6. Deutsche Ferienhaus Urlaubsanalyse


Alle Fakten und Trends im Überblick

 

Fünf Schlüsseltrends gibt es im Ferienhaustourismus:
Städteurlaub ist im Kommen, Paare nutzen vermehrt Ferienhäuser und Ferienwohnungen, die Reisedauer verkürzt sich weiter, das Interesse an europäischen sowie Fernreise-Destinationen steigt und immer mehr wägen bei der Urlaubsplanung auch die Sicherheit des Reiselandes ab. Dies alles sind Ergebnisse der „6. Deutschen Ferienhaus-Urlaubsanalyse“, in deren Rahmen über 5.800 Ferienhausurlauber befragt wurden.

Die Studie zeigt im Detail das Reiseverhalten deutscher Ferienhausurlauber. Sie offenbart mittelfristige Trends, lässt eine Prognose für 2011 zu und macht einen statistisch fundierten Rückblick auf das Buchungsjahr 2010 möglich.

Trend 1: Ferienhausurlaub erreicht neue Zielgruppen

Obwohl der Ferienhausurlaub auch im sogenannten Krisenjahr 2009 kräftig zugelegt hatte, blieb er 2010 ebenfalls auf Wachstumskurs: HomeAway FeWo-direkt, der Spezialist für Online-Ferienhausvermietung, verzeichnete 30 Prozent mehr Buchungsanfragen als im Vorjahr. Auch Google registriert ein starkes Plus an Suchanfragen in diesem Segment.

Einen Grund dafür offenbart die „Urlaubsanalyse“: „Der Ferienhausurlaub etabliert sich in neuen Zielgruppen“, so Miro Morczinek, Vorsitzender der Geschäftsleitung HomeAway FeWo-direkt.

So ist das Interesse von Paaren am Ferienhausurlaub in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Waren 2008 nur 27 Prozent der Befragten allein mit dem Partner unterwegs, machten 2010 schon über 30 Prozent zu zweit im Ferienhaus Urlaub.

Immer stärker interessieren sich auch die höheren Einkommensklassen für Ferienhausurlaub, der gegenüber Hotelurlauben deutliche Preisvorteile mit sich bringt: Der Anteil an Haushalten, denen monatlich mehr als 3.000 Euro zur Verfügung stehen, ist in den letzten Jahren kontinuierlich auf aktuell 39,6 Prozent gestiegen.

Absolut gesehen sind natürlich noch immer mit Abstand die Familien die wichtigste Zielgruppe für Ferienhausurlaub. Im Durchschnitt wohnen 3,7 Personen in einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung.

Trend 2: Deutschland bleibt Favorit, aber Interesse an ausländischen Zielen steigt

Deutschland ist und bleibt der Favorit: Rund ein Drittel der befragten Urlauber hatte ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung im Inland gebucht (33,1 Prozent). Gerade die Ostsee ist hier gefragt und hat die Nase sogar noch deutlich vor der Nordsee. Darauf folgen Italien (12,3 Prozent), Frankreich (11,8 Prozent) und Spanien (11,6 Prozent). An fünfter Stelle rangierten die USA (4,1Prozent).

Gegenüber 2009 ist Frankreich deutlich in der Gunst der Urlauber gestiegen (plus 2,4 Prozent), während Deutschland leicht zurückstecken musste (minus ein Prozent). Bereits das zweite Jahr in Folge verliert Italien bei den Ferienhausurlaubern an Beliebtheit.

Für 2011 sind gegenüber 2010 noch mehr Ferienhausurlaube in europäischen Ländern sowie in internationalen Destinationen geplant. „Bislang macht der Anteil an Fernreisen relativ stabil knapp sechs Prozent aller gebuchten Ferienhausurlaube aus. Aber es ist absehbar, dass sich die Urlaube in den nächsten Jahren stärker auch auf exotischere Ziele konzentrieren werden. Doch wird dies nicht zulasten Deutschlands gehen, denn Inlandsurlaub – und hier allen voran die Ostsee – wird auch zukünftig im Trend bleiben. Vielmehr wird der Markt insgesamt weiter wachsen“, so Morczinek.

Trend 3: Städteurlaub auch im Ferienhaus-Segment im Kommen

Im langfristigen Trend zeichnet sich eine zunehmende Beliebtheit zentraler Lagen ab. Der Grund: Im Rahmen des Wachstumssegments Städtereisen sind auch Ferienwohnungen immer mehr gefragt. 2008 wünschten sich nur 21,8 Prozent der Befragten ein zentral gelegenes Ferienhaus, 2010 waren es bereits 25,9 Prozent – und für 2011 geht der Trend weiter in Richtung Buchungsplus für City-Appartements.

„Auch hier beobachten wir keine Verlagerung, sondern eine zusätzliche Nachfrage“, ordnet Morczinek die Ergebnisse ein. So offenbarte die Studie zum Beispiel auch beim Klassiker – dem Ferienhausurlaub am Meer, der von über der Hälfte der Befragten gebucht wurde – eine gesteigerte Nachfrage sowie einen positiven Zukunftstrend.

Trend 4: Verkürzte Reisedauer

Die durchschnittliche Reisedauer verkürzte sich auf 10,6 Tage (minus 1,5 Tage gegenüber 2009): Auch wenn die Mehrzahl der Ferienhausurlauber nach wie vor für zwei Wochen verreist (rund 30 Prozent), nimmt der Anteil kürzerer Aufenthalte (unter einer Woche) weiterhin deutlich zu. Der Grund: Kurztrips vor allem in Städte und Metropolen nehmen kontinuierlich zu.

Trend 5: Sicherheitsgedanke beeinflusst ein Drittel der Planungen

Während der Klimawandel bei der Urlaubsplanung weitgehend außen vor bleibt, bezieht ein Drittel der Befragten den Sicherheitsgedanken sowie potenzielle Gefahren vor Ort bei der Wahl des Reiseziels mit ein. Als Konsequenz daraus scheiden bestimmte, als gefährdet geltende Ziele aus (zum Beispiel Ägypten); gleichzeitig entsteht ein Bedürfnis nach sogenannten „sicheren" Reisezielen.




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