Angeln

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© istockphoto/sculpies/fisherman Für viele Naturinteressierte zählt Angeln zur liebsten Freizeitbeschäftigung und bereitet diesen Menschen großes Vergnügen und interessante Einblicke in Ökosysteme von Gewässern, auch und insbesondere während eines Angel- und Erholungsurlaubs, indem man entspannt auch Angeln lernen kann, so zum Beispiel während eines Urlaubs in Island . Die Angel an sich besteht in der Regel aus einer Angelschnur, einem Haken sowie einem Köder, im Allgemeinen aus Angelrute, der Angelrolle zum Aufrollen der Schnur und dem so genannten Vorfach, einer Schnur zwischen der Hauptschnur und dem Haken, welche herkömmlich dünner als die Hauptschnur ist. Genießen Sie z.B. einen Angelurlaub am Plattensee in Ferienhäuser für Angler .

Angelmethoden
Es bestehen vielfältige Angelmethoden. Einige Fischarten nehmen ins Wasser geworfene blanke Haken sehr schnell an, weil sie nicht zwischen diesen und Futter unterscheiden können, während andere Arten mit einem Köder getäuscht werden, der den Haken kaschiert. Täuschungen sind zudem leichter, je aufgeregter die Fische sind, so dass sie oft angefüttert werden, um ihren Futterneid zu stärken.

Beispiele für Angelmethoden:
Brandungsfischen
Eisangeln
Feederfischen
Fliegenfischen
Hegenefischen
Hochseeangeln auf Großfischarten (Big Game Fishing)
Karpfenangeln (Carpfishing)
Meeresfischen
Nachtangeln
Schleppfischen
Spinnfischen
Stippfischen
Nicht fischwaidgerechte Methoden

Brandungsfischen
An Strand und Klippe wird diese Form des Angelns ausgeübt. Der Köder (in der Regel Wattwurm oder Fischreste) wird möglichst weit, häufig über fünfzig Meter und mehr, ausgeworfen, so dass die Angel aufgrund der erhöhten Belastung verstärkt wird. Typische Zielfische in Deutschland und dort insbesondere an
Nordsee und Ostsee sind der Dorsch und diverse Plattfische, Beifänge sind Aale und Aalmuttern.

Eisangeln
Auf zugefrorenen Gewässern wird diese Angelmethode ausgeübt, nachdem zu Beginn via Eisbohrer oder Motorsäge ein Loch in das tragende Eis gebohrt wird. Geangelt wird mit einer kurzen Rute oder einer Schnur, wobei verschiedene Köder zum Einsatz kommen können. Eisangeln ist im Winterhalbjahr auf jedem fischreichen eisbedeckten Gewässer möglich. In
Skandinavien , insbesondere in Norwegen , und in Nordamerika erfreut sich diese Methode jedoch ausgesprochen großer Beliebtheit.

Feederfischen
Mit dieser Angelmethode, die in der
Schweiz und in Deutschland zum Beispiel an Rhein und Ruhr betrieben wird, werden vor allem Weißfische gefangen. Sie verbindet die ursprüngliche Grundmontage mit einem Weg, das Grundfutter unmittelbar zum eigentlichen Köder, der auf dem Haken sitzt, zu bringen. Für das Feederfischen empfiehlt es sich, eine spezielle Rute (Feederrute) mit einer feinen Spitze und starkem Rückgrat und eine geflochtene Schnur (wegen der geringeren Dehnung) zu verwenden, da sich der Biss des Fisches ausschließlich durch die Straffung der Hauptschnur und durch das "Zucken" der Rutenspitze bemerkbar macht.

Fliegenfischen
Das Fliegenfischen ist eine aktive Art des Angelns, bei der der Köder mit der Fliegenrute sowie der Fliegenrolle präsentiert wird und daher durch Imitation Fische gefangen werden sollen. Fliegenfischen ist an jedem Gewässer möglich, jedoch im besondere Maße durch die Lachsfischerei an den skandinavischen, britischen und nordamerikanischen Geburtsflüssen dieser Fische bekannt. Beliebt ist das Fliegenfischen auf mehrere Fischarten darüber hinaus an der Küste, insbesondere in Norddeutschland und
Dänemark , während sich zum Beispiel auf Tarpon, Bonefisch und Stachelmakrelen ebenfalls Fliegenfischen in wärmeren Gewässern großer Beliebtheit erfreut.

Hegenefischen
Als Hegene bezeichnet man eine Schnur (von Anglern Vorfach genannt), von der seitlich bis zu fünf kürzere, in der Höhe versetzte Schnüre abgehen. An diesen Seitenarmen befestigt man Nymphen (Köder in Fliegenlarvenform) oder alternativ andere kleine Kunstköder. Am Ende der Hegene befindet sich ein Senkblei oder ein weiterer Köder. Es wird also mit mehreren Ködern gleichzeitig gefischt, wobei verschiedene Arten existieren, mit der Hegene zu angeln. Bei der häufigsten Methode wird die Hegene mit der Rute langsam angehoben und anschließend schnell wieder abgesenkt. Durch die Bewegung soll der Fisch angelockt werden. Diese Art des Angelns wurde vermutlich in der
Schweiz entwickelt, wo zahlreiche Spezialisten für das Binden einer fängigen Hegene leben. Während man in der Alpenregion Felchen und Maränen mit dieser Methode überlistet, wird sie im norddeutschen Raum oft auf Barsche eingesetzt, wo die Zahl der erlaubten Köder häufig jedoch auf zwei bis drei begrenzt ist.

Hochseeangeln auf Großfischarten (Big Game Fishing)
Das
Angeln von großen Fischarten (zum Beispiel Hai, Marlin, Schwertfisch) wird als Big Game Fishing vom normalen Meeresfischen unterschieden, das dem Prinzip des Schleppangels (siehe unten) ähnlich ist, wobei die zu beangelnden Fische 100 Kilogramm schwer und noch erheblich schwerer sein können und daher erfahrene Seeleute zur Unterstützung anwesend sein sollten. Beliebte Gebiete für das Big Game Fishing sind unter anderem die Kapverden , die Karibik und die Malediven. Immer bekannter und beliebter unter Big Game-Anglern wird im Übrigen bedauerlicherweise das so genannte "catch and release", bei dem der Fisch gefangen, bis zum Boot gedrillt, fotografiert und wieder freigelassen wird und daher eine unnötige Tierquälerei darstellt, die es zu unterbinden gilt.

Karpfenangeln (Carpfishing)
Karpfenangeln ist der spezialisierte Fang von Karpfen (englisch Carp). Der meist benutzte Köder ist der so genannte Boilie, eine gekochte Teigkugel, welche in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich ist. Beim Carpfishing, das zuweilen auch in längeren Ansitzen ausgeübt wird, werden die Karpfen üblicherweise nicht getötet, sondern gemessen und fotografiert, ehe sie wieder dem entnommenen Gewässer übergeben werden. In Teilen Deutschlands ist diese Methode aus Tierschutzgründen auch umstritten und in einigen Bundesländern gar verboten (z.B. Bayern: AVFIG §9.9), da die Fische während des Aufenthalts an Land enormem Stress ausgesetzt sind.

Meeresfischen
In Nordeuropa, z. B. in
Dänemark , werden auf hoher See u. a. Dorsch, Köhler (auch Seelachs genannt) und Makrele geangelt. In Küstennähe sind je nach Saison auch Hering, Meerforelle, Scholle, Aal, Sprotte und Hornhecht zu beangeln. Das Angeln auf dem Meer wird häufig über einen gecharterten Kutter betrieben, so dass diese Art des Fischens häufig auch Kutterangeln genannt wird.

Nachtangeln
Als Nachtangeln bezeichnet man jegliches Fischen zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang. Als Hilfsmittel dienen dabei beispielsweise Stirnlampen und elektronische Bissanzeiger. Auch die klassische Aalglocke kommt dabei häufig zum Einsatz. Geangelt wird auf alle nachtaktiven Fischarten, insbesondere jedoch auf Aal, Zander und Karpfen.

Schleppfischen
Als Schleppfischen, Trolling oder Schleppangeln bezeichnet man das Angeln mit einer Angelrute in einem fahrenden Boot (beispielsweise Motorbooten), wobei der nachgeschleppte Köder durch die Geschwindigkeit des Bootes in Bewegung gerät und zum potentiellen Ziel werden soll. Auf diese Art werden vorzugsweise Raubfische geangelt. Im Süßwasser handelt es sich hierbei vor allem um Hecht, Seeforelle und Barsch, während in der Ostsee atlantische Lachse, Meerforellen und Dorsche mit dieser Fangtechnik gefangen werden sollen

Spinnfischen
Spinnfischen, das unter anderem am Rhein und seinen Nebengewässern in
Deutschland oder Frankreich betrieben werden kann, ist eine Art und Weise des Angelns, bei der schwerpunktmäßig Kunstköder wie Blinker eingesetzt werden. Während des Angelns, bei dem vorzugsweise das Gewässer mit einem Boot nach beißwilligen Fischen abgesucht wird, verleiten Vibrationen und optische Reize beim geübten und zu trainierenden Einholen der Köder den Raubfisch, der auf diese Weise anbeißen soll.

Stippfischen
Das
Stippfischen an Gewässern wie Rhein, Elbe und Main ist eine Angeltechnik, bei der eine Rute ohne Rolle benutzt wird. Die Schnur wird dabei an der Spitze montiert und sollte im Allgemeinen nicht länger als die Rute selbst sein. Darüber hinaus ist das Angeln mit verkürzter Schnur eine weitere beliebte Variante des Stippfischens, das an vielen Gewässern stattfinden kann.

Nicht fischwaidgerechte Methoden
Angeln ist heutzutage ein beliebtes Hobby und dient nur sekundär dem Nahrungserwerb, da Angeln Naturverbundenheit bedeutet und der Schutz der Gewässer, Seen und der Fischbestände Priorität haben beziehungsweise haben sollten. Es existieren jedoch einige Methoden, die nicht fischwaidgerecht oder illegal sind daher von Anglern wie Angelvereinen vollkommen abzulehnen sind und im Einzelnen nicht beschrieben werden.

Angelmöglichkeiten
Angelmöglichkeiten bieten sich fast überall. In Deutschland eher unentdeckt ist das Angeln im Harz. Hier ein passendes Ferienhaus für Ihren
Urlaub im Harz oder Angeln in Norwegen .

Rechtliche Aspekte
Das Angeln mit allgemeinen Arbeitsschritten "Vorbereitungen, Auswerfen der Angel, Warten auf den Biss" unterliegt dem Landesfischereigesetz und der Landesfischereiordnung, so dass zur Ausübung in Deutschland im Wesentlichen zwei Papiere benötigt werden, wobei jeweils Schonzeiten, Schonmaß und Fangbeschränkungen beachtet werden müssen:

Fischereischein
Einen Fischereischein erhält man nach erfolgreicher Fischerprüfung auf Antrag bei der Bezirksregierung, der unteren Fischereibehörde oder der Gemeinde-/Stadtverwaltung (abhängig vom Bundesland).

Fischereierlaubnisschein / Gewässerschein
Dieser Schein wird vom Fischereirecht-Inhaber ausgestellt (dabei kann ein Gebiet gepachtet werden oder mit Erlaubnis befischt werden).

Funktionäre von Angelvereine können an den von ihnen betreuten Gewässern darüber hinaus vom Angler Gewässerordnung und Fangbuch auf Anfrage verlangen, während Verordnungen des Tierschutzgesetzes, der Bundesartenschutzverordnung und zum Bundesnaturschutzgesetz generell bedacht, gekannt und berücksichtigt werden müssen.

Angelurlaub muss nicht immer in einem Ferienhaus oder auf einem Campingplatz stattfinden, auch in
Luxushotels kann man einen aufregenden Angelurlaub verbringen.