Hiddensee zu jeder Jahreszeit: Wenn Sie erleben, dass Wolkenschwaden das Hochland berühren, Fetzen von Seenebel durch die Bäume streichen, und der Regen auf die sandige Erde prasselt, Sie ein Duft umweht, der einzigartig ist, es riecht nach frischer nasser Erde, nach Meer, nach Salz, und eine unglaubliche Stille breitet sich über dem Ländchen aus, dann verstehen Sie diese Künstler, die auch diese Stimmungen eingefangen haben. Stimmungen wie im November, ein von Vielen verkannter Monat, wenn die Ströme der Tagesgäste versiegen, wenn ein schöner Sommer vergangen ist, und der Winter am Nordhorizont lauert, der sich hier selten vor Januar mit Eis und Schnee festsetzt. Es ist diese Stille des Übergangs, die so fasziniert. Der November holt Luft, leise, bevor die Winterstürme toben, Orkanböen heulen - bis 180 km/h hielt der Leuchtturm in einer Sturmnacht schon aus. Entfesselte Elemente - sich Ihnen entgegenzustellen hat seinen eigenen Reiz. Im Winter gibt es diese Stürme am häufigsten und die Luft ist am salzigsten.
Was sagen andere über Hiddensee: Es ist faszinierend, wie schnell die Bedürfnisse sich reduzieren. Das kann einem wahrscheinlich jeder Buddhist erklären. Aber man muss es erleben: Es gibt Orte, an denen man nichts braucht. Und Hiddensee ist so ein Ort. Intakt und scheinbar unberührt. Man fährt mit dem Rad über Sandwege, über denen sich die Bäume biegen, rechts liegt das Moor, links der Wald, und dann steht man plötzlich vor der Steilküste.
Es ist eine Instant-Bonsai-Landschaft, in der alles auf engem Raum zusammenrückt: Meer, Moor, Strand und Wiesen, wie man sie nur aus Kindheitsträumen kennt. Das Gras wächst einem bis unters Kinn, und alle Farben der Wiesenblumen sind vorhanden. Hier eine Gruppe von Kühen, meistens beigebraun, dort ein paar Pferdchen, dann ein kleiner Tümpel, und drei Schritte weiter blüht die Heide. Ich habe mich ja sehr lange als Kosmopolit verstanden und gedacht, ich sei überall zu Hause.
Auf Hiddensee habe ich begriffen... Zitat v. W. Joop
Hiddensee-Dornbusch war 2008 der sonnigste Ort Deu: Mecklenburg-Vorpommerns Ostsee-Küste ist die sonnenreichste Region Deutschlands. Wie der Tourismusverband in Rostock mitteilte, lagen im vergangenen Jahr Messungen des Wetterdienstes Meteomedia zufolge vier der sechs am meisten von der Sonne verwöhnten Orte im Nordosten. Mit 2168 (Dornbusch) und 2131 Sonnenstunden (Dünenheide) führte die Insel Hiddensee die Liste an. Rang drei belegte Juliusruh auf Rügen; die Greifswalder Oie nahm den sechsten Platz ein.