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Perigord Vert Ferienwohnungen & Ferienhäuser
Dieser Regionenbericht wurde erstellt von Sigrun Strunk, Chez Joly
Urlaub in Perigord Vert
Das
Perigord ist eines der beliebtesten Urlaubsgebiete
Frankreichs. Meist denkt man bei
Perigord an Lascaux, Sarlat, viele Touristen und entsprechend teure Unterkünfte. Der
Norden der
Dordogne, das Grüne Perigord, ist wenig bekannt, viele Reiseführer
vergessen es schlicht. Zu Unrecht. Wenn Sie Ruhe suchen, die unberührte Natur lieben, nicht nur ein Tourist unter Tausenden sein wollen, dann sind Sie hier richtig.
Das Grüne Perigord wird im Süden begrenzt von Brantôme, dem "Venedig des Perigord",
im Westen grenzt es an die Charente, im Norden an die Haute-Vienne. Sein Zentrum ist
der regionale Naturpark Perigord-Limousin (Parc naturel régional Périgord-Limousin).
Der Park ist nur dünn besiedelt und reich an seltenen Pflanzen und Tieren. Auch die
Böden sind sehr verschieden. So können Sie bei
Nontron einen verlassenen
Granitsteinbruch in unmittelbarer Nähe eines Kalksteinsteinbruchs finden.
Eine der ersten Höhlen, in der Gravuren entdeckt wurden, ist in dem kleinen Dorf Teyjat.
Kaum zehn Kilometer entfernt davon, kann man beim Badesee von Saint Estèphe durch
ein Granitchaos klettern, einen Glückspfennig unter den "Roc branlant" klemmen, einen
Granitmonolithen, den man mit einer Hand zum Wackeln bringen kann.
Eine der schönsten Höhlen des Perigord ist in Villars, wunderschöne Stalaktiten und
darunter sichtbare Felszeichnungen.
Sehenswürdigkeiten in Perigord
Schlösser gibt es in jedem Dorf, viele sind privat. Besonders zu empfehlen sind Bourdeille,
Puyguilhem in Villars, Mareuil, La Rochefoucauld (Charente), das immer noch im Besitz
der Familie gleichen Namens ist. Nicht zu vergessen Montbrun (Haute-Vienne), wo
angeblich der tödliche Pfeil auf Richard Löwenherz abgeschossen wurde.
Kleine Städtchen wie Brantôme, Saint Pardoux-la-Rivière, Saint-Jean-de-Cole haben ihren
Charakter und Charme bewahrt. Auf keinen Fall sollten Sie den Wochenmarkt, jeden
Mittwochmorgen, in Piégut-Pluvier verpassen. Wenn Sie dort die Einheimischen treffen
wollen, ist es ratsam vor zehn Uhr anzukommen.
Entdecken Sie mit Geduld und Beobachtungsgabe seltene Orchideen wie die Bocks-
Riemenzunge (Himantoglossum hircinum), Knabenkräuter (Orchis) und andere. Viele
verschiedene Bäume, je nach Bodenbeschaffenheit, Maronen, Eschen, Haselsträucher
und Eichen unter denen Trüffel verborgen wachsen. Das dazugehörige Trüffelmuseum
steht in Sorge.
Tiere gibt es selbstverständlich auch. Außer den üblichen Rehen, Hirschen,
Wildschweinen gibt es Dachse, Otter, Gartenschläfer, Eulen und Käuzchen, mehrere Arten
Fledermäuse, Zaun- und Smaragdeidechsen, Feuersalamander, Frösche, Kröten und die
geschützten Marmormolche (Triturus marmoratus).
Das Kerngebiet des Parks liegt um die beiden Flüsschen Bandiat und Tardoire, die in der
Haute-Vienne entspringen, den Norden der Dordogne Richtung Westen durchfließen und
theoretisch in die Charente fließen. Theoretisch, weil sie dort nicht direkt ankommen,
vielmehr im Karst von La Rochefoucauld verschwinden um kurz vor Angoulême als
Touvre wieder aufzutauchen. Die Quellen der Touvre bilden eine beeindruckende
Wasserfläche, unter der die verschwundenen Flüsse zum Teil brodelnd wieder ans Licht
treten. Es ist die zweitgrößte Quelle dieser Art in Frankreich (auf französisch "resurgence")
nach der Fontaine de Vaucluse.
Sie wollen nicht nur Natur pur? Gehen Sie essen. Das Perigord ist bekannt für seine
Küche (foie gras, Trüffel, confit, salade de gesier, usw). Oder besichtigen Sie Périgueux
mit seiner Altstadt, Angoulême mit der Kathedrale, dem Comicmuseum (musée de la
bande dessinée), Cognac, wo sie den Alkohol gleichen Namens probieren können und die
Cognacfabrikanten besichtigen. Vergessen Sie nicht Ihrer Familie den beliebten Pineau
des Charentes mitzubringen. Ein Aperitif aus Cognac und Traubensaft. Empfehlenswert ist
auch ein Abstecher nach Limoges, das berühmt für sein Porzellan ist. All diese Städte sind
ungefähr gleich weit entfernt.
Um den Süden des Perigords anzusehen ist ein Tagesausflug angebracht. Sie müssen
bedenken, dass es in der ganzen Gegend keine Schnellstrassen gibt, hundert Kilometer in
einer Stunde sind nicht zu schaffen, nehmen Sie sich Zeit, genießen Sie den Urlaub.
Ebenfalls einen Tagesausflug wert ist die Atlantikküste bei Royan, im August und an den
Wochenenden jedoch völlig überlaufen.
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