird.

Zurück in Bangkok kann man noch einmal in den Trubel der Großstadt eintau-chen, bevor man sich weiter auf der Erkundung des Landes macht. Denn Thailand hat noch so viel mehr zu bieten.

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Eine Buddha-Statue am Goldenen Dreieck



Mit dem Bus erreicht man die Stadt Surratthani von wo aus man schnell die beliebten Inseln Koh Samui, Koh Pha Ngan und Koh Tao erreicht. Koh Samui ist die größte und infrastrukturell modernste der drei Inseln. Wir haben uns aus diesem Grund auch dazu entschieden, diese auszulassen und direkt auf die dritte und kleinste Insel Koh Tao zu besuchen. Nichtsdestotrotz findet man auch auf Koh Samui ein ruhes Plätzchen, abseits vom Touristen-Stress.

Koh Tao ist idyllisch und über dem Meeresspiegel mindestens genauso schön wie unterhalb. Die Insel verfügt mitunter über Thailands schönste Tauchparadiese und wer noch keinen Schein hat, kann diesen hier in einem der Tauch-Resorts machen. Am besten man sucht sich eine Unterkunft direkt am Strand. Der Sairee Beach hat eine Vielzahl an Übernachtungsmöglichkeiten, von dessen Veranda aus man einen perfekten Blick auf das türkis-blaue Meer hat und kann sich entspannt zurücklehnen, während man einen Sundowner genießt.

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Der Sairee Beach auf Koh Tao lädt zum Ausruhen ein.



Der Sonnenuntergang auf Koh Tao ist ein absolutes Highlight auf der Insel. Koh Tao ist ruhig und perfekt zum Ausspannen. Am weißen Sandstrand reihen sich die Palmen an-einander und wenn es zu heiß wird, schnappt man sich Schnorchel und Tauchermaske und beobachtet im bunten Riff die Fische.

Sucht man nach der ganzen Ruhe und Entspannung nun doch etwas mehr Aufregung und Abenteuer, so verlässt man Koh Tao und besteigt die Fähre um die Nachbarinsel Koh Pha Ngan anzusteuern.

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Der traumhaft schöne Sonnenuntergang auf Koh Tao



Sucht man nach der ganzen Ruhe und Entspannung nun doch etwas mehr Aufregung und Abenteuer, so verlässt man Koh Tao und besteigt die Fähre um die Nachbarinsel Koh Pha Ngan anzusteuern.
Koh Pha Ngan ist bekannt für ein ganz besonderes Highlight, das sich eigentlich nur einmal im Monat abspielt: die legendäre Full-Moon-Party. Jeden Mo-nat bei Vollmond finden sich Tausende Urlauber, meist junge Menschen aus der ganzen Welt, auf Koh Pha Ngans Hat Rin Beach zusammen, um dieses Ereignis zu feiern. Auf dem breiten Strand befindet sich ein Club nach dem anderen, die mit wilder Party-Musik die Nacht beschallen. Wer es nicht einrichten kann, bei Vollmond die Insel zu erreichen braucht nicht verzagen. Mittlerweile wird auch Half-Moon sowie Black-Moon zelebriert. Bei keinem dieser Events ist das kleine Örtchen am Hat Rin Beach so gut wie ausgestorben, die Bürgersteige werden hochgeklappt. Nichtsdestotrotz tümmeln sich die partyfreudigen Urlauber am Strand und feiern im kleineren Stil. Es ist also trotz Mond-Status immer etwas los am Strand. Abgesehen von seinen Partys ist Koh Pha Ngan zwar sehr idyllisch mit Postkarten-Stränden, es fehlt allerdings der relaxte Insel-Charme, wie er etwa auf Koh Tao zu finden ist.

Nachdem man nun die Ostküste Thailands mehr oder weniger abgeklappert hat, sollte man auch noch einen Abstecher auf die Westküste machen. Wieder mit Fähre, Bus und Longtail-Boat erreicht man über die Kleinstadt Krabi Railay East und Railay West, wo Luxus-Urlauber und Backpacker gleichermaßen auf ihre Kosten kommen.

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Felsformationen am Railay Beach



Die Kulisse, die sich einem hier bietet, ist wie auf den Inseln im Golf von Thailand traumhaft schön und doch ganz anders. Grün bewachsene Feldformationen ragen aus dem Wasser und säumen die Strände. Das Meer hat einen grünlichen Schimmer und vervollständigt das Panorama. Am Tonsai-Beach kann man lecker Essen und die fried-volle Idylle genießen – Hängematten-Feeling pur!

Wem das zu langweilig wird, kann versuchen, die Felsen am Strand zu bezwingen. Die unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade lassen Kletter-Amateure sowie Profis ihren Spaß haben. Wer es bis nach oben geschafft hat, wird mit einem atemberaubenden Blick auf die Strände und das Meer belohnt.

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Klettern am Railay Beach


Von Tonsai Beach kann man günstig mit der Fähre nach Koh Phi Phi reisen. Das Zent-rum dieser thailändischen Insel wurde durch den Tsunami 2004 zwar fast so gut wie vollständig zerstört, das einzige, was allerdings noch an die Katastrophe erinnert, sind Evakuierungs-Wegweiser und ein Museum. Koh Phi Phi ist im Vergleich zu den anderen Inseln etwas teurer und stark überlaufen. Backpacker tümmeln sich an den Stränden und shoppen in den kleinen Gassen nach überteuerten Souvenirs. Nichtsdestotrotz bie-tet auch Koh Phi Phi eine traumhafte Kulisse. Wer die Ruhe bevorzugt, kann stattdessen die Nachbarinsel Koh Lanta ansteuern, wo es etwas gemächlicher zugeht. Alleine die Reise mit der kleinen Fähre ist wunderschön. Es scheint als bekäme man nie genug von der paradiesischen Natur des Landes. Zudem bietet Koh Phi Phi eine wunderschöne Unterwasserwelt, in der es auf jeden Fall lohnt, abzutauchen. Mit dem Tauchboot kann man schöne Tagesausflüge machen und dabei nette Mitreisende und andere Urlauber kennenlernen. Dabei muss man nicht einmal auf Koh Phi Phi selbst übernachten. Tauschschulen etwa auf Koh Lanta bieten Tauch-Safaris auf die andere Insel und die Riffe in der Umgebung an.

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Longtailboats auf Koh Phi Phi



Am Klong Khong Beach auf Koh Lanta finden sich jede Menge Unterkünfte und neben langen Spaziergängen am Strand kann man auch hier Tauchgänge buchen oder einen Kochkurs belegen. Nach dem Tauchgang kann man sich anschließend am Strand massieren lassen.

Je nachdem zu welcher Jahreszeit man sich im Süden Thailands aufhält, sind starke Regenfälle nichts ungewöhnliches. Dabei gilt meistens: So schnell wie sie gekommen sind, hören sie auch wieder auf. Also nicht verzagen, wenn es etwas bewölkt ist: Die Sonne wird sicher wieder hinter den Wolken hervorblitzen und das Meer hellblau erleuchten lassen.

Von Koh Lanta kann man schließlich weiter in den Süden reisen, bis man die Grenze nach Malaysia erreicht und sich in das nächste Abenteuer stürzen. Wer nach dem Fernweh auch wieder Lust auf Zuhause bekommen hat, reist entweder mit dem Bus oder nimmt den Flieger von Phuket in Richtung Hauptstadt.

Der Langstreckenflug nach Thailand ist sicherlich der größte Kostenfaktor bei einer Thailandreise. Nichtsdestotrotz kann man, egal ob Luxusurlauber oder Low-budget-Traveller, das Land in all seiner Vielseitigkeit bereisen und keines seiner exotischen Highlights bleibt einem verwehrt.

Zum Schluss meine ganz persönlichen Highlights, die meine Thailand-Reise so eindrucksvoll und unvergesslich gemacht haben:



HIGHLIGHTS

  • Thai-Massage: Mindestens eine original Thai-Massage sollte man sich in Thai-land gönnen.
  • Das Thailändische Essen: Vom Roten Curry bis Pad Thai – In Thailand schmeckt es immer noch am Besten.
  • The Thai Way of Life: Die Thais sind ein unglaublich nettes Volk, die stets hilfs-bereit und freundlich sind.
  • Bangkok: Der Flair der Stadt ist ganz besonders. Insbesondere die Khaosan Road hat es mir angetan.
  • Sonnenuntergang auf Koh Tao: Mit einem kühlen Getränk lässt sich der Son-nenuntergang noch besser bestaunen.
  • Tauchen auf Koh Tao: Wer nicht schon einen Tauchschein hat, könnte diesen auf der kleinen Insel absolvieren. Dafür sollte allerdings etwas mehr Zeit einge-plant werden. Die bunten Riffe und Fische sind auf  jeden Fall einen Blick wert. Alternativ kann man auch am Strand schnorcheln.
  • Sternschnuppenschauen auf Koh Tao: Wer Glück hat, kann nach dem Sonnenuntergang noch ein paar Sternschnuppen erhaschen und sich etwas wünschen.
  • Beachparty Koh Pha Ngan: Die ausgelassene Stimmung beim Feiern am Hat Rin Beach hat etwas Verwegenes. Wer ein paar Schritte ins dunkle Meer wagt, kann leuchtendes Plankton beobachten. Das Wasser beginnt zu leuchten und zu glitzern – magisch!
  • Rock-Climbing in Railay West: Wer sich traut, sollte versuchen, so weit wie möglich nach oben zu klettern. Trotz der Anstrengung macht es großen Spaß - natürlich ist man gesichert.
  • Kochkurs auf Koh Lanta: Es ist praktisch, wenn man am Ende der Reise sein Lieblingsgericht selbst kochen kann.


Viel Spaß beim Reisen!


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